inkognito
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HALLO!RUHRPOTTMUCKEmördermäßige setlistVideosrent-a-band!NEWSPICSinkognito housemoving 2014inkognito-Grillung 2015pics aus Zelle 409heimliche pix! BRITISH STEEL is real15 years Stone Faces5 years inkognitoOldtimerfestival 2019KONTAKTImpressum
undercover
mördereilige News

> 5 Jahre inkognito! Halleluja.
inkognito feiert am 6. Juni 2019 das 5jährige Bestehen der Kapelle. Du glaubst es nicht. Wir arbeiten noch am Ruhm.

> Dutch Tulip Rock am 30. März 2019
Die inkognito-Kapelle hatte einen lauschig-sympathischen Auftritt auf Tines Tulpenfestival am 30. März in Venlo!

> Am 22. Juno 2019
haben wir mit Stay Tuned und Born a rebel auf dem Oldtimerfestival in Hünxe gespielt.

> Auftritt am 22. Juno 2018 
Als Vorband der berühmten Stone Faces haben wir am 22.06. in der ESV-Arena aufgespielt. War echt geil.  Zumindest für uns.

> inkognito-Grillung 2016
Was für eine fulminante Feuertaufe für die inkognito-Kapelle am 5. September. Kurze Hose, Bier, Würstchen und Rockmucke! Halleluja!
Hier sind'se. Termine, news & inkognito-blog!
Schön, Freunde, dass Ihr unseren äusserst kultivierten Blog besucht und Ihr Euch so der schnöden Einspurigkeit des grauen Alltags zu entziehen wisst! Hier findet Ihr einen kurzen und aufmunternden Abriss unserer Proben aus Zelle 409 im Rockhaus Duisburg - einfach im unteren Feld runterscrollen:

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10. Oktober 2019

Schräge Rhythmen und gute Laune. Männerprobe mit Bier und Besuch von nebenan. Einmal Alive und neunmal mit feinsinniger Wucht Cold Desert gespielt. Schwärmerisch und mit der uns eigenen Gabe. In jedem Ton schlummert unser Können.


12. September 2019

Kultivierte Literatur ist da vonnöten, wo leerer Raum sinnstiftend gefüllt werden muss. Also hier im Blog! Die coolsten Kapellen aus Düssburch stehen also rauchend und schwatzend im Flur vor Zelle 409. In Zelle 409 selbst läuft einiges gut, anderes nich‘ so. Die Fehler sind wie immer mehr Thema als das Positive. Typisch deutsch. Typisch Waldord und Statler. Auf jeden Fall gibt’s bei den Stones Faces einen Gentleman, der Tanjas Alter auf 34 geschätzt hat. So ist‘s recht. Und am Ende des Abends gibt’s vom Gitarrenmann doch noch Fleißkärtchen in Form von kopierter Mucke. Jetzt ersma Wochenende! Nächster Betriebsausflug am 19. September nach BG.

05. September 2019
Sommerpause vorbei. Während Vater Rhein sich unweit der Zeche Westende im mattgelben Abendlicht wie flüssige Bronze Richtung Norden schlängelt, klappt in Zelle 409 nach 8 Wochen Abstinenz doch alles noch recht gut. Mehr Spielfreude als spieltechnische Klasse, aber es läuft! Die Songs haben immer noch ihren inkognito-typischen unterschwelligen Drive. Wenn Sie wissen, was ich meine. Jeder packt mal daneben, die Sticks fliegen und am Mikro gibt’s umstandsbedingte Schnappatmung. Neue Graffitis eines unbekannten, aber begabten Künstlers schmücken den Flur, während unsere goldene 5 nun letztlich ihr Leben ausgehaucht hat. Wie nach jeder Probe stehen wir kurz in den alten Ruinen der Phoenix-Hütte, angezogen vom Blick der rostigen Stahlstreben, die sich vor einem Himmel aus Blei düster abzeichnen. Eine fahle und flüchtige Sonne scheint fern hinter grauen Wolken, die Nacht setzt sich gegen den müden Tag durch. Nächste Probe am 12. September!

18. Juli 2019
Sommerpause bei Eurer inkognito-Kapelle. Ausruhen ist angesagt. Das exzessive Leben eines Rockstars und die fortwährende, zwanghafte Suche nach Musenküssen schlaucht uns doch mehr als gedacht. Auch wenn in Kunstdingen das Beweisführen eine heikle Sache ist, bleibt es nach wie vor eines der größten und wohl immer ungelösten Rätsel der Rockgeschichte, warum wir keinen Plattenvertrag bekommen. Nächste Probe am 5. September! Dann werden wieder scharfe Beats holprig aufgetischt. Die nicht ernst zu nehmende inkognito-Berichterstattung über unsere manische Darbietung von leichter Muse bis Heavy Metal geht dann hier an dieser Stelle auch weiter. Und erneut wird der heilige Dagmar-Bierdeckel vermisst.

11. Juli 2019
Die güldene 5 schwebt mit letzter Kraft stolz unter der Decke in Zelle 409. Vor dem Fenster ein paar Jungs, die ergriffen unserer Darbietung Whole lotta love lauschen und für gut befinden. Bis was schief läuft. Jetzt is ersma Wochenende, Freunde. Nächste Probe am 18. Juli.

04. Juli 2019
Unsere güldene 5 trotzt über Wochen den Temperaturen und schwebt wie eine 1 stolz unter der Decke von Zelle 409. Die Hitze klebt im Raum und auch die Noten klingen irgendwie feucht. Einige Songs haben sommerlichen Groove, anderen schwül-feuchten Charme, der sie nicht zum Abheben beflügelt. Auf dem Parkplatz eskaliert die Situation, als sich eine schwangere Dame Mitte 30 vor einen schwarzen Mercedes mit dunkel getönten Scheiben wirft. Tumultartige Szenen, die man im kultivierten Duisburg bisher nicht kannte. Alles wegen eines altersschwachen Bierdeckels mit dem Konterfei des Saitensatans, für den wahre Fans Unsummen hinblättern würden.  Der liegt jetzt im Auto des Drummers, der nun ein gemachter Mann ist. Ha. Bass, Gitarre und Gesang haben sich finanziell allerdings auch richtig saniert, da die die 5 XLR-Kabel, die wirklich zufällig in der hohen Wiese vor den Füssen lagen, gleich zum lokalen Schrottmann gebracht haben.  No, not true. Spass.....

22. Juni 2019
Woodstock in Hünxe. Glitzernd stehen zahlreiche Oldtimer in der Sonne und verströmen automobilen Flair der 60er und 70er Jahre. Benzingeruch mischt sich mit deliziösen Düften vom Grill. Sonores Motorengeknatter vereint sich mit unserem Soundcheck. Staub weht über die Wiese. Ausgelassene Stimmung. Zelte und Wohnwagen unter blauem Himmel. Schmackhaftes Arbeiterbier aus Walsum fließt in Strömen. Vor einem sympathischen Publikum inklusive weit angereister Edelfans hauen wir ein paar Songs raus und versuchen den Laden für Stay Tuned und Born-a-rebel anzuheizen. Nach dem Gig hadert die inkognito-Kapelle mit sich. Im Proberaum klappt alles besser... Nach einigen positiven Rückmeldungen - und nach einigen Bierchen und Schnäpschen am Lagerfeuer - fanden wir unseren Auftritt dann doch nicht mehr so schlecht! Einen fetten Dank an die Borns und Stay Tuned, dass wir mit Euch auf die Bühne konnten! Ein großer Dank an den 2cvfliegerclub, dass Ihr unsere Musik ertragen habt, besten Dank an Rheinfels für die LKW-Bühne und den schmackhaften Gerstensaft, an Stage united für’s extrem lässige Equipment und an Soundmann Christian für den ordentlichen  Sound! Bilder findest Du hier.
 
20. Juni 2019
Frühstück bei inkognitos. Mit tea, coffee und cookies haben wir am hochheiligen Feiertag noch mal tüchtig rumgefeilt. Leise ist ja bekanntlich kaputt und so haben wir die Mucke fett rausgerotzt, bis die Ohren rot waren. Mit offenen Fenstern, versteht sich, damit die ganze Zeche Westende was davon hat. Ready für den 22. Juni!
 
17. Juni 2019
Die güldene 5 schwebt immer noch prall unter der Decke und ermahnt uns, nicht so einen kreativen Müll zu spielen.  Kommt wahrscheinlich alles nur von der Hitze und von spärlicher Zufuhr an Gerstensaftkaltschale. Frei nach Winston Churchills Lebensweisheit „Es ist ein großer Vorteil im Leben, die Fehler, aus denen man lernen kann, möglichst früh zu begehen“ haben wir eine ebensolche Probe hingelegt.
   
07. Juni 2019
Hallelujah. Eure inkognito-Kapelle feiert heute 5-jähriges Orchester-Jubiläum. Standesgemäß perlt der Champagner stilvoll im Plastikbecher. Wir sind glücklich. Wir sind frei.
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13. Mai 2019 
Der inkognito-Laser und die letzten Sonnenstrahlen zucken durch die Heineken-Flaschen. Wake Up ist der neue Gefühlsausbruch der Kapelle, der mit feinsinniger Wucht durch Zelle 409 knallt. Ein Song wie eine Supernova. Mit dem Song bringen wir zusammen, was nicht unbedingt zusammengehört, aber sehr gut zueinanderpasst: hier schlummert der emotionale Amateur-Grunge! Botox für das einsame Gemüt. Gitarre und Bass haben Geistesblitze und brüten über große und kleine Eingebungen, bis jedes Haar in der Suppe gefunden ist. Tanja und der Mann am Drumset üben sich bei Cortez the Killer im gemeinsamen Singen und übertrumpfen bald Cindy & Bert. Wir betreiben mit unschuldiger Miene kultivierten Tabubruch. Es handelt sich um Musik, die tut, als wisse sie nicht genau, welcher ihr nächster Schritt sein könnte, und die in ihren Abbrüchen und schrägen Tönen wunderbar spontan wirkt und manchmal ernst und dann gleich wieder gewohnt erratisch daher kommt. Gut, schlecht, schön, ohne eitel zu sein.

09. Mai 2019
Die Probe letzten Montag (Männerprobe!) war von Ruhe, Harmonie und von fachmännisch dargebotener Musik geprägt. Glückseligkeit pur. Heute kommt sie (...nach Krankenschein) im militanten, olivfarbenen Mantel mit Hauptgefreiten-Abzeichen herein und behauptet, die Band müsse eigentlich 'Die alten Säcke' heißen. Ging ja schon mal gut los. Keine Ahnung, wer damit gemeint sein könnte! Denn eigentlich fühlen sich die Männers der Kapelle alle wie Mitte 30. Und sehen auch so aus! Zumindest die Jungs am Bass und an der Gitarre. Dann nimmt sie den letzten Fuffi vom Drummer und erleichtert die Band noch um den heiligen Dagmar-Bierdeckel. Also. Als Gentlemen von Welt haben wir sie dann von Everlong verschont und uns mehr auf Wake up und Cortez konzentriert. Ein schöner Abend mit zu wenig Heineken.

06. Mai 2019
Die Männers sind unter sich. Harte Arbeitsprobe ohne Pause. Alles klappt. Die Frisur hält. Nächste Probe am 9. Mai.

29. April 2019
Die Proben in Zelle 409 mutieren ohne Zigarettenpause neuerdings zu brutalen Arbeitsproben. Schlimm. Müde Gestalten im Neonlicht, tiefe Falten im Gesicht. Wir werden alt. Bis auf Tanja, die ja seit 5 Jahren Mitte 30 ist, als sie schon 38 war. Mehrheitlich wird in der Kapelle spaßloses Bier ohne Alkohol getrunken. Die Mehrheit der Kapelle hat übrigens einen dicken Bauch. Vor dem Fenster freundlich-feixende Gesichter. Wahrscheinlich finden sie uns irre gut, trauen sich aba nicht, es zuzugeben. Nächste Probe in alter Frische am 06. Mai!

25. April 2019
Fette Probe in Zelle 409. Ein Anflug scheuer Erregung liegt im Raum. Everlong und Wake up heben schüchtern, dann beflügelt ab. Ein Hauch flüchtiger Ergriffenheit bei Love Song. Wir fühlen uns leicht und bilden uns ein, wir verstoßen gegen die Gesetzmäßigkeiten des Universums. Die Ernüchterung folgt schlagartig bei Cortez the Killer und Whole lotta Love. Der Mann mit Plattenvertrag und Geldkoffer klopft nicht an. Nächste Probe am 29. April. Eventuell mit den Stargästen Gräfin Henry und Graf Leo.

15. April 2019
Holy shower of crazy shit. Wish you were here, Wake Up und Cortez the Killer knallen gut weg. Halleluja. Die Franzosen sind so verzückt, dass sie gleich Notre Dame abfackeln. Zum Abschluss hauen wir noch eine 256 bpm ADHS-Version von Cold Desert raus.

05.  April 2019
Heute Abend trinkt sich die inkognito-Kapelle ein kleines Gläschen auf Kurt aus Seattle.

04. April 2019
Während Barack Obama in Köln für 360.000 US-Dollar auftritt und für weitere 5000 US-Dollar feuchte Hände von irgendwelchen fremden Leuten schütteln muss, macht sich Eure inkognito-Kapelle in Meiderich einen schönen Abend. Jeder, wie er’s verdient. Am heutigen Weltschlagzeugertag schauen wir uns bei lecka Bier unseren Dutch Rock Tulip-Movie an. Gar nich‘ ma‘ so schlecht! Nächste Probe am 15. April!

30. März 2019
Alle Vorhersagen und Verheißungen bei Tines Dutch Tulip Rock Festival eingetroffen! Zünftig-sympathische Party inklusive kleinem Konzert zwischen Sofa, Bücherregal und Buffet! Die inkognito-Discofunzel kämpft tapfer gegen Tines Tiffanylampe, die den Wasserschaden überlebt hat und den Raum in diffuses Licht taucht. Stilvoll werden Kölsch vom Fass, Frikandel und importierte Spezialitäten der schwäbischen Küche gereicht. Sympathische Partygäste wohin das Auge reicht. Ausgelassene Stimmung bei 19 Grad im Innenhof, durch welchen sich unsere Mucke schräg in den niederländischen Nachthimmel schraubt. In die Hall of Fame kommen wir mit unserem kleinen Auftritt nicht, aber es hat Spass gemacht! Nächste Probe in alter Frische am 4. April.

26. März 2019
Kein lecka Eis am Stiel, dafür Scheiße am Stock. Eine mittelmäßige Probe mit Luft nach oben. Zuviel Tee, zu wenig Bier. Mehr Gänge zum WC als Musik gemacht. Der neue Name der Kapelle ist inkontinenz. Oder i-wonder-bra. Tatsächlich beunruhigend: Olaf schimpft mehr als Dirk. Aber, wenn die Generalprobe in den Schlüpfer geht, wird am 30. März beim Dutch Tulip Rock Festival alles tüchtig fulminant funktionieren. Allein schon deshalb, weil die Partygäste alle sympathisch sind und Tanja gleich ins Herz schließen werden! Grolsch fließt in Strömen, mooie meisjes reichen Matjes met veel uiens en verse woorst, Grasschwaden treiben durch den sonnendurchfluteten Innenhof. Gute Laune everywhere. Tine, wir kommen. Du hast es so gewollt.

24. März 2019
Erneut sonntägliche Probe mit päpstlicher Ausnahmegenehmigung und mit Ingwertee, Bier und Donuts. Es läuft. Mehr oder minder. Mit viel Wohlwollen. Wir hoffen, es gibt in Tines Palast einen Fluchtweg, falls die Mucke nicht ankommt. Oder wir verstecken uns hinter unserem neuen devil black megasize inkognito-Banner mit unserem jüngst entworfenen Mission Statement „inkognito undercover“. Das kommt nämlich beim Dutch Tulip Rock Festival an die Wand bei Tine. Also noch nicht renovieren. Wir bringen XXL-Nägel mit.

23. März 2019
inkognito-Betriebsausflug zur Australian Pink Floyd-Show. Sehr lässig. Besonders sympathisch, dass auch den Profis Fehler unterlaufen!

17. März 2019
Probe am heiligen Sonntag mit Tee und  Gottesfurcht. Nicht, dass jemand glaubt, wir würden als Coverkapelle nur schamlos plagiieren, nachahmen, abkupfern, imitieren, kopieren oder gar klauen. Von wegen! Bei der heutigen Hommage an die von uns nachgespielten Künstler wurde wieder allergrößte Sorgfalt und handwerkliche Kunst dargeboten! Mit eigener inkognito-Note versteht sich.

14. März 2019
Alles marode. Zum Beispiel dem Stone Faces-Dieter sein Bein. Olaf zerlegt seine Gerätschaften. Und der Drummer kommt jetzt schon mit der Tee-Thermoskanne daher. Alles steht und fällt also mit der Leistung von Tanja und Dirk. Die Probe läuft hammerhart. Alles fluppt. Das Dutch Tulip Rock Festival kann kommen. Bitte Gras, Matjes und Frikandel bereit legen.

11. März 2019
Die harten Zeiten als Rocker in Zelle 409 sind vorbei. Wir werden noch mal alle vegane Softies! Es wird nicht mehr geraucht und der Drummer trinkt neuerdings Tee! Ts. Also. Dennoch gehen die Songs gut nach vorne. Bei Everlong und Love Song könnte man dahin schmelzen. Tanja haut die beste Version ever von Wake Up raus. The adventures of Raindance Maggie kommt recht funky rüber. Der musikalische Direktor ist zufrieden. Und Alive gibt’s neuerdings, nach Olafs Intervention,  als altersgerechte slow motion-Version. Auch sehr schön. Da hat man mehr Zeit zu überlegen, wo die 1 ist!

09. März 2019
Die Magie des Augenblicks… hat zunächst auf sich warten lassen. Erst mussten die bad vibes aus dem Proberaum raus! Aber dann. Tee und Bier entfalten langsam, aber nachhaltig ihre Wirkung.  Ein mördermäßiger Song jagt den nächsten. Beste Version ever von Best of You, Love Song und Sweet Child of Mine. Alles geht gut von der Hand. Bei Wake Up kommt einem die eigene Drogenkarriere zu gute. Unerhört gut. Der absolute psychodelicmäßige Burner. Man könnte auf die Knie fallen. Noch sechs Proben bis zum Dutch Tulip Rock Festival in Venlo!

01. März 2019
In ganz Deutschland läuten die Kirchenglocken.

24. Februar 2019
Die grauen Schwaden der Stahlwerke vermischen sich mit dem blauen Himmel über dem Ruhrpott. Sonntägliche Probe bei Eurer inkognito-Kapelle mit Tee und Donuts, die Tanja aus BG importiert hat. Everlong, Love Song und selbst Raindance Maggie gehen wacker nach vorne. Der musikalische Direktor ist zufrieden. Jetzt ersma schöpferische Pause. Gitarrist und Drummer müssen auf Madeira bzw. in GAP musikalische Energie tanken. Danach rückt das Dutch Tulip Rock Festival in greifbare Nähe. Hui. Wir freuen uns auf einen lauschigen Abend mit Heineken, Gras und Frikandel. Nächste Probe am 09. März.

21. Februar 2019
Männerprobe in Zelle 409. Tanja hat heute einen Krankenschein. Wir werden alt. Die Gespräche drehen sich nicht mehr um Rock’n’Roll, Alkohol und schnelle Autos, sondern um Gebrechen und Krankheiten. Damit wir uns jünger fühlen, planen wir die Anschaffung von jugendfrischen Groupies. Leider ist die Bandkasse leer. Es wurde aber nicht nur gejammert. Musiziert haben wir auch. Stundenlang Everlong. Nächste Probe am 24. Februar.

17. Februar 2019
Sonntag, 09.00 Uhr. Ganz Deutschland liegt noch in den Federn. Nur Eure inkognito-Kapelle probt in Zelle 409 ganz tüchtig Everlong von den Foo Fighters. Holla, nich‘ einfach, werte Freunde der komplizierten Unterhaltungsmusik. Der kontroverse Diskurs hat sich aber gelohnt. Nach zwei Stunden läuft es mit viel Wohlwollen doch halbwegs rund. Zum Ende aber noch good vibes in the house, denn Wake up und Whole lotta love ging uns richtig gut von der Hand. Dann ein flotter Betriebsausflug nach Venlo inklusive Ortsbesichtigung für den kleinen Auftritt beim Dutch Tulip Rock Festival in Tines mondäner Behausung inklusive Feuchtgebiet. Wir werden sympathisch mit Kaffee, Kuchen und nederlandse braadworst empfangen. Am 30. März rockt hier der Matjes!

14. Februar 2019
Unser Blog hier im öffentlichen Internet ist ja bekanntlich der Hort der taktvollen Diskretion, wo die intimsten Dinge nur unter dem Deckmantel der allergrößten Verschwiegenheit schamlos ausgeplaudert werden. So können wir heute zunächst einmal vom abgrundtiefem, musikalischen Versagen der ganzen Kapelle berichten. Jeder hat mal daneben gegriffen. Da ist noch Luft nach oben. So. Die Vernachlässigung von Kindern und die Erregung öffentlicher Irritation mitten in Mettmann am helllichten Tage war auch noch ein Highlight des Abends! Ts. Selbst frivole Tipps zur neuesten Haarmode wurden eifrig diskutiert. Es ist erschütternd. Schlimmer als in der yellow press. Bitte beten Sie mit uns, dass dem alles nicht so ist.

10. Februar 2019
Kalter, nasser Wind zieht durch die alte Stahlwerksruine, die Frisur hält. Ein mystischer Ort. Still und verwaist. Der graue Himmel spiegelt sich in dreckigen Pfützen. Sonntägliche Probe mit Donuts aus Bergisch Gladbach (danke an König David), Tee und Bier, während die Grasschwaden der Nachbarn durch die Zeche Westende wabern. Love Song geht richtig gut ab. Der Sound ist hammermäßig. Der Gipfel der Glückseligkeit. Everlong hat tüchtig Schubkraft. Wir sind jung und wild. Nächste Probe am 14. Februar.

02. Februar 2019
Schnee fällt langsam auf die alte Zeche Westende und taucht die Szene in düstere Melancholie. Kaum jemand denkt noch daran, wie hier über Jahrzehntge malocht wurde. Wat willse machen. Aber uns war nach „come down and waste away with me.“ Halleluja! Leck mich fett. Denn Everlong geht tüchtig steil. Dann aber war’s Zeit für “wake up young man, it's time to wake up”, was uns ebenfalls äußerst famos von der Hand geht. Aber nicht alles klappt. Lag wahrscheinlich am Tee. Marokkanische Minze. Mh. Und - unsere Musik ist ein Rätsel, umgeben von einem schwarzen Geheimnis und insgesamt ein großes Mysterium. Nächste Probe und strunziger Blogeintrag am 7. Februar.

27. Januar 2019
Grauer Regen tropft durch die Stahlträger der ehemaligen Zeche Westende. Sonntägliche Probe der inkognito-Männers mit Tee, aber ohne Gebäck, damit der Teppich nich' vollkrümelt. Gleich zu Beginn wagen wir uns an Everlong von den Foo Fighters, was mördermäßig gut funktioniert. Wir hauen noch ein paar andere Songs raus, die auch alle gut nach vorne gehen. Das Leben kann schön sein. Nächste Probe am 2. Februar.

25. Januar 2019
Fernab des Wütens der Welt spielen wir versonnen Wake Up von Mad Season. Könnte eigentlich stundenlang so gehen. Nächste Probe inklusive Tee am 27. Januar. Die Frisur hält.

20. Januar 2019
Wie es sich gehört, war der Proberaum seit Samstagabend kultiviert vorgeheizt, während über der Zeche Westende feindselig die Kälte lauerte. Sonntägliche Männerprobe mit veganem Rocker-Tee für Gitarre und Bass. Der Drummer bleibt lieber beim Wasser. Good Lord Almighty! If rock is your religion, Zelle 409 is your temple. Lovesong von the The Cure kommt richtig gut. Auch wenn es heute keine Drogen ab, gehen die ersten Schritte von Wake up von Mad Season in die richtige Richtung. Nächste Probe am 23. Januar. Music and love can save the world.

13. Januar 2019
Während Tanja ein opulentes, westfälisches Schlachtplattenbrunch genießt, können wir bei einer sonntäglichen Männerprobe feststellen, dass unser Langzeitgedächtnis noch ganz famos funktioniert. Sweet Child of Mine und Simple Man haben nämlich ganz ordentlich gerummst, während Cortez auch tüchtig steil geht. Cold desert always takes you to another place. Ein Sound zwischen Anmut und Weltschmerz. Galaktisch, hypnotisch, imposant. Wir wollen ja am 30. März beim Tulpenfestival in Venlo glänzen! Und in 30 Jahren können wir unseren Enkeln den Blog hier vorlesen.
 
03. Januar 2019
Gelungener Einstieg Eurer inkognito-Kapelle in das Jahr 2019! Standesgemäß wird Champagner geschlürft, um das neue Jahr ordentlich zu begrüßen. Als Profis haben wir über den Jahreswechsel natürlich nichts verlernt – die Fehler bleiben die gleichen! Cortez the Killer aber wird ein richtiger Knaller, jetzt auch zweistimmig. Dagegen sind Cindy & Bert aber Loser 9000! Nächste Probe am 13. Januar.

27. Dezember 2018
Die Zeche Westende liegt im Winterschlaf. Eine alte Stahlwerksratte humpelt müde vorbei. Alle inkognito-Männer unrasiert. Tanja im sattgrünen Look aus veganer Schurwolle und leichtem Neuseeland-Teint. Letzte Arbeitsprobe in diesem Jahr inklusive Fensterputzen und Tee. Hammermäßige Version gleich im ersten Lauf von Cortez the Killer. Da geht was. Best of You ebenso. Wegen Sex on Fire wird der Drummer eines Tages noch ma zu Psychopharmaka  greifen. Beim 'Müden Pinsel' sollte das inkognito-Jahr 2018 bei Pommes rot/weiss seinen kulinarischen Ausklang finden, aber die Mädels der Frittenschmiede hatten die Türen noch verrammelt. Ts. Jetzt lassen wir 2018 in Ruhe und versöhnlich ausklingen. „Das neue Jahr sieht mich freundlich an und ich lasse das alte mit seinen Wolken und seinem Sonnenschein ruhig hinter mir.“ (Goethe) Nächste Probe am 3. Januar 2019. Haut rein.

20. Dezember 2018
Weihnachtsprobe bei Eurer inkognito-Kapelle mit Tannenbaum und edlem Weißwein! Tanja ist nach Wochen wieder zurück und so hauen wir zu viert wieder tüchtig in die Tasten. Mit der Kraft des Spontanen spielen wir Black. Was für eine Überraschung. Highlight des Abends: zum ersten Mal haben wir Best of You echt klasse rausgehauen. Hat von vorne bis hinten doch eigentlich ohne größere Ausfälle gefunzt. Noch nicht perfekt, aber dem Drummer, ja bekannt als Mann einfacher Denkstruktur, hat‘s gefallen. Über die anderen Songs vom heutigen Abend wollen wir nicht weiter sprechen. Dafür gäbe es keine heute hymnischen Kritiken. Olaf und Dirk haben hier und da zu Recht die Augenbraue gelupft, aber die Burschen sind ja eh nie zufrieden und auch gerade nur von der Rolle, weil Helene Fischer einen neuen Ehemann sucht. So. Nächste Probe am 27. Dezember.

18. Dezember 2018
Crazy shit. Gute Probe. Gleich zu Beginn hauen wir Alive raus. Olafs Gitarre schreit förmlich nach dem Song. Gleich dreimal kloppen wir das Ding weg. Dann angenehmer Besuch von nebenan. Born a rebel kommen auf ein lecker Bier vorbei und verschonen den Drummer so vor Sex on Fire. Ha. Geil. Nach dem Genuss der Gerstenkaltschale bringen wir Cold desert, der mördermässig psychedelic Oberburner Eurer inkognito-Kapelle schlechthin. Der Bass am Ende brummt unerhört. Ein sonores Geräusch, das kompetente Ruhe ausstrahlt. Schweigende Konzentration. Niemand spricht in die Stille hinein. Bis plötzlich drei Worte fallen. Best of You! Das aber auch ganz famos fluppt.  Ja, ist denn scho' Weihnachten? Tanja wird glücklich sein. Aber ihre Priorität liegt ja ersma auf’m Mittwoch in Neuss. So, so. Zum Ende die wichtigste Frage der Welt. Wo ist mein Bett?

29. November 2018
Da uns ja nie einer lobt, machen wir das heute wieder mal selber: Alter, waren wir heute gut! Voll Bombe. Best of You haben wir entschärft und mit melodischer Dramaturgie versehen. Alive geht unerhört nach vorne, wie ein testosteron-geladener Orkan 9000. Und Cold Desert entführt einen in andere Sphären. Hammer, wie sich die Noten leichtfüßig und psychedelic unter die Decke von Zelle 409 schrauben und mit der Effektbeleuchtung eins werden. Und auch unser Bierturm macht mächtig Eindruck. Eine sympathische Blondine späht mit großen Augen von außen durch die Gitterstäbe und ist von unserer Gerstensaft-Ansammlung mächtig beeindruckt. Immerhin interessieren sich fremde Damen zumindest noch für unseren Alkoholvorrat! Nächste Probe am 20. Dezember mit Tanja!

27. November 2018
Erneut gute Probe Euren inkognito-Männers während Tanja am Cape Reinga mit wehender Haarpracht versonnen nach Norden Richtung Meiderich blickt. Best of You haben wir zerlegt und nun fluppt's unerhört gut – mal sehen, wie das ersma abgeht, wenn da Gesang drauf kommt. Auch Sex on Fire geht mit Olafs selbst geleimter Hagstrom-Klampfe mächtig nach vorne. Dirk ist glücklich, weil alles funzt. Nächste Probe am 29. November. Und der inkognito-Schlagzeuger bittet die ganze Zeche Westende um Nachsicht, dass Gitarrist und Bassist Super Trouper von Abba gespielt haben.

22. November 2018
In die Sehnsucht mischt sich dumpfe Angst. Langsam schleichen sich Befürchtungen in unsere einfachen Gemüter. Haben wir genug geprobt? Bald droht ihre Rückkehr. Weniger fürchten wir einen Eintrag ins Klassenbuch als mit nassem Sellerie ausgepeitscht zu werden.

20. November 2018
Trunken vor Sehnsucht betäuben wir uns mit Heineken, während unsere Mikroqueen 18.581 km entfernt kaum an ihre Männers denkt. Wir verbringen eine spaßige Arbeitsprobe und freuen uns des Lebens. Hallelujah! Nächste Probe am 22. November.

05. November 2018
Zum Thema Gleichberechtigung wollen wir mal festhalten, dass die inkognito-Männers heute erneut eine harte Arbeitsprobe hingelegt haben, während unsere Sängerin Tanja aus BG einige Wochen ganz kommod auf Neuseeland verbringt. Mhh.

03. November 2018
Polit-Prominenz bei Eurer inkognito-Kapelle! Der Duisburger OB (von der SPD, farblich wunderbar passend zum inkognito-Teppich) besucht samt 50köpfiger Entourage und Hofschranzen die Zeche Westende. Einige Volksvertreter verirren sich auf dem Weg zum WC auch in unsere Zelle 409. Es folgt höflicher Small-Talk ohne Häppchen und Plattenvertrag.
 
27. Oktober 2018
Betriebsausflug bei Eurer inkognito-Kapelle ins Senftöpfchen im Duisburger Norden. Wir sind so wat von mitten drin in den Ruhrpott. Hier gehen die Uhren noch anders. Als kämen alle gerade von 'ne Schicht. Es wird Köpi gezapft, während die dralle Bedienung Pommes/Currywurst durch die Gegend schleppt und die John Silver-Band tüchtig in die Tasten haut. Und unser alter Dagmar ist ubiquitär! An der Ahnenwand über durchgesessenen Polstern prangt doch tatsächlich das Konterfei unseres eloquenten Saiten-Satans.

05. Oktober 2018
Eine Band - 1000 Songs. Aber keine Probetermine! Nachdem Eure Kapelle zuletzt im August geprobt hat, haben wir heute gierig und lebenshungrig die Songs rausgehauen wie der Teufel. Ein Song besser als der andere. Unglaublich. Da müssen wir uns selbst mal loben. Macht ja sonst keiner. Außer natürlich die sympathischen Kollegen von der John Silver-Band, wo der ganze Ruhrpott am 27.10. hinpilgern sollte.  Nächste Probe am 05. November.
 
23. August 2018
Wenn man es mal genau betrachtet, ist vom Anfang aller Tage doch alles irgendwie schlechter geworden. Das Wetter, Klima, Luft und Wasser, die Fähigkeiten und Vertrauenswürdigkeit der politischen Akteure und Gesetzesmacher, die Umgangsformen, das Aroma holländischer Tomaten sowieso und der Zusammenhalt unter den Menschen. Aba nich bei Eurer inkognito-Kapelle! Hier wird nämlich alles besser. Die Songs fluppen unerhört gut. Selbst 'Alive' von Pearl Jam oder 'Best of You' von den Foo Fighters. Und das Bier mundet. Und wieder sweat in the house, In Zelle 409 wird hart gearbeitet, auch wenn Tanja 'Hands up I love you' einfach so abgesetzt hat. Die Klamotten kleben am Leib. Schweiß rinnt bis in die Schluffen. Zur nächsten Probe tischt Tanja uns veganes und laktosefreies fair trade Deo auf. Nächste Probe erst am 25. September, der Bassist geht nämlich dekadent segeln!

14. August 2018
Wir haben einen (fast unerhört) guten Lauf. Der Mann mit dem Plattenvertrag war zwar noch nicht da (die Sau!), trotz dritter konstruktiver Probe in Folge! 'Lovesong' von The Cure klappt ganz bomfortionös und unseren aggro ADHS-Song haben wir heute mal von vorne bis hinten durchgespielt. Natürlich alles andere als originalgetreu, aber man konnte es erahnen! Black von Pearl Jam lief heute besonders psychedelic, dass man am liebsten die eigene löchrige Unterwäsche durch Zelle 409 geworfen hätte! Und selbst 'Hands up I love you' von Madrugada macht im ersten Lauf schon einen guten Eindruck! Unsere sympathischen Nachbarn von Born-a-rebel, die als kultivierte Literaturkritiker und Musiksachverständige nicht nur ständig unseren Blog lesen, hatten ein Ohr an der Wand und waren im Rahmen eines Abschlussbieres voll des Lobes aufgrund unserer musikalischen Darbietung. Danke, Jungs! Bitte kommt öfter! Nächste Probe am 23. August.

09. August 2018
Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt. Davon haben wir aktuell in Zelle 409 aber ausreichend, Freunde! Jetzt fehlt nur noch der Erfolg. 'Love Song' von The Cure funzt zumindest schon mal ganz gut. Ein Song, der einen in eine andere Sphäre versetzt. Und 'Best of You' von den Foo Fighters, der aggressiv machende ADHS-Song Eurer inkognito-Kapelle, kommt auch langsam um die Kurve. Nächste Probe in alter Frische am 14. August. Damit das mit den anderen Sphären auch schön so bleibt, hat der Drummer schon einen Kasten Heineken im Kofferraum.

02. August 2018
Feuchte Lethargie in Zelle 409. Eine träge Schwüle hängt im Raum und legt sich in alle Ritzen. Die dumpfe Wärme beherrscht alles. Und irgendein schräger Vogel aus der Nachbarband erzählt was von 'nem Eisbecher! Aber dafür laufen die Songs heute alle im richtigen Tempo. Schön laid back, keine Bewegung mehr als nötig. Alles klebt am Körper. Der Schweiß rinnt bis in die Kompressionsstrümpfe. Selbst Denken und Sprechen fällt schwer. Das Finden einer gemeinsamen Eins sowieso. Erst als Tanja vorschlägt, wir sollten uns alle mal lecker feucht umarmen, wurde die Kapelle plötzlich wach. Pfui. Nächste Probe am 9. August. Bis dahin läuft der Kühlschrank ganz gemächlich auf Stufe 1.

12. Juli 2018
Unser Zellentrakt empfängt uns mit dem anheimelnden und heimischen Duftgemisch aus CO2, Gras, abgestandenem Bier und anderen olfaktorischen Genüssen, die sich wunderbar mit der schwülen Luft vermengen, die reglos in der Zeche Westende steht. Ein Traum. Tüchtig durchatmen. Ah ja jetzt. Frisch Luft! Trotz der Hitze wagen wir uns an einen neuen Song. Nach anfänglichem Diskurs zwischen Waldorf am Bass und Statler an der Gitarre (beide haben Recht) klappen die ersten Takte von Best of You dann doch recht gut. Man wird ja im Alter mit weniger schnell zufrieden. Aber Best of You hat den rauen Charme einer Aggro-Abbruchbirne, aber auf den kleinen Drummer in Eurer inkognito-Kapelle hört ja keiner. Wenn Sie wissen, was ich meine. Die Luft bewegt sich keinen Millimeter in Zelle 409, die Klamotten kleben hauteng an unseren wohlgeformten Körpern. Aber der Kühlschrank liefert 1a kaltes Bier. Olaf fährt jetzt nach Holland, Tanja nach Mittenwald und Dirk repariert die A20 oben in MeckPomm. Der Drummer kocht bis auf weiteres Stahl. Nächste Probe am 2. August.

02. Juli 2018
Wir sonnen uns nicht im Erfolg unseres unerhört fulminanten Auftritts in der ESV-Arena, sondern proben hart weiter und berauschen uns am Sound unseres Proberaums. Neue Songs stehen auf dem Programm. Nächste Probe am 12. Juli. Bis dahin hat sich hoffentlich der Meiderich Gefühlsecht-Nachbar von seinem gestrigen Schock erholt, als er nichtsahnend und unvorbereitet auf die Wendungen des Lebens in der WC-Zelle neben Tanja saß. Höchstwahrscheinlich äußerst scary, sinnierend auf der Brille zu sitzen und plötzlich aus der Stille des Raums eine körperlose, dunkle Stimme zu vernehmen, die nachfragt, ob alles lecker ist! Wir würden ja die Kosten für den Psychologen übernehmen, aber die Bandkasse ist gerade leer!
 
27. Juno 2018
Nach unserem fetten Auftritt vom letzten Freitag sind wir wieder heiß bei uns in Zelle 409 zu spielen. Wir schauen die DVD vom inkognito-Gig. Hammer. Tausend mal sehenswerter als das, was unsere gelangweilten, satten Fussball-Millionäre heute gezeigt haben. Der Staub im Proberaum flimmert golden in der Abendsonne, deren Glanz sich im Glas der Bierflasche bricht. Das Leben ist schön.

22. Juno 2018
15 Jahre Stones Faces! Und Eure inkognito-Kapelle war dabei. In der fast ausverkauften ESV-Arena steht dicht gedrängt eine sympathische Menschenmenge, von denen sich einige Musikkenner sogar aus Bergisch-Gladbach und Ddorf-Benrath auf den Weg gemacht haben! Gläser klirren im Stimmengewirr, ausgelassenes Lachen. Ruhrpottgemäß werden Köpi und Currywurst gereicht. Um Punkt acht legt Eure inkognito-Kapelle los. Guckst Du hier! Schalter an den Verstärkern und am Mikro werden umgelegt, der Snareteppich schnallt leise nach oben. Mit Black von Pearl Jam eröffnen wir den Abend und lassen uns mit der Menschenmenge ein. Im Raum auch ein paar Jungs von der John Silver-Band oder von Born-a-rebel. (Fast) alles fluppt unter den strengen Augen des MÜV (Musikalischer Überwachungsverein). Immerhin wippen viele mit den Füßen. Ein gutes Zeichen. Mit ein paar weiteren Songs heizen wir den Raum für die Duisburger Kultband Stone Faces tüchtig vor und schließen fett ab mit Whole lotta love von Led Zeppelin. Das geneigte Publikum bekommt eine Verschnaufpause bevor der Saiten-Satan von den Stone Faces geschmeidig auf den Tisch springt und ein fettes Solo nach dem anderen raushaut. Das gibt dem Publikum den Rest. Es fliegen keine BHs, aber die Menge schwoft. Ein Mann der Duisburger Musikszene kommt mit Stinkefinger-Holzstock des Weges, den angeblich schon Ian Paice (Deep Purple-Drummer), Leland Sklar (Sideman und Bassist von Phil Collins) oder Simon Philips (Toto-Drummer) angetatscht haben sollen. Siehe Facebook. Fast unglaublich. Der Abend klingt mit Köpi und Currywurst aus. Es werden keine Plattenverträge gezückt, aber 2019 wird unser klein-kulturelles Jahr zwischen Meiderich und Hamborn! Rock on or die!

20. Juno 2018
Verdächtig gute Probe. Richtig gut. Richtig, richtig gut.

18. Juno 2018
Wackere Arbeitsprobe in heiterer Gelassenheit. Alles eigentlich schön routiniert. Bass, Gitarre und Gesang sind zufrieden. Hinter dem Drumset sitzt neuerdings ein Frosch. Das ist anscheinend der Ort, wo man sich vor Verunglimpfungen seitens der Kapelle nicht schützen kann! Tja, da muss man halt ein bisschen doof ausschauen und alle hacken auf dir rum. ;-) Nächste Probe am 20. Juno!

15. Juno 2018
Unerhört gute Probe in Zelle 409! Bei 'Whole lotta love' steht dann doch einer mit offenem Mund vor den Fenstern und hört zu. Immerhin. So sollten wir auch am 22. Juno spielen!
 
06. Juno 2018
Höllische Temperaturen in Zelle 409. Der Geist des Saiten-Satans lastet dunkel im Raum. Eine infernal schlechte Probe.

04. Juno 2018
Die Hitze steht im Stahlwerk und flimmert auf dem Parkplatz, auf dem ein roter Flitzer mit hoher Drehzahl um die Ecke radiert. Hochhackig mit zerrissener Jeans kommt sie daher. Tanja will vom Bassisten angemacht werden, aber es dreht sich nur um’s Mikro. Dann will Tanja auf Olaf drauf, aber es geht nur um irgendeinen Rhythmus. Angeblich. Es knistert. Erotik und Zigarettenqualm sind in der Luft. Alle merken es, außer der Drummer. Die gute Nachricht des Abends: Nach fast 3 Wochen Abstinenz (3/4 der Kapelle war mal eben on holidays) konnte sich unsere musikalische Darbietung halbwegs sehen lassen. Zum Glück haben sich alle mal ein elegantes Fehlerchen geleistet. Uff. Nächste Probe am 6. Juno.

14. Mai 2018
Rauchschwaden und Schweiß wabern im Raum. Sticks fliegen (passiert selbst Gavin Harrison). Nächste Probe am 04. Juno.  Bis dahin belegen wir bei der VHS einen Kurs im hardcore Schlammcatchen, damit wir evtl. bei Donald Trump anheuern können, falls die Karriere mit der Musik wider Erwarten nicht funzen sollte.

09. Mai 2018
Eine mäßige Probe. Die Peitsche fehlt. Die Songs tröpfeln dahin. Wir stehen vor den vergitterten Fenstern. Draußen weitet sich die Welt um uns. Unsichtbar und verborgen. Rauch steigt in blassen Säulen auf und verschmilzt mit der Dunkelheit. Die Laternen der Zeche Westende fräsen ihr gelbes Licht durch den Dunst. Der Mond wirft seinen Glanz auf die alte Stahlwerksszenerie. Nächste Probe am 14. Mai. Dann stehen wir wieder im fahlen Lichtkegel der inkognito-Stahlwerkslampe und versuchen die Songs zu vergewaltigen.

3. Mai 2018
Mördermäßige Hammerprobe. Die Songs fluppen ganz vernünftig. Dirk reckt sogar einmal dem Daumen nach oben. Dann müssen wir wirklich gut gewesen sein! Der Drummer verteilt als Anerkennung für treue Dienste in der Kapelle drei Flaschen aus seinem privaten Weinkeller. Höflich wie wir sind, öffnen wir irgendwelchen dahergelaufenen Nachbarn die Tür, die irgendwas von Softrockern brabbeln. Ts. Uns können die nicht meinen. Wir sind nämlich richtig harte Jungs. Besonders seit dem Tanja in der Kapelle ist. Eigentlich sehen wir uns ja in einer Linie mit Slayer, Anthrax oder anderen bösen Buben. Zum Ende der Probe kniet Olaf erneut vor seinem Effektapparat. Wir haben gerade keinen Lötkolben zur Hand und schrauben ganz männlich mit dem Leatherman-Tool. Nächste Probe am 9. Mai. Bis dahin hält die Frisur.

02. Mai 2018
Music has no enemies. Außer den feindlichen Limitierungen natürlich im eigenen Kopf. Volle cerebrale Konzentration also. Aber der Kopf ist ja rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Wir hauen eine feine Männerprobe raus. Die smaragdgrünen Kameraden warten treu im Kühlschrank und werden sogleich geköpft. Einiges der Setlist klappt, anderes halt nich‘. Aber das Meiste grooved. Trotzdem ist's noch ein weiter Weg bis zum Ruhm und zum großen Geld und bis die BHs auf die Bühne fliegen.

26. April 2018
Es scheint sich eine vielversprechende Probe anzukündigen, da sich draußen vor den Fenstern unserer Zelle 409 schon sympathisches Volk drängt, das wir gerade noch so mit Bier in Schach halten können. Tanja schwebt auf vegan-grünem Schuhwerk ein, für das eine ganze Froschkolonie freiwillig ihr Leben gelassen hat. Olaf kniet vor seinem Effektgerät. Es ist nicht ganz klar, ob irgendwas nicht funzt oder ob er geheime Ingredienzien aus dem Teppich zu fischen gedenkt, die dann zwecks gezielter Bewusstseinsveränderung dem Tabak beigefügt werden sollen. Der Drummer macht wenigstens was halbwegs Vernünftiges und kniet vor dem penibel gereinigten Kühlschrank, in dem sich nun smaragdgrün glitzernde Flaschen türmen. Ein herrlicher Anblick. Die Songs des Abends gehen uns eigentlich alle gut von der Hand. Dirk murmelt als verstecktes Lob erkennbare Dekrete vor sich hin, die die Kapelle dankbar aufnimmt. Nächste Proben am Mittwoch und Donnerstag, bis dahin wird der inkognito-fridge den Gerstensaft wohl temperieren.

24. April 2018
Die heutige Inszenierung Eurer Lieblingskapelle ist evokativ und sogar stark futuristisch, sie geht von organischen Rhythmen zu dramatischen Atmosphären und endet in Andeutungen des Undefinierbaren. Wenn Sie wissen, was ich meine. Es scheint, als würde sich der Sound unentwegt ausdehnen, immer größere Räume umfassen und den Hörer in immer entlegenere Winkel der Galaxis zwischen Meiderich und Ruhrort mitnehmen. Töne mit musikalischer Eindringlichkeit. Das ist der Unterschied zwischen Standard und Kunst! Wenn wir uns nur nicht andauernd verspielen würden! Alter. Zumindest bei 'Whole lotta love' haben wir heute einen kleinen Schritt gemacht. Nächste Probe am 26. April mit Tanja, dann gibt’s wieder die Peitsche!

12. April 2018
Die Duisburger Prominenz fährt pompös im Cabrio vor und parkt auf dem VIP-Parkplatz direkt vor Zelle 409. Duisburgs beliebter und eloquenter Musikerkollege und sympathischer inkognito-Nachbar Dagmar Albert Horn kommt frisch von der Verleihung der „Goldenen Sonne 2018“. Er kennt sie alle. Harald Faltermeyer, Elke Sommer, Axel Schulz oder die maskuline Männerikone und den virilen Naturburschen Harald Glöööööckler. Alles liebenswerte C-Promis auf dem Weg nach unten oder nach oben. Und wir haben mit Dagmar, der uns versprochen hat, die Tantiemen seines Sonnenklar-TV-Hits mit uns zu teilen, die Eintrittskarte in diese Welt voll Glitzer, Ruhm und Geld. Dieter, Detlev und Jürgen schwirren herein um, Dagmar einzusammeln. Nachdem Stille in Zelle 409 eingekehrt ist, öffnen Eure i-Promis die Koffer, stimmen die Instrumente, setzen sich hinter‘s Drumset. Niemand spricht. Der Zigarettenqualm schwebt lautlos unter unserer Stahlwerkslampe. Mit einer mördermäßigen Hammerversion ever von 'Black' eröffnen die inkognito-Männers die Probe. Schön leise, schön musikalisch und sauber im Tempo. Da möchte man fast den eigenen BH auf die inkognito-Bühne werfen.  Bei 'Sex on fire' und 'Cold Desert' ist man versucht, sich vor Verzückung den Schlüpfer runter zu reißen. Nächste Probe am 24. April. Heute haben wir gelernt: die Welt der Promis ist zum Greifen nah. 

10. April 2018
Mächtige Lichtblitze zucken durch die alten Rohrleitungen der Zeche Westende. Wir genießen mild-hopfige Gerstenkaltschale und wundern uns, warum Alive, Cold Desert und Sex on Fire immer besser laufen, während jetzt Black nicht mehr funzt. Alter. Aber wir haben genau aufgepasst. Drohte letzte Woche noch, dass Dirks seltene Lobpreisungen für immer ungehört im Akustikschaum verschwinden, konnten wir heute wieder little tiny Ruhmesbekundungen wahrnehmen. Nächste Probe am 12. April – da müssen wir ersma einen Schuldigen finden, warum Black nich' mehr will.

05. April 2018
Zelle 409. Das heilige Land, wo Milch und Bier fließt. Und nicht nur das. Auch die Mucke heute mächtig im Fluss. Leck mich fett. Besonders 'Cold Desert' war heute ein mächtiger Burner. Wie der brennende Busch in der dunklen Wüste. Auch kleidungsmäßig heute alles per göttlicher Fügung abgestimmt. Tanja mit tüchtiger Schlaghose im Style der 70er Jahre gewandet, Olaf heute besonders seriös im Business-Look directly from the office, Dirk als zwangloser Krankenpfleger im out-of-bed-style und der Mann am Drumset hat eh seinen eigenen Stil. Das sieht schwer nach den Village People vom Ruhrpott aus, hömma. Doch dann tüchtige Konfusion in Zelle 409, gefolgt von ohrenbetäubender Totenstille und fragenden Blicken. Selbst der Zigarettenqualm hängt still im Raum und spitzt die Ohren… drei von vier Kapellenmitgliedern sind sich nicht sicher, ob der Mann am Bass „bin gar nicht mal so unzufrieden“ gesagt hat. Seichte Worte, sanft ausgesprochen in die Stille des Raums, fast geschluckt vom Akustikschaum, die leise wie musikalisches Manna vom Himmel rieseln. Entweder müssen drei von uns dringend zum Hörtest oder einer zum Psycho-Onkel. Da stimmt doch was nicht. Nächste Probe am 10. April.

02. April 2018
Fette und hoch konzentrierte Arbeitsprobe. Den ganzen Abend mit 3 Männern nur 3 Songs rauf- und runtergedengelt. Unsere Nachbarn von Born-a-rebel sind ganz leise und entnervt verschwunden, weil sie es wohl nicht mehr ertragen konnten. Sorry für die Monotonie. Tut uns leid, Jungs! Allerdings: so wenig gespielt - und dann immer noch falsch. Kann auch nicht jeder! Nächste Probe am 5. April mit Tanja, dann gibt’s Schulnoten!

28. März 2018
Graue Schwaden ziehen durch die Stahlwerksruine. Der Duft des alten Ruhrpotts: Eisen, Maloche, Schweiß. Maloche, Schweiß und Angst auch in Zelle 409. Aber bessere Probe als letztes Mal. Das steht mal fest! Wir legen einen sauberen Anfang hin, indem wir ersma mit dem fetten Industriesauger die Butze wienern. Dann weht Tanja mit einem silbergrauen Poncho rein. Schick und funktional, denn die Getränke wollen beidseitig wohl temperiert sein. Die Problemkinder funzen ganz gut, selbst 'Alive' und 'Sex on Fire', auch wenn der musikalische Direktor wie immer wenig sagt und seinen fragenden Gesichtsausdruck pflegt. Der Mann bekommt vor der nächsten Probe mindestens drei Gerstensaftkaltschalen als Muntermacher eingeflößt, denn die spenden Kraft und Lebensfreude. Der Mann an der Gitarre, ähnlich wie der Drummer ein Mann einfacher Denkstruktur, freut sich versöhnlich des Lebens. So ist’s recht. Nächste Männerprobe am 02. April. inkognito wünscht bis dahin feeeeette Eier und lange Ohren!

26. März 2018
Es ist Frühling, aber die musikalischen Knospen wollen noch nicht so recht an die Sonne. Blut, Schweiß und Tränen heute in Zelle 409. Arbeitsprobe unter Männern ohne jegliche Gnade. Wir nudeln einige Problemkinder durch bis keiner mehr will.
Nächste Probe am 28. März. 

22. März 2018
Alter Scheiss. In Zelle 409 ist es eisiger als in Nowosibirsk. Ersma beide Heizungen auf full speed ahead. Ein neuer Design-Mülleimer im Luxuslook, den der Drummer vor der Verschrottung bewahrt hat, trägt nicht zur Erwärmung der Hütte bei, aber er ziert fortan unsere Zelle. Der Mülleimer passte wunderbar zur Qualität der heutigen Probe. Der Mann am Bass hat nur schweigend die Augenbraue gelupft. Das ist schlimmer als würde er uns beschimpfen. So wie sonst. Er ist ein Mann der 150 %. Da muss alles sitzen. Kein Spielraum für abweichende Qualität, keine geduldeten Ausflüchte, wir würden als Jazzmusiker die Noten nur interpretieren. Der Mann an der Gitarre wie immer ausgleichend auf Harmonie bedacht. Die Dame am Mikro macht sich stille Notizen im geistigen Klassenbuch. Zumindest konnten wir den Mülleimer auch dazu nutzen, eine Champagnerflasche zu entsorgen, die aus den nimmer enden wollenden Alkoholvorräten des Drummers entstammte. Zum Glück finden wir als professionelle Trunkenbolde ja immer einen Vorwand, irgendeine Pulle zu köpfen, nachdem wir sie über Monate nun in aller Ruhe an der kalten Zellenwand liegend gelagert hatten, damit sich die Hefe beruhigt und der Korken nass bleibt. Und ein fetter Dank an unseren unrasierten König David, der professionell und beidseitig die Pumpe bedient, souverän den Nachwuchs zu Hause bändigt, damit die Kapelle proben kann. Nächste Probe am 26. März.

15. März 2018
So, Freunde der kultivierten Unterhaltung. Tanja ist zurück. Wir greifen wieder an. Der Termin als Vorband für die Stone Faces scheint mit dem 22. Juno zu stehen. Styrumer Strasse 27 im guten, alten Meiderich.  Weitere Details folgen. Tickets an der Abendkasse, bei uns oder beim Dieter von den Stone Faces. Wir proben jetzt besonders tüchtig, damit wir uns nicht gänzlich blamieren! Nächste Probe am 22. März. Neue heimliche pics, unter anderem von sympathischen Spritbrüdern, findet Ihr bei den heimlichen pics hier auf dieser Webpage! Trunkenbolde, vereinigt Euch! 

08. März 2018
Die inkognito-Männer verspüren seit Tagen jugendliches Kribbeln in der Blutbahn. Kommt sie oder kommt sie nicht? Zunächst aber eine Zigarette und ein angeregter Plausch in Zelle 409. Und wieder mal der Hammer. Dagmar ist abermals in der Welt unterwegs und kreist im Orbit. Mit Robert Geissen und Roberto Blanco jettet er von Marokko nach Singapor, während es die inkognito-Kapelle gerade mal nach Meiderich schafft. Aber egal. Ein 1969 vintage fridge ziert jüngst den inkognito-Flur und mischt wacker FCKW in die bekömmliche Stahlwerksluft. Beseelt hauen wir in der kalten Zelle 409 ersma ein paar Songs raus, um auf Temperatur zu kommen, bis ein wollüstiges Klopfen am inkognito-Fenster uns aus der Trance reißt. Tanja ist zurück! Feenstaub glitzert unter der Decke, Fanfaren erschallen. Harmonien und Töne süßer Himmelsruh gleiten leichtfüßig durch den Proberaum. Heckenbraunellen schwirren über unseren Köpfen. Zelle 409 duftet wunderbar nach Milky Way und nach veganer Vollmilch aus ökologischem Eigenanbau. Halleluja. Das Leben ist schön. Und wir sind heiß. Der musikalische Direktor will was hören. Tanja singt hinter dem Lampenschirm und ist glücklich, der Sound ist famos. Nächste Probe spätestens am 15. März.

01. März 2018
In ganz Deutschland läuten die Glocken!

28. Februar 2018
Gefühlte -5 Grad C in Zelle 409. Charmanter Besuch von Ralf von der John Silver-Band! Besten Dank noch mal für den großzügigen Kasten Gerstensaftkaltschale! Highlight des Abends war unsere Darbietung von Cold Desert, das absolut klasse lief und nun really psychedelic klingt. Tanja wird Ohren machen. Nächste Probe am 08. März!
 
23. Februar 2018
Erneuter inkognito-Betriebsausflug nach Dortmund, um zu staunen, wie Physical Graffiti als Led Zeppelin-Coverband gekonnt Kohle verdient. Verdammt gute Unterhaltung. Respekt!

18. Februar 2018
inkognito-Betriebsausflug nach BG zur technischen Abnahme des Bandnachwuchses. Alles in bester Ordnung.
 
15. Februar 2018
Drum Tutorials! Hammermäßige Probe. Eine Milliarde mal Strophe, Bridge und Chorus only von Alive gespielt, nachdem Dirk am Zeichenbrett dem Drumgroove von Alive notiert hat. Das kann man eigentlich niemandem zumuten. Klarer Fall für die Berufsgenossenschaft. Und einmal als finaler Absacker Sweet Child of mine in einer wunderbar fluffigen Rentner-Version. Richtig schön langsam, weil wir einfach nicht mehr konnten. Da lassen wir uns am Sonntag beim Frühstück von Tanja ersma richtig loben. Nächste Probe am 28. Februar!

06.  Februar 2018
Unerhört. Wir erwischen 'Born a rebel' dabei, wie sie gaaanz heimlich unsere Coverversion von Black von Pearl Jam covern. Hui, die wagen sich was, die Halunken von nebenan! ;-) Als wir dann aber loslegen, plötzlich ohrenbetäubendes Schweigen im benachbarten Proberaum. Entweder vor Ehrfurcht oder vor Entsetzen! Sympathy for the devil hat zwischendurch, zumindest nach Olafs fachlicher Expertise, kurzzeitig mal richtig gegrooved, während Dirk wie immer bedeutungsvoll schweigend die Augenbraue lüpft. Und unsere Darbietung von Alive führte gleich wieder zu Schwindelattacken. Das gibt Ärger, wenn Tanja wieder am Start ist… Aber die inkognito-Kapelle denkt an die Zukunft: der 4jährige Neffe vom Drummer, Leo Graf Bross, nimmt schon tüchtig Schlagzeugunterricht und ist bald reif für die großen Bühnen der Welt. Nächste Probe am 15. Februar.

30. Januar 2018
Sensation. Kein 'Black' zum Einstieg, sondern 'Sympathie für den Teufel', gefolgt von einer wunderbaren, airplay-tauglichen Ausgabe von 'Simple Man'. Das angenehme Hochgefühl wurde aber sogleich von 'Alive' vernichtet. Irgendwie war unsere 1 an verschiedenen Stellen. Dafür bekommt 'Sweet Child of Mine' immer mehr Struktur. Symphonischer Höhepunkt des Abends waren drei flawless Versionen von „Sex on Fire“, davon eine mit tüchtig high speed! Symphonischer Abschluss war eine wunderbare 'Black'-Schmuseversion. Nächste Probe auf dem Weg zum Ruhm am 6. Februar.  Ansonsten fehlen dem Blog-Autor heute mal die Worte, denn Donald Trump ist für den Friedensnobelpreis nominiert.

25. Januar 2018
Regentropfen füllen die schwarzen Pfützen vor der Zeche Westende. Nur die Leistungsträger von inkognito sind am Start. Wir proben wie der Teufel, denn wir haben tüchtig Respekt vor Tanjas Rückkehr. Im Rahmen der „Aktion Sorgenlied“ hauen wir unsere musikalischen Sorgenkinder solange raus, bis wir nich‘ mehr können. Selbst „Sex on Fire“ klappt halbwegs, aber die vielen bpm tun den alten Knochen nicht gut. Ansonsten spielen wir altersmilde und gehörschonend. Nächste Probe am 30. Januar.
 
22. Januar 2018
Da ¾ der Kapelle ja schon im besten Alter über 50 sind, befinden wir uns gerade im Vintage- und Slow Motion-Modus. Der Mann an der Gitarre quält uns heiter mit seinem Old School Marshall-Verstärker aus den Seventies, während der Mann am Bass vorschlägt, 'Sweet child of mine' als Schmuseblues darzubieten. Da hat man nämlich länger was von dem schräg-schrillen Intro. Kein Wunder, dass man sich hier Schwindelattacken einfängt. Liegen ja auch genug Kabel und Gitarrenständer auf dem Teppich rum, das man sich ja auch schön die Gräten brechen kann. Ansonsten plant die Kapelle am 18. Februar einen Betriebsausflug inklusive Picknick ins Bergische Land. Nächste Probe am 25. Januar.

11. Januar 2018 Es wird fast mehr geraucht als musiziert. Wir hauen ein paar Songs raus und es klappt halbwegs passabel. Es fehlt die führende Hand am Mikro, die sich aber gerade noch mit Frau Specht und Fräulein Piranha befasst.Nächste Probe am 22. Januar.  So Gott will.

04. Januar 2018
Der Parkplatz der ehemaligen Zeche Westende ist voll. Die guten Vorsätze halten noch ca. drei Tage. Alle feilen an der zweiten Karriere als Musiker, nachdem die erste Karriere im Büro nicht mehr in Gang kommen will. Im Flur zahlreiche Gestalten zwischen Midlife-Crisis und Wahnsinn. Einer hat sogar goldene Schühchen an. Wir sind zu Besuch bei den Stone Faces, die nicht nur sympathisch und gekonnt ein paar Songs raushauen, sondern auch alsbald mit uns auf die Bühne wollen. Dazu brauchen wir aber erst einen fetten Tourbus mit Wickelraum!
   
29. Dezember 2017
Halleluja! Nach fürchterbaren Wochen ohne Probe haben sich zum Jahresabschluss noch mal ¾ der Kapelle zusammenfinden können, um mit ein paar knackigen Songs das Jahr 2017 musikalisch ausklingen zu lassen. Zum Ausgang des inkognito-Jahres gab es also noch mal ein paar harte Gitarrenriffs, schräge Drumgrooves und Headbanger-Material. Leider alles ohne Gesang, denn die beste Nachricht zum Jahresende ist nämlich, dass die inkognito-Kapelle mit Juna (die technischen Daten der jungen Dame folgen noch) sympathischen Nachwuchs melden kann! Das ist doch mal eine zackige Meldung, oder was? Glückwunsch an Tanja und König David! Die Kapelle ist mächtig verzückt. Wir wünschen den inkognito-Fans auf allen Kontinenten nun einen angenehmen und versöhnlichen Ausklang des alten Jahres und einen zackigen Einstieg in ein gesundes und zuversichtliches Jahr 2018. Nächste Probe in alt bekannter Frische am 4. Januar 2018.

28. November 2017
So. Halleluja und dreimal Amen. Weihrauch und Spot on. Flaggen hoch und Fanfaren auf volle Lautstärke. Und Glitter-Kanonen! Der Drummer kann sich heute Abend fett feiern. 100-mal die Bridge von 'Sex on fire' rauf und runter gedengelt. Jedes Mal immer auf der Eins ausgekommen. Ha. Und noch mal Ha! Olaf und Dirk sind Zeugen. Dann noch charmanter Besuch von Born a rebel aus der Nachbarzelle, ohne deren Hilfe, Werkzeug, Charme und Sachverstand wir sonst Tanjas Mikroding niemals hätten montieren können, das jetzt erstmal als Weltraum-Stehlampe tüchtig Eindruck macht. Ansonsten wird jetzt Winter. Der inkognito-fridge ist offline und fortan im Wintermodus, da Zelle 409 jetzt selber lecker kalt ist. Tanja ist auch offline und befindet sich im Nestbaumodus. Nächste Probe am 11. und/oder 13. Dezember.

22. November 2017
Nach den Umbauarbeiten vom letzten Montag und der spontanen und tüchtigen Weihnachtsliedschmetterung am Freitag heute mal wieder eine reguläre und fette Probe mit Tanja und Malcolma Y. Miebach am Mikro. Ein Traum. Ein paar Songs fluppen wie immer grandios, ein paar andere Songs wollen überhaupt nicht wie wir. Bei Alive haben wir alle die Eins gesucht. Wir haben sie auch gefunden, aber halt an verschiedenen Stellen! Dafür berauschen wir uns am Sound im Proberaum, der einfach unerhört gut ist. Nächste Probe am 28. November.

20. November 2017
Der dauerhafte Mangel an Qualität unserer Mucke wird durch blinden Enthusiasmus und jugendlichen Charme wettgemacht. Und wenn das nicht reicht, machen wir ersma ein verdammt wichtiges Gesicht! Auf jeden Fall haben wir soundmässig wieder einen tüchtigen Schritt nach vorne gemacht, nachdem wir unsere Zelle 409 heute neu drapiert haben. Tanja kann nächsten Mittwoch die Renovierungsarbeiten offiziell freigeben und evtl. ihre Männer loben. Vom British Steel Marketing haben wir in der Zwischenzeit die erfreuliche Mitteilung erhalten, dass unser punky x-mas-Video sich äußerster Beliebtheit erfreut (die Briten sind einfach zu höflich um die Wahrheit über unsere Performance zu sagen!). Das Filmchen wird alsbald in allen angesagten Social Media-Kanälen zu sehen sein. Wir werden also doch noch reich und berühmt! Sollte dieser sprachgewaltig-schwachsinnige Blog dann zukünftig abrupt nicht mehr weitergeführt werden, verprasst der Blogautor die fürstlichen Tantiemen großzügig an der Copa Cabana. Oder ist in der Klapse. Nächste Probe am 22. November – da trinken wir erst mal ein Malcolm Young-Gedenkbier. Oder auf den Boris Becker seinen Geburtstach.

17. November 2017
British Steel rocks the house – und zwar in inkognitos rehearsal room just behind the ArcelorMittal rod mill in Duisburg! Charmanter Abend im inkognito-Proberaum mit British Steel Deutschland. Die inkognito-Kapelle ist in nicht nur in voller Besetzung, sondern sogar höchstschwanger angetreten, um British Steel Germany bei der Aufnahme eines kleinen x-mas-Videos zu unterstützen, das als lokaler Weihnachtsgruß um die Welt geht. Wir werden mit unserer Alle-Jahre-wieder-Punkversion weder berühmt noch reich, aber wir freuen uns, wenn alle Spaß daran haben! Wir hatten schon viel Spaß bei der Aufnahme… Besten Dank an die inkognito-Kapelle und für den fulminanten Gesang der drei Damen von British Steel am Mikro. Well done.

13. November 2017
In jedem Mann steckt ein Junge und ein Bastler, aber Ingenieure sind die personifizierte Reinkarnation von Daniel Düsentrieb und des Yps-Heftes. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt - evtl. das Ende vom Zollstock. Gestern wurde gebastelt und geschraubt ohne Ende. Aber mit dem Ergebnis, dass unsere Aufnahmen jetzt doch recht passabel klingen, besonders, nachdem wir ‚Have a cigar‘ etwa 50-mal runtergedengelt haben. Das Tape reichen wir jetzt wacker und frohen Mutes bei einer Plattencompany ein. Komponist ist Olaf Gilmour, der dann die Klagen kassiert, während Dirk und Christoph lustig die Tantiemen abgreifen. Nächste Probe Mitte KW47 - dann wieder mit Tanja, die ihren Phaser hoffentlich nur auf Betäubung eingestellt hat. ;-)

09. November 2017
Seit Wochen keine Probe. Die Tage gehen ins Land. Das Leben plätschert dahin. Heute Probe bedauerlicherweise ohne Tanja, die zu Hause von König David gepflegt wird. In der Zwischenzeit hat sich bei Eurer Kapelle aber dennoch viel getan. Bei einigen Geheimproben haben Dirk und Olaf unser digitales Aufnahmegerät wieder aus dem Keller geholt, damit wir uns auch ja den Mist anhören können, den wir so spielen. Alter, klingt das fürchterbar. Heute haben wir im Grunde nur 'Black' von Pearl Jam runtergenudelt, das wir wacker aufgenommen und gleich als Liebesbeweis per Whatsapp an unsere Frontfrau weitergeleitet haben. Der Song wurde bei jedem Mal (infinitesimal!) besser – man kann sich ja selber alles schönreden. Das Universum ist im Gleichgewicht. Für einen Augenblick. Bis wieder irgendjemand in der Kapelle den Song versemmelt. Dann noch mal kurz 'Have a cigar' runtergedengelt, das im Auto auf der fetten Burmester-Anlage doch gleich mal richtig gut grooved. Fast wie das Original. Aber fast wie The Australian Pink Floyd Show! Aber wahrscheinlich enden wir eh wieder nur irgendwo als unbezahlte Vorband… Der Termin mit den Stones Faces ist übrigens irgendwann im Frühjahr. Bis dahin widmen wir uns ganz entspannt der Aufzucht des Bandnachwuchses. Ansonsten hat ein angenehmer Flurplausch mit Dagmar, Dieter und Silvio Berlusconi den Abend abgerundet.  Nächste Männerprobe ersma am 13. November und am 22. wieder mit Tanja!  In dem Sinne – das Leben ist schön und kommt von vorne.

04. Oktober 2017
Irgendwo in der Zeche Westende fällt krachend eine Stahltüre ins Schloss und hinterlässt eine ohrenbetäubende Stille. Das war der Plattenboss, der kopfschüttelnd aus unserem Zellentrakt zu seiner Stretchlimo geflohen ist, nachdem er sich den Müll anhören musste, den unsere Kapelle heute Abend hingelegt hat. Alter, schauderhaft. Das hätte man nicht mal einem Tauben vorspielen können, wie unser musikalischer Direktor erzürnt feststellen musste. Waldorf und Statler bekommen sich hormonbedingt mal zwischendurch freundschaftlich in die Haare, was beim Rest der Kapelle für angenehme Erheiterung sorgt. Passt aber alles ins Thema, denn das lauschige Konzert mit den Stone Faces am 6. Oktober fällt leider aus, da deren Drummer Dieter überraschend erkrankt ist. Das Konzert der Stone Faces wird zeitnah nachgeholt, die Tickets behalten natürlich ihre Gültigkeit. Sorry für die kurzfristige Absage, Leute. Unser Job als Anheizer ist also nur auf Eis gelegt. Also können wir noch wacker proben und unsere Setlist zum 100. Mal umbauen. Für den Fall, dass wir dann im Januar spielen sollten, suchen wir noch eine furchtlose Hebamme oder einen unerschrockenen Babysitter, der die kleine Rockerbraut betreut.

02. Oktober 2017
Harte Arbeitsprobe unter extremsten psychischen und körperlichen Bedingungen. Bassist und Gitarrist haben fett die Peitsche in der Hand. Zielstrebig wird die Kapelle auf Spur gebracht und nach vorne getrieben. Selbst die üblichen Regeln zum Schutz von Müttern Mitte 30 mit Bäuchlein werden sträflich missachtet. Wie immer auch kein Mitleid mit dem Drummer, dem der Schweiß in die Ritze läuft. Also. Aber ein sympathischer Lichtblick, als unser sympathischer Nachbar aus dem Zellentrakt an die Stahltüre von Zelle 409 klopft. Frank Woytena, immerhin Schlagzeuger der Duisburger Kultband Meiderich Gefühlsecht und ausgewiesener RHCP-Experte, gefällt nämlich unsere Darbietung von Otherside, die wir anscheinend ganz ordentlich rausgehauen haben. Ha, der Mann kennt sich also aus! Nächste Probe am 4. Oktober! Dann wird die Setlist zum x-ten Mal umgebaut und ein externer Consultant soll auch noch hinzugezogen werden.

28. September 2017
Verzögerter Einstieg in die Probe nach mehreren Gerstenkaltschalen und Kippen auf den abgewetzten Treppenstufen der Zeche Westende. Der Bassist während der Probe wie immer unergründlich (nicht geschimpft ist Lob genug!) und quengelig (da ist noch Luft nach oben!). Dann Fine-tuning mit den führenden Faces von den Stone Faces, damit am 6.10. ja alles klappt! Alter, wir werden uns tüchtig blamieren. Gut, dass uns keiner kennt. Und gut, dass auf den Tickets der Name unserer Kapelle falsch geschrieben ist. Da können wir uns gut rausreden (das waren wir doch gar nicht!). Tanja kann sich ja elegant hinter Bauch und iPad verstecken. Der Drummer spielt am besten mit Burka…. Olaf war zum Ende der Probe nicht mehr ansprechbar, da er auf Knien liegend verzückt Dagmars Klampfen angeschwärmt hat. Und da der Drummer der Kapelle bislang noch von keinem Headhunter für den Job von Hugh Hefner angesprochen wurde, muss er sich am 6. wohl hinter Dieters Drumset klemmen. Wer noch keine Tickets hat – gibt’s noch an der Abendkasse, Styrumer Strasse 27, 47138 Duisburg, ESV Grün-Weiss Meiderich. Nächste Probe am 2. Oktober, wenn Gordon Matthew Sumner und Fred Lutterbeck Geburtstag haben. Vielleicht hilft’s.

13. September 2017
Van Goghs Sonnenblumen schauen durch die Gitterstäbe auf die Stahlwerksruine. Das Ohr hätte er sich auch nicht abschneiden müssen, denn die Probe war recht lässig.  Und fünf neue Kästen Bier zieren unseren lasziv roten Teppichboden. Nächste Probe am 28. September.

12. September 2017
Menno. Die Rolling Stones spielen fett vor vollem Haus in Hamburg, wir spielen bescheiden in Meiderich und keine Sau hört zu. Ist auch besser so, denn gestern war die Probe – trotz der heißen Schallplattenunterhose vom Drummer – eher mittelmäßig. Der Rest der Kapelle hat zu Recht geschimpft. Morgen wird’s besser. Vielleicht. Jetzt ab im Bett.

08. September 2017
Herrlich, nach so viel Wochen der Abstinenz den Proberaum wieder mit wohlklingenden Tönen zu füllen. Alle Mann waren vom Sound überwältigt, die meisten Songs klappten, trotz des wochenlangen Müßiggangs, dennoch quite good. Der Drummer, als Mann einfacher Denkstruktur, zumindest war zufrieden mit dem Ergebnis der heutigen Probe und stellt beim kleinsten Lob sofort jegliches weiteres Üben ein. Auch Olaf konnte den ganzen Abend frohlocken und hat sich an der mächtigen Schallentwicklung seines Gerätes erfreut. Nur der Bassist hatte wie immer was zu mosern! „Es ist noch Luft nach oben.“ Jajajajajaja. Egal. Dann noch ein angenehmer Schwatz mit den Nachbarn von den Stone Faces und ein paar Bierchen. Was will man mehr? Beste Performance jedoch von Tanja, die mit ihrem Ranzen einfach umwerfend aussah. Damit auch der Bassist glücklich wird, proben wir nächste Woche Montag, Dienstag und Mittwoch (bis die Ehefrauen davon erfahren).
 
08. August 2017
Eure inkognito-Kapelle ist ganz entschieden gegen Massenbierhaltung. Deswegen haben wir heute viele von den armen Kreaturen aus den Kühlschrank befreit. Nicht aber der Drummer, der war nämlich unpässlich. Und Madame weilt ja noch immer auf Mallorca, also haben die inkognito-Herren eine softe und leise Kuschelrockprobe veranstaltet, da Tanja uns mit ihrem Organ ja nicht an die Wand blasen konnte. Ansonsten haben wir auch geübt, für unseren Auftritt am 6. Oktober ein unerhört wichtiges Gesicht zu machen! Jetzt ersma alle Mann Urlaub und Entspannung und alle Regler fett nach rechts. Nächste Probe braun gebrannt in voller Mannschaftsstärke am 5. September. Wisst Ihr Bescheid.
 
03. August 2017
Tanja ist auf Mallorca und schickt uns fiese Fotos von nackten Körperteilen und lauschigen Sonnenuntergängen.  Wir wünschten, wir wären auch auf Mallorca, aber stattdessen sind die inkognito-Männers in Zelle 409 tüchtig am üben dran! Einer muss ja hier Leistung zeigen, wenn Madame im Sabbatjahr abhängt. Gestern war übrigens Donnerstag, Frau Kargl.  Seltsam ohne Gesang zu proben, aber nach ein paar Stunden haben wir uns berappelt und es läuft halbwegs rund!  Jetzt ersma Sommerloch. Nächste Probe im August noch mit die Männers, erst im September wieder mit voller Truppe.

23. Juli 2017
Meiderich, 17.2 Grad. Der Wind jagt die weißen Wolken über dem Ruhrpott her. Die Frisur hält. „When you think you are too old to rock’n’roll, then you probably are“ (Lemmy Kilmister). Wir sind nicht too old, sondern so fit, dass wir sogar lustig sonntags proben! Aber Dirk ist still vom Gelage am Vorabend. Die Kapelle hat sich schon gewundert, warum er zum Wasser greift… Olaf war bei Schwiegermuttern und hat einen fetten Braten im Ranzen. Genau wie Tanja. Wir hauen ein paar Songs raus, die halbwegs funzen. Ein junger Mann mit zotteligen Haar, glasigen Augen und großen Pupillen stakst in fleckiger Hose über den Hof auf der Suche nach trockener Katzenkacke, da die Kohle wohl nicht mehr für Gras reicht. Tanja, die coole Bitch, verabschiedet sich nach der Probe nich‘ nur in die Sommerferien Richtung Mallorca, sondern auch noch in den Mutterschutz, Sabbatjahr und so weiter. „Für sie gibt es nun keine Wochentage mehr“. Boah. Echt.
 
20. Juli 2017
Nach hundert Jahre Proben scheint ‘Sex on Fire’ langsam was zu werden. Gestern haben wir (zufällig) die beste Version ever hingelegt, als der Mann am Schlagzeug mal einen guten Moment hatte. Leider war gerade kein Plattenboss mit Vertrag in der Nähe. Ebenso haben wir gestern eine mördermäßige Version von ‚Simple Man‘ rausgehauen. Hammer. Auf jeden Fall ist unsere Mucke ein äußerst bekömmlicher Jungbrunnen, der Kraft und Selbstvertrauen spendet, denn Olafs Erkältung war nach der Probe wie weggeblasen.

13. Juli 2017 - bad vibes in the house heute!
Was’n los? Der Bassist holt den Gitarristen angeblich vom Augenarzt ab, dabei waren die beiden doch vorher bestimmt nur die falschen Drogen konsumieren, die Gangster. Und auch noch ohne die restliche Kapelle! Die ganze Probe dann nur Pöbelei! Also. ;-) Ansonsten trägt Tanja seit neuestem keine hochhackigen Kufen mehr, sondern fancy pregnancy safety-shoes, damit der kleine Rockstar in the womb auch vibrationsfrei mit wenig db durch die Probe kommt. Und während die Männers der Kapelle ja nur 30 Tage Jahresurlaub haben, gönnt sich Madame wacker 6 (sechs!) Wochen Summer Holidays. Geil. Die Sau. 
 
11. Juli 2017 - tüüüüchtig fette Probe.
Wir sitzen draußen auf der Treppe der Zeche Westende und schnappen ein wenig leckere Ruhrpottluft. Verstört lauschen wir einer radikalen Death Metal-Darbietung einer unbekannten Band, die so nie Karriere machen wird. Genau wie wir. Klingt mächtig destruktiv und schwer nach Darmverschluss und  nach dringend notwendiger 1:1-Betreuung. Jetzt brauchen wir ersma eine mehrwöchige Delfintherapie! 06. Juli 2017 – It’s hot unter’m Rock, baby.
Truth is harder than fiction! Gestern geisterten doch die schlüpfrigsten Gerüchte durch die dunklen Flure der Zeche Westende. Also.
Wir sagen nur: Kelly Trump und die Tutti-Frutti-Kirsche… Beten Sie mit uns, dass das wirklich nur Fiktion ist. Weitere, schlüpfrige Details werden nur unter vier Augen und unter dem Deckmantel der allergrößten Verschwiegenheit ausgeplaudert, Freunde. Weniger Fiktion, dafür komplett real war die hammerharte Probe Eurer hammerharten inkognito-Kapelle. Im schwül-warmen Proberaum gingen uns die Songs einer nach dem anderen wacker von der Hand. So haben wir die allerknalligste Alive-Version jemals ever von Pearl Jam rausgehauen. Und selbst Sex on Fire von den Kings of Leon fluppte heute tüchtig geschmeidig. Groovy 9000. Wir sollten weniger proben! Ansonsten bestünde nämlich die Gefahr, dass sich unsere musikalischen Unvollkommenheiten immer mehr einschleichen, bis alle Bandmitglieder sie nachher perfekt beherrschen! Kurze Aufregung, als plötzlich eine hotte und kurvenreiche Schnitte über den Hof stelzt, die unserem Bassisten bis dato noch nicht vor die Flinte gelaufen ist. Zum Schluss grüßte noch freundlich der Tastenmann von den Stone Faces mit dem Pommesgabel-Devil-Gruss durch die Gitterstäbe, als wir unseren Gassenhauer Song 2 rausgerotzt haben. Für den Mann mit dem Plattenvertrag: nächste Probe am 11. und 13. Juli!

14. Juni 2017 - Freie Fahrt für freie Bürger....
Alter. Während am 14. Juno 100 % aller Verkehrsteilnehmer in NRW bei 29.2 Grad Celsius stundenlang auf dem schwarzen Asphalt gestanden haben, ist unsere westfälische Gazelle mit Zwei-Mann-Antrieb leichtfüßig in einer seidenen Camouflage-Tunika und römischen Radsport-Sandälchen tüchtig geschmeidig an uns vorbei zum Proberaum geradelt. Ganz saubere Leistung. Trotzdem Doping. Draußen auf’m Parkplatz ein sympathischer Pulk hormongeladener inkognito- und born-a-rebel-Männers im besten Alter samt abgelaufenem Frankenheim-Alt. Da es im Proberaum angenehme 29.1 Grad waren, sind wir ersma alle rein. Richtung Kühlschrank versteht sich. Wir hauen ein paar Songs raus, die nach Meinung des musikalischen Direktors D., der diesen Blog ja nie liest, ganz gut funzen. Zum Thema Iggy Pop und The passenger: aufgrund seiner dynamischen bis exzessiven Bühnenpräsenz erlangte Herr Pop, der aus unbekannten Gründen seltsam humpelt, den Ruf eines exaltierten Künstlers, also fast wie Herr Plocki aus MH/R. Im März 2010 wurde Iggy Pop in Anerkennung seines Schaffens in die Rock’n‘Roll Hall of Fame aufgenommen. Also, das wird bei uns aber noch dauern, Freunde, denn der verdammte Song bekommt bei uns noch nich‘ die Kurve. Dafür klappt der Rest der Setlist ganz gut. Manchmal. Hier und da. Bis zum 6. Oktober, wo wir als Vorband der berühmten Stone Faces ran müssen, sind’s ja noch ein paar Tage und einige Monate probefreier Zeit. Deep Purple haben kürzlich in Dortmund auch mächtig schräg gespielt. Kein Thema, können wir auch. Zu dem Zwecke planen wir jetzt Lovesong in einer Version zwischen The Cure und Adele zu vergewaltigen. Herr, steh uns bei. Ansonsten dachten wir,  wir würden bei unserer heutigen Probe heimlich und unerkannt unter dem Radar fliegen. Von wegen. Draußen vor unseren drei ungeputzten Fenstern tummeln sich die Cracks von Trijahnity auf einer Bier besuldelten Ikea-Holzbank und lauschen unseren Versuchen. Da sie unsere Songs alle erkannt haben, können wir also nicht allzu viel verkehrt gemacht haben. Nächste Probe im Juli. Bis dahin bleiben wir alle gesund und Mensch. Und es gilt weiterhin das Motto: Werde ruhig und erwarte nichts.

08. Juni 2017
Groovy 9000. Die ersten fünf Songs des Abends knallen gut weg. Selbst 'Sex on fire' wird immer runder und fetziger, bis der Drummer wieder mal bei diesem Mittelteil abkackt. Die einzige Ausrede, die der Drummer parat hat, wäre die optische Halluzination durch Tanjas fancy Chinese pregnancy shirt. Zieht wahrscheinlich nicht?

06.  Juni 2017 - Alter, was für Neuigkeiten!
Zwei Ereignisse markieren den heutigen Abend. Als erstes müssen wir die Freundschaft zu Born a rebel fristlos kündigen. Die inkognito-Kapelle hält sich in aller Bescheidenheit für die beste Coverkombo im ganzen Flur und die Burschen von nebenan machen sich einfach über uns lustig. Ts. Und dann wird noch behauptet im Blog würde nur gestrunzt. Also. Von wegen! Aber Highlight des Abends: König David hat seinen besten Krieger in die Schlacht geschickt! Tanja singt jetzt für einige Zeit zweistimmig.

23. Mai 2017 - das Leben ist schön
Die Zeche Westende, hier, wo Jahrzehnte lang wacker malocht wurde, empfängt uns mit einer unter gehenden Sonne. Zudem sitzen zwei aparte Damen samt Pizza made in Mülheim und selbst gehäkelter Faire-Trade-Handtasche im Yanonami-Style auf den ausgetretenen Stufen des Kompressorenhauses. Neben der inkognito-Stahltüre türmen sich aber bedauerlicherweise die leeren Bierkästen. Ts. Da muss eine Lösung her. Alsbald. Es folgt der klassische Einstieg. 'Black' von Pearl Jam. Das hat mittlerweile Tradition. Leck mich fett. Der Song geht gut nach vorne. Wir hauen noch ein paar Songs raus, bevor Olaf glücklicherweise 'Sex on Fire' abwürgt und der Drummer so nicht in den zweifelhaften Genuss dieses beschissenen Auftakts kommt, der mitten im Song nie klappt. Danke und Hallelujah. Wenn’s nach dem Drummer ginge, würde ab sofort eh nur noch 'Creep' und 'Song 2' gespielt. Dirk, der diesen Blog ja nicht liest und über den wir hier eigentlich gnadenlos herziehen könnten, bürdet der Kapelle einen Song nach dem nächsten auf. Einfach so. Der wagt sich was, der musikalische Direktor. Wir kommen kaum mit. Aber wir haben Spaß an der Freude. Und sonst hat der Drummer heute seine neue Brille im Rheinufertunnel entsorgt. Das war sehr clever. Ungefähr so wie das Ölen einer Bremse. Spenden können unter die inkognito-Stahltüre geschoben werden (nur Scheine bitte). Olaf und der Drummer sind heute zwar standesgemäß  in kurzer Hose erschienen, aber Tanja im zackigen und kurvenreichen Led Zeppelin-T-Shirt  war heute unschlagbar. Nächste Probe am 29. Mai. Wisst Ihr Bescheid. Und Chris Cornell wünschen wir RIP. 

11. Mai 2017
The world is crazy. Nicht nur das Klima, Ergodan, Trump, Kim Il Jung und der Erdmagnetismus sind nicht ganz bei Trost. Nein. Es kommt noch schlimmer. Spot on! Unsere Tanja will für 3 (drei!) Wochen keinen Alkohol trinken. Geht so was überhaupt!?!? Die Kapelle macht sich nun die allergrößten Sorgen. Entweder ist das Kind ernsthaft krank oder die Kapelle muss ein  förmliches Band-Ausschließungsverfahren in die Wege leiten. Immerhin gibt es ungeschriebene Band-Regeln, von denen eine lautet, dass man seine Kameraden niemals alleine trinken lässt. Semper fi! Kann ja wohl nicht sein, dass die Männer der Kapelle die Hopfen-Smoothies jetzt allein trinken müssen. Wir denken aber, dass Tanja sich zum Wochenende wieder erholen wird und die Korken dann tüchtig knallen. Wahrscheinlich schon heute Abend gegen 17 Uhr 05 und 12 Sekunden. Zweites Highlight des Abends war die Sangeskunst des Drummers. Unglaublich. Donnerschlag. Die Blitze draußen war nicht etwa vom Foto-Apparat eines geistesgestörten Talentscouts, sondern hier hat sich der Musikgott wohl ernstlich über die schrägen Töne erzürnt. Wirkliches Highlight des Abends war aber ein Gras geschwängertes open air Tischtennisturnier im äußerst knappen Minirock mit nachfolgender und spektakulärer Zero-Hygiene-Putzung unseres Zellenblocks. Es lässt sich kaum in Worte kleiden. Ein wirklich ernst zunehmendes Highlight des Abends war dann aber unsere Performance von 'Along Comes Mary'. Holla, die nackte Waldfee. Und bei 'Cortez the Killer' müssen sich unsere Born a rebel-Freunde mal langsam warm anziehen!  Wir holen tüchtig auf.

04. Mai 2017 - im Jahre des Herrn, versteht sich
Die Kapelle der Rastafari-Brüder aus 1001er Nacht von der oberen Etage verbreitet wieder wacker und gekonnt (!) angenehmes Jamaika-Feeling, bevor die sympathische Truppe in ihrem neuen, tiefer gelegten Trijahnity-Tourbus voll bepackt auf dem Weg zu einem unbezahlten Gig in die laue Nacht entschwindet, die über der verlassenen Zeche Westende wacht. Bei uns unten im Flur schlurft derweil ein anderer Rasta-Genosse grußlos-apathisch mit selbst gehäkelter und mördermäßiger Bob Marley-Mütze vorbei, die mindestens 5,2 Kilo wiegt und die über glasigen Augen schwebt. Ein Riesending. Die schwere, ölige Grasfahne, die der liebenswerte, aber irgendwie bedauernswerte Nachbar auf dem Weg zum links liegenden Herren-WC torkelnd hinter sich her zieht, hat sich bis heute noch nicht auf die schmutzigen Fliesen gesenkt. Eine Mörder-Wolke, die immer noch träge rumwirbelt und vielen ahnungslosen Fliegen wunderbare und farbenfrohe Träume beschert. Wir konnten aber kurz an der mächtigen Wolke schnuppern, was neben unserer Wiedersehensfreude eine enorme künstlerische und vor allem kostenfreie Entfaltung bewirkt hat. Denn wir haben eine recht vernünftige Probe auf die Beine gestellt. Alles hat – zumindest nach der bescheidenen Meinung des Drummers, der heute verspätet eingeflogen ist – doch recht gut gefunzt. 'Along comes Mary' von den Bloodhound-Brüdern wird noch ein weiterer Knaller auf dem Weg zur Welttournee. Draußen auf’m Parkplatz tatsächlich ein paar neugierige Zuschauer, die mit großen Augen und Ohren interessiert durch unsere inkognito-Gitterstäbe glotzen und lauschen. Zwar hat keiner applaudiert, aber es hat sich auch keiner beschwert. Aber sie waren interessiert. So. Bei 'Cortez the killer' mutiert Olaf aber so was von zu Warren Haynes! Bis auf den Ranzen und die Matte könnte man meinen, wir alle spielen live im NYer Central Park. Cortez hat im ersten Wurf schon fast so gut geklappt wie bei den Born a rebel-Nachbarn, die uns ja ständig kopieren, die alten Plagiateure. Also. Ins Programm aufnehmen werden wir aller Voraussicht nach 'The Passenger'. Nicht, weil der Song ganz schmuck ist, sondern weil Olaf das gleiche Six Pack wie Iggy Pop hat. Und ein Lob heute nicht nur für unsere Mikro-Queen Tanja, die es seit dem 8. April 2015 mit uns schrägen Männern im besten Alter aushält, sondern auch an Dirk, der mit Golf-Tennis-Maus-Arm dennoch tüchtig an seinem Bass zupft und seinen fehlerfreien Soundteppich legt. Nächste Woche – sofern der christliche Gott der Leitkultur will - zweimal Probe und sofern der Zahnarzt bei Tanja nicht zu doll bohrt.  Der Band liegt übrigens noch keine Reisebericht aus London und vom Heiratsantrag vor...

13. April 2017, Gründonnerstag.
Ein hellblauer Himmel liegt über der Zeche Westende. Der Parkplatz komplett verwaist. Nur die Leistungsträger Eurer inkognito-Kapelle feilen an der zweiten Karriere, da die erste Karriere wahrscheinlich irgendwie nich‘ mehr in Schwung  kommt. Und da Stress nur der Leistungsschwache kennt, haben wir gleich einen fetten Riemen auf die Orgel gelegt. Mit 'Along comes Mary' ging’s gleich tüchtig nach vorne. Selbst 'Sex on Fire' hat heute mal gut gefunzt. Hahaa! Wir haben die Songs heute einfach runtergehauen und das Motto „Nachdenken schadet“ ins Leben gerufen. Die inkognito-Lampe wirft psychodelic patterns an die ceiling. Und die Hopfen-Smoothies schmecken mit jedem Schluck besser. Alles fluffig. Nächste Probe aber erst am 4. Mai. Die ganze inkognito-Kapelle ist bis dahin aber mördermäßig gespannt, von welchem ausgeklügelten Heiratsantrag Tanja uns dann berichten wird. Jetzt wünscht Euch Eure ungemein sympathische inkognito-Truppe aber ersma dicke Eier!

11. April 2017
Die goldene Abendsonne wirft tiefgelbes Licht wie flüssiges Eisen auf die ehemalige Zeche Westende. Im Flur wirft sich dann aber ein olfaktorisches Drama auf die Nase das seinesgleichen sucht. Alter, schnell Nase und alle Türen zu und nichts wie weg. Ersma eine Kanne Bier als Gegenmaßnahme. Trotz des Aroma-Alarms aus den WCs dann aber wieder eine zackige Probe. Wir werden noch mal tüchtig reich und berühmt.
  
06. April 2017
Arbeitsprobe. Wir spielen 4 Songs, zwei davon aber 1000-mal. Langweilig für Tanja, aber die inkognito-Männers sind nachher halbwegs zufrieden. Jetzt ersma Wochenende.
 
30. März 2017
Keine Probe. Tanja hat Lehrerschnupfen und die schlimme Fuck Off-Krankheit. Eine fürchterliche, kaum heilbare und immer wiederkehrende Erkrankung.
 
28. März 2017
Der Meister am Bass heute aber so richtig auf Krawall gebürstet. Die wilde Rockermähne kurz geschoren, das T-Shirt hochgekrempelt, ein Song nach dem anderen wird durchgeprügelt und gestrichen. Nur kürzeste Nikotinpausen und gleich wieder an die Instrumente. Jetzt braucht die Kapelle einen handfesten Mediator! Nächste Probe am 6. April, also kaum Zeit um zu Üben und einer Abmahnung aus dem Weg zu gehen. Aber jetzt ersma Wochenende, Freunde!

21. März 2017
Die Ingenieure der Kapelle montieren das kickdrum-Mikro und präsentieren Tanja dabei wacker das üppig behaarte und wenig von der Sonne verwöhnte Maurer-Dekolleté. Sehr apart. Der Drummer lehnt sowas ja aus religiösen Gründen heraus ab und hat sich die Boxershorts zur Sicherheit zünftig bis unter die Achseln gezogen. Sicher ist sicher. Der Mann von Welt zeigt ja keine nackte Haut. Auf jeden Fall hat die kickdrum mit einem amtlichen Audix D6 jetzt noch mehr Wumms. Bedauerlicherweise hat Euer inkognito-Chronist aufgrund einer hohen Arbeitsbelastung aktuell Schwierigkeiten mit der Memorierfähigkeit, so dass weitere Eskapaden hier und heute ungenannt bleiben müssen. Ab der nächsten Probe wird wieder alles notiert, damit die Nachwelt diesen mörderwichtigen Blog auch ja lesen kann.

14. März 2017
Leck mich fett. Eine Band mit Ingenieuren, einer freien Radikalen und einem Drummer einfacher Denkstruktur. Eine brodelnde Mischung. Eine fröhlich schillernde Fehlfarbe, die unsere sympathische Truppe abrundet. Manche Bands spielen alles aus dem Bauch, andere wiederum alles vom Blatt. Aber nich‘ Eure inkognito-Kapelle. Während sich ¾ der Kapelle über Päckchen und Takte unterhalten, versucht der Schlagzeuger halbwegs erfolgreich ein schlaues Gesicht zu machen. Wenn das so weitergeht, kommt ab sofort ein Zeichenbrett mitten in den Proberaum, Freunde. Samt Rasierklinge, damit man entweder die falschen Tuschestriche abkratzen oder sich vor Verzweiflung die Pulsadern aufschneiden kann. Aber ein tüchtiger Tusch und dreifach Hurra! Nach zwölf Anläufen, 4 Bier und 6 Zichten hat 'Sweet Child of Mine' dann aber endlich gefunzt. Das musikalische Resultat der nächsten Proben muss mit mehr Hopfen-Smoothies untermauert werden, damit die Lockerheit passt. Die Muse muss alkoholisiert werden. Nächste Probe, so Gott will, am 22. März!

07. März 2017
Standesgemäßer und sympathischer Start der inkognito-Probe mit Champagner und Zichte. Aber dann volle Konzentration auf die perfekte Ausführung der Songs mit all ihren Raffinessen. Der musikalische Direktor lüpft schon mal die rechte Augenbraue und verlangt volle Aufmerksamkeit . 100 % Anspannung bis in die Haarspitzen – bis einem der Männer auffällt, dass unsere Dame am Mikro ja neue Unterwäsche am Start hat. Hör mal, ganz lasziv. Nix mehr mit Konzentration. Only distraction. Danncha gign nix merh. Keinre kontne sihc mher odrentlihc kontenzrieren. Hiu. Alel Sonsg gignen schfie. Veradammt! Bestimmt von Victorias Secret und aus schwarzer, glänzender Spitze! Na ja, afu jden Flal, hta dnan 'Along comes Mary' retch gtu gekalppt. Zumdindest dei ertsne 10 Seuknden. Riesen Dinger. Den Song spielen war ja ohnehin nur,  weil das Cover der Platte 'Show us you hits' so ungemein interessant ist. Und Olaf hat zum Geburtstag ersma wacker aufgerüstet. Neues Besteck aus samtmattem Mahagoni. Und der musikalische Direktor geht in ein sehr interessantes Sportstudio, das auch zum Thema des heutigen Abend passte. Auch alles sehr schlüpfrig. Das muss bei der nächsten Probe alles noch mal näher beleuchtet werden. Der Drummer hat von alledem wie immer nichts mitbekommen.
 
28. Februar 2017
Eine Probe für faule Säcke und Säckinnen. Nur dreieinhalb bis fünf Songs und noch schlecht gespielt obendrein. Dafür ein mehrstündiger, wissenschaftlicher Exkurs von René, der uns dazu gebracht, nun doch keine Lautsprecher zu kaufen. Dafür haben wir jetzt in der Kapelle drei Leute im besten Alter. So. Wo ist mein Bett?  22. Februar 2017 Die Gaslampen des Stahlwerks spiegeln sich in schwarzen Pfützen. Im Flur empfängt uns das typische, komplexe Aroma aller Proberäume. Gras, Pipi, Bier. Ein olfaktorischer Traum. Wie angekündigt, war unsere Zelle 409 natürlich vorgeheizt. Soviel Luxus muss sein. Tanja hat heute einen sympathischen Mann an ihrer Seite. König David wundert sich, dass ein Proberaum aufgeräumter sein kann als ein Lehrerzimmer voller chaotischer Pädagogen. Tja, was soll man sagen. Wir hauen ein paar mittelprächtige Songs raus. Selbst 'Sex on Fire' klappt halbwegs, mit 'Sweet Child of mine' sind wir auf einem guten Weg, wenn der Gitarrist nicht ewig zu schnell beginnen würde, den Drummer mitreißt und der sich dann wie immer eine tüchtige Schelte vom musikalischen Direktor einfängt. Wir verlassen die heiligen Hallen mit ihren Düften, die uns jetzt auf dem Weg nach draußen verabschieden. Nächste Probe am 28. Februar, wenn der Drummer 49 Jahre und 364 Tage jung ist!

16. Februar 2017
Keine Probe. Der Drummer hat gekränkelt und fängt sich jetzt mindestens eine schriftliche Abmahnung ein. Als Beschwichtigung bringt er nächsten Mittwoch lecker Bier mit und wird den Proberaum vorheizen.

09. Februar 2017
Halleluja. Nach herrlichen Wochen ohne die Kings of Leon musste heute ja unbedingt wieder die Sex-Rassel rausgekramt werden. Irgendein vorlautes inkognito-Bandmitglied wollte partout 'Sex on Fire' spielen. Aber siehe da! Obwohl sich der Drummer wochenlang und erfolgreich vor diesem hektischen Song gedrückt hat, haben wir heute Abend plötzlich eine der besten versions ever rausgehauen! Nicht nur Hammer, sondern auch flawless. Über 'Creep' müssen wir nicht mehr sprechen. Das spielen wir nicht nur besser als unsere Nachbarband, sondern auch besser als Radiohead. So! Ebenso wie 'Whole lotta love'. Nochmal so! Das muss mal in aller Bescheidenheit gesagt werden. Und dann gab es noch Ersatzinvestitionen beim Drummer. Das Yamaha DTX wurde auf eBay veräußert, dafür gibt es nun ein amtliches Audix D6 für die Kickdrum. Mit dem neuen Subwoofer, den wir alsbald nebst neuer PA erwerben werden, kommen dann die fetten vibrations. Aber das neue Credo (der über 50-jährigen in der Band!) lautet ja, dass wir ab sofort in Wohnzimmer- und Hörgerätelautstärke spielen wollen, um mehr Dynamik zu erreichen. So was können sich nur Ingenieure ausdenken. Mal sehen, wie lange das anhält, bevor der Gitarrist (auch Ingenieur!) wieder den Volume-Regler nach oben dreht.
 
07. Februar 2017
Graue, schwere Regenschleier hängen in der alten Stahlwerksruine und verbreiten eine morbide Stimmung. Das Leben ist kurz. Nicht schön, aber leider die Wahrheit. Also sollten wir nicht unsere Zeit damit verbringen, sinnfreie Blogs zu schreiben oder diese auch noch zu lesen, sondern das zu tun, was wirklich wichtig ist. Zum Beispiel Bier trinken, eine rauchen und Musik machen! Jawoll. Haben wir heute wieder tüchtig zelebriert. Trotz Grippe ließ es sich unser musikalischer Direktor nicht nehmen, die Kapelle anzutreiben! Am Ende der Probe ein fesselnder, wissenschaftlicher Exkurs von René zwecks neuer Beschallung, nachdem wir bei der John Silver-Band und auch bei Born a rebel Blut geleckt haben. Was für ein Sound. Zum Niederknien. Göttlich. Das wollen wir jetzt auch haben. Nachdem sich Eure inkognito-Kapelle gegen einen Banküberfall entschieden hat, werden nun andere Wege beschritten, neues Equipment zu finanzieren. Olaf hat nämlich alsbald Geburtstag und seine holde Gattin sucht noch ein ordentliches Geschenk! Das weiß sie vielleicht noch nicht, aber das ist jetzt Olafs Problem.
 
21. Januar 2017
Erneuter Betriebsausflug bei Eurer unerhört sympathischen inkognito-Kapelle. Diesmal aber nicht zur John Silver-Band eine Häuserecke weiter, sondern zu G und G nach Marxloh, Ortsteil Istanbul. Zwischen ungezählten muselmanischen Bazaren aus dem Morgenland duckt sich seit 30 Jahren in einem Hinterhof ganz bescheiden Goddinger + Goddinger. Eine kleine, familiengeführte Musikalienhandlung, die durch bodenständigen Charme besticht und an einen Kleinkrämerladen erinnert, wie er im alten, ehrlichen Ruhrpott der 60er Jahre üblich war. Der Kaffee ist gut und hilft nach einer harten Woche im Job die faltigen Augenlider oben zu halten! Wir leihen uns eine schmucke PA mit fettem Subwoofer, die mehr PS hat als unser Gerät und erwartungsgemäß einen halbwegs ordentlichen Klang entfaltet. Jetzt müssen wir nur noch eine Bank finden, die selbst wir einfachen Gemüter in der Lage sind, unauffällig und ohne Konsequenzen zu überfallen. 

20. Januar 2017
Lob vom musikalischen Direktor! Nach seinem anspruchsvollen Geschmack hat die Kapelle heute 'Sympathy for the devil' ganz famos rausgehauen. Selbst der Drumgroove gefiel. Seltsam, da der Mann am Drumset heute nur Wasser getrunken hat! Bei 'Turn the page' aber ein kurzer Alzheimer-Anflug bei Tanja, der mit westfälischem Witz gekonnt durch eine freihändige Rap-Einlage kompensiert wurde! Kann nicht jeder. Olaf hat aktuell eine Klampfe am Start, die aus dem Jahr 1974 datiert, mehrfach geflickt ist, aber immer noch tüchtig Dampf produziert. Klampfe Nummer 1 ist nämlich in der Inspektion. Kurz vor der Sperrstunde wieder mal eine überaus brettharte Version von 'Whola lotta love'. Das Ding fliegt so gut wie jedes Mal wie ein geölter Sputnik. Der Song dient mit unserem selbst gebauten Mörder-Outro zudem als eleganter Rauswerfer, wenn wir demnächst die großen Ruhrpott-Bühnen rocken. Am 6. Oktober soll es nämlich so weit sein, wenn wir mit den Stone Faces bei Grün-Weiss-Roland-Meiderich tüchtig Gas geben.  Sympathische Groupies dürfen sich jedereit über unsere Adresse info@inkognito-coverband.com bewerben.

13. Januar 2017
Betriebsausflug bei Eurer inkognito-Truppe. Im Schatten des ehemaligen Hüttenwerks Meiderich betreten wir die heiligen Hallen der John Silver-Band. Ein Ort nach unserem Geschmack zwischen Tonstudio, Sammelsurium und Antiquariat. Eine Schatztruhe an Instrumenten, Boxen, Mischpulten von amtlicher Qualität. Fettes Besteck! Und Tatsache – die Jungs sind nur nicht ungemein sympathisch und distinguiert, da sie eifrig den kultivierten inkognito-Blog lesen, sondern machen mit ihrem Equipment auch noch tüchtig Qualm. Die Burschen sind alles alte Hasen, denen keiner die musikalische Möhre reichen kann. Ralf C., der im richtigen Leben als Dave Grohl-Double die Damenwelt verrückt macht, mutiert am Mikro zu Warren Haynes! Ralf E. gibt 'Dead Flowers' zum Besten, sieht aber deutlich frischer aus als Mick Jagger, während Keith Richards mit anerkennendem Blick an der gegenüberliegenden Wand klebt. In der Ecke steht Andy am 4-Saiter. Hier stehen mehr Bässe als sich der Qualitätsstahl von British Steel im Lager türmt! Still legt er seinen banddienlichen Soundteppich. Anders Frank. Der sitzt hinter einer Wand aus Toms und Becken am Drumset. Wie in jeder Band fristet auch er ein menschenunwürdiges Dasein. An die Wand gequetscht muss er sich sicherlich oft für die Fehler anderer schuldig bekennen. Damit keiner zu nahe kommt, entwickelt er mit seiner Snare schätzungsweise 500 Db bei 18 kHz. Nicht nur die Lautstärke der Kapelle ist ohrenbetäubend, sondern auch der Sound der schmucken Dynacord-Anlage. Die wollen wir jetzt auch – nachdem wir eine Bank ausgeraubt haben! Tanja scheidet als Geldquelle nämlich aus, da eine Karriere als Unterwäsche-Model nicht in Frage kommt. Siehe Blog vom 05. Januar. Wir spielen mal kurz  zwei Songs von Led Zeppelin und Pearl Jam an, was nicht ganz so fulminant klappt. Hm. Lag aber nicht an uns! Eher an der Respekt einflössenden Dynacord-Anlage.  Oder am Köpi, das wir nicht mehr gewöhnt sind. Mit einem Hörschaden treten wir tapfer die Rückreise an. Auf heimatlichem Boden spielen wir bei einem letzten Bier die Songs noch mal, was natürlich ganz famos klappt. Vielleicht lag's doch am Hopfen-Smoothie! Aus Gründen der Rehabilitation laden wir die John Silver-Band mal die Tage zu uns ein. Termin folgt!

09. Januar 2017
Montagabend, Duisburg, kalter Wind zieht durch die alte Stahlwerksruine, die Frisur hält. Die Gaslampen, die an rostigen Rohrleitungen im kalten Wind hängen, durchdringen kaum den feinen Dunst. Ein mystischer Ort. Still und verwaist. In dreckigen Pfützen spiegelt sich der orangefarbene Himmel. Der gleiche Farbton wie auf dem neuen Bass des musikalischen Direktors. Sunburst high gloss. Äußerst edel. Ein amtliches Gerät. Der Sound ist hammermäßig. Der Gipfel der Glückseligkeit. Das Ding hat solche Schubkraft, dass uns die Augäpfel vibrieren. Zum Glück kam die Decke nicht runter. Ob unter uns die alten Stollen der Zeche Westende eingestürzt sind, werden wir nie erfahren. Tanja ist bei ihren anderen Männern, so dass wir uns auf unsere Technikprobe konzentrieren können. Konzentriert haben wir uns aber auch auf ein oder zwei Hopfen-Smoothies, während zwei von drei Männern sich eine fette Tüte gedreht haben. Nächste Probe am Freitag, am 13. Januar, inklusive eines inkognito-Betriebsausflugs zur renommierten John Silver-Band eine Häuserecke weiter!

05. Januar 2017
Zwei zarte Rehbeine stehen in ungeputzten Kampfstiefeln und in roten, unzüchtig glänzenden Seidenstrümpfen auf dem roten inkognito-Teppich. Der inkognito-Gitarrist ist die komplette Probe komplett von der Rolle, als hier noch weitere 'schlüpferige' Details ans Licht kommen. Angeblich wird hier an der Unterwäsche gespart. Um hier wieder Ruhe in Zelle 409 zu bekommen, gibt es nur eine Lösung: der inkognito-Bassist muss das bei der nächsten Probe überprüfen. Der inkognito-Drummer lehnt so was ja aus religiösen Gründen ohnehin und vehement ab. Und wir werden noch mal reich und berühmt! Die sympathischen Jungs der alteingesessenen Duisburger Kultband Stone Faces haben uns doch freundlicherweise gefragt, ob wir ganz wacker als deren Vorband auf die Bühne wollen. Was für eine Auszeichnung für die kleine inkognito-Kapelle! Wenn alles klappt, könnt Ihr Eure inkognito-Truppe im Oktober 2017 in Meiderich live und in Farbe vor vollem Haus sehen. Termin folgt! Tickets gibt's da, wo's Tickets gibt.

03. Januar 2017
Wir begrüßen das neue Jahr mit Henry David Thoreau - 'Nur der Tag bricht an, für den wir wach sind.' Ein neues Jahr! Mal sehen, was die Menschheit sich 2017 selbst bescheren wird… Erste Probe im neuen Jahr bei Eurer sympathischen inkognito-Kapelle. Wir beginnen die erste Probe 2017 erst mal standesgemäß mit Bölkstoff, bevor wir uns an die Instrumente wagen. Der Champagner perlt lasziv im eleganten Glas. Wir erheben klirrend die Gläser auf ein lässiges Jahr 2017, auf den Weltfrieden, den inneren Frieden und auf die Gesundheit. Damit das auch alles klappt, werden nach Leerung der Champagner-Flasche sogleich ein paar gesunde und gut bekömmliche Hopfen-Smoothies geköpft! Auch unsere Nachbarn am Damen-WC bleiben ihrem Motto treu und experimentieren im neuen Jahr weiterhin mit haushaltsüblichen Drogen. Seltsame Geräusche dringen nämlich aus dem Born-a-rebel-Proberaum, so als ob schüchterne Seehund-Küken sich an einem schrägen Billy Idol-Cover versuchen. Auch bei einem weiteren Nachbarschaftsumtrunk bei uns in Zelle 409 konnte dieses befremdliche Mysterium nicht gelöst werden. Sehr sympathisch, aber egal. Bei uns wird dafür 'Sympathy for the devil' wie der Teufel geprobt, währenddessen 'Hells Bells' gestrichen wurde, da die Erzdiözese Köln uns nicht die fette Kirchenglocke schenken wollte. Und was auch in 2017 alles passieren wird – auch im neuen Jahr kommt das Leben tüchtig von vorn! 'Die Dinge sind nämlich nie so, wie sie scheinen. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.' Unser musikalischer Direktor hat auf jeden Fall den Start unserer Welttournee eingestielt, der irgendwann in 2017 irgendwo an der holländischen Grenze in einer ehemaligen Matjes-Bräterei stattfinden soll.

30. Dezember 2016
Also. Schon wieder eine Arbeitsprobe am frühen Morgen. Und heute gibt’s endlich die Brötchen, die ja schon letzte Woche schon angekündigt waren. Tanja hätte aber eins mit Aspirin gebraucht, da sie bis 2 Uhr nachts gebechert hat. Wieder mal. Aber die Kapelle ist hungrig nach Erfolg. Wir sind heiß und wollen Mucke machen. Wir sind schwitzig. Wir sind klebrig. Wir arbeiten – hier, wo tausende Malocher auf’m Pütt und im Stahlwerk vor uns an der Schüppe waren, feilen wir wie irre an den Songs. Dirk führt die Kapelle wie immer mit harter Hand gnadenlos an. Nicht mal Olaf wagt zu mucken, auch nicht, als Dirk ihm einen Gutschein für Figur-Shaping überreicht. Tanja und der Mann am Drumset sorgen für den harmonischen Ausgleich, auch wenn 'Sympathy for the devil' achtmal runtergenudelt werden muss! Aber jetzt lässt Eure inkognito-Kapelle das Jahr ordentlich ausklingen! Auf jeden Fall blickt Eure Lieblings-Kapelle zufrieden und versöhnlich auf das Jahr 2016 zurück. Der Drummer muss die Band an dieser Stelle mal loben – wir sind 'ne echt lässige und sympathische Kapelle ohne Pinn im Hintern. Wir schließen mit den treffenden Worten von Goethe: 'Das neue Jahr sieht mich freundlich an, und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und seinen Wolken ruhig hinter mir'. Wir sehen uns in alter Frische am 3. Januar. Der Champagner perlt schon im inkognito-Kühlschrank!

29. Dezember 2016
Der inkognito-Drummer putzt auf allen Etagen die Proberaum-WCs. Fühlt sich an wie Sozialstunden.

28. Dezember 2016 
Arbeitsprobe in den Ferien und am hellichten Tag! Um pünktlich 10.36 Uhr, wenn Großteile der Bevölkerung in diesem, unseren Land noch im warmen Federbett liegen und an den Weltfrieden glauben, waren wir bestens gelaunt an den Instrumenten. Frisch, fromm, fröhlich, frei. Auch der Parkplatz auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westende gähnend leer! Nur Eure inkognito-Kapelle ist tüchtig an der Schüppe und feilt an der Karriere. Leistung, Schweiß, Spaß, Glückseligkeit. Nach solidem Anfang mit Kaffee (selbst gebraut vom inkognito-Bassisten) und Christstollen (vom inkognito-Gitarristen aus Dresden importiert) hat es etwa 7 Minuten gedauert, bis die erste (Betonung auf  'erste') Bierflasche geköpft wurde. Wir sagen nicht von wem, aber diese sympathische Dame am Mikrofon wächst bei 'Whole lotta love' immer mehr über sich hinaus. Hammer. Richtig  gut. Vollgas. Das kann auf diesem Planeten sonst nur Robert Plant. Das Argument (dem man absolut folgen konnte!) dieser westfälischen Kampfdrohne aus dem Münsterland lautete, dass Kaffee den Wanst übersäuert und zu ungewollter Perestaltik des Intestinums führt. Richtig! Um hier im Sinne der Gesundheitsvorsorge basisch entgegenzuwirken, mussten ein paar Hopfen-Smoothies ran. Der Bassist, der ja diesen kultivierten Blog nie liest, hat gleich mitgemacht. Rennie (räumt den Magen auf) konnten wir nämlich auf die Schnelle nicht besorgen. Man will es nicht glauben, aber 'Best of You' funzt immer besser. Wahrscheinlich weil der Drummer Christstollen mit lecker Orangeat und Zitronat essen musste! Sollte ja eigentlich Brötchen geben. Und weiß der liebe Gott, was Dirk uns heimlich in den Kaffee gemischt hat! Der Halunke. Unsere new kids on the block, so zum Beispiel 'Sympathy for the devil' oder 'Hells bells' wurden kurz angespielt und vom inkognito-Betriebsrat einstimmig für gut und ausbaufähig befunden. Noch mal ein kurzer, geistiger Exkurs zurück zu den Hopfen-Smoothies: die fehlen zwar jetzt im inkognito-Kühlschrank, dafür ist der jetzt mit edlem Champagner von René Chardonnet bestückt, den der inkognito-Drummer aus seinen bescheidenen Deputaten abgezweigt hat. Diese schmackhafte Pulle wird volles Brett am 3. Januar zur Neujahrsprobe geköpft! Der Drummer ist heute übrigens im ersten, selbst gehäkelten inkognito-OEM-T-Shirt der Band-Geschichte aufgelaufen, das in 100 Jahren Sammlerwert haben wird. Vielleicht. Letzte Probe Eurer sympathischen inkognito-Kapelle ist aber ersma am 30. Dezember im Jahr des Herrn pünktlich um 09.30 Uhr!

22. Dezember 2016
Weihnachtsprobe mit einem ordentlichen Primitivo, den der Drummer aus seinem exquisiten Weinschrank mitgebracht hat. Der Tropfen war so gut, der wollte gar nich' aus'm Glas raus. Irgendwann in 30 Jahren werden wir uns wohlwollend an die Alkoholgelage im inkognito-Proberaum erinnern und dass diese uns weder in die Irrenanstalt, noch in die Notaufnahme oder die Entziehungsanstalt gebracht haben! Und wir werden diese Exzesse weniger mit schamhafter Reue, sondern mit wehmütiger Nostalgie betrachten. Die beste Zeit unseres Lebens ist nämlich genau jetzt. So. Und Schokolade gab es auch. Arische Weihnachtsmänner aus weißer Schokolade mit blauen Augen aus dem christlichen Abendland, die Tanja für ihre Lieblingsmänners erworben hat. Olaf hat ein paar Anmachtricks von letzter Woche in die Tat umgesetzt und Tanja zum Kniefall animiert. Ts. Dann noch mal das Glas auf den Jahrestag des Musikalischen Direktors Dirk gehoben. Erfolgreich musiziert haben wir auch. 'Best of You' wird noch mal der alltime favorite Lieblingssong vom Drummer. Nächste Probe mit Frühstück um 10.30 hours CET am 28. Dezember. Getz ersma fett Weihnachten! Wir leben ja hier in einem christlichen, kultivierten und friedlichen Land, in dem sich jeder nach seiner Anschauung frei entfalten darf. Haben vielleicht einige von unseren Gästen aus dem Morgenland falsch verstanden?

08. Dezember 2016
Andere Bands rauchen billiges Gras oder kauen Magic Mushrooms, die im Koffer zwischen feuchter Badehose und schimmeligen Badeschlappen von Koh Samui eingeschleust wurden, aber Eure inkognito-Kapelle konsumiert standesgemäß und solide englisches Bier, das der Drummer offiziell aus dem Vereinigtem Königreich importiert hat und welches dort von angelsächsischen Bier-Manufakturen mit geheimen Ingredienzien versetzt wurde. Ein Hoch auf die britische Braukunst und die Chemie-Industrie! Niemand von uns braucht jetzt noch irgendeine keimige Impfung. Ansonsten eine Probe nach unserem Geschmack! Alkohol und schmutzige Witze, die von unserer westfälischen Frohnatur mit ansteckendem Lachen frivol quittiert wurden. Und heimliches Liebesgeflüster und 'keine Geheimnisse in der Band'! Und laute Musik! Olafs Klampfen wurden heute mit dem  Motto 'lauter geht immer, denn leise ist kaputt' richtig rangenommen. Und die Männers der Band haben von Tanja die neuesten Anmachtricks gelernt. Jetzt, mit 50, im besten Alter, wissen wir endlich, wie’s geht. Wird nächste Woche im Büro gleich live in die Tat umgesetzt. Und die neue Direktive unseres Musikalischen Direktors Dirk lautet nun, dass 'Best of You' ab sofort am Anfang jeder Probe gespielt wird. Zack. Dann haben wir es wenigstens hinter uns. Wunderbar, wenn der Schmerz nachlässt. Der Drummer mag ja keine Songs, die schneller als der Puls gehen, aber es hat ja wie immer keine Sau zugehört. Fazit: wir hatten heute dennoch tüchtig Spaß! Wir sind nämlich 'ne ganz hotte Kapelle 9000.  Die Weihnachtsprobe Eurer Band ist am 22. Dezember - mit tüchtig Rotwein versteht sich. Und der Bandpoet schenkt dem Bassisten 5 Mark und 'ne Kiste Wein, wenn der Sack endlich mal den Blog liest.

01. Dezember 2016
Schon sehr angenehm, wenn man in einer Kapelle mit arrivierten und solventen Herrschaften musiziert. Der Proberaum ist dank Alzheimer schon tagelang vorgewärmt – jemand der Männers hat bei der letzten Probe nämlich höflicherweise vergessen, die inkognito-Heating auszustellen. Und Tanja träumt immer noch von einer Nacht im Proberaum mit ihren Lieblingsmännern, muss sich am Wochenende auf mehreren Gelagen aber erst mal Mut antrinken. Und der Drummer braucht bald mal  'ne Doppelstunde beim Psychologen, wenn weiterhin 'Best of You' gespielt werden muss. Jetzt ersma Wochenende! 24. November 2016 Keinerlei Vorkommnisse oder wilde Sachen, von denen der Bandchronist berichten müsste.

17. November 2016
Alter. Was ist mit unserer Welt los? Brexit, Erdogan und jetzt Trump. Political correctness, Anstand und Feingefühl adé. Aber immerhin die allerschrägste Frise vom ganzen Globus. Nur noch Irre am Start. Die Welt am Randes des Wahnsinns. Kurz vor dem ultimativen Absturz. Aber Eure inkognito-Kapelle hat weiterhin Bodenhaftung und hält wacker und solide am alten Motto „It is never too late to become a rockstar“ fest! Also ham wir heute Abend fetten Rock'n'Roll gemacht und mehrere Flaschen Gerstensaft auf den Weltfrieden getrunken. Während drei Mitglieder der Kapelle ungemein zugeschlagen haben, hat sich der Drummer schüchtern mit einem kleinen Fläschchen vornehm zurückgehalten. Aber auch bei uns wiederholt sich die Geschichte: manche Songs funzen immer wieder unerhört gut. Andere wollen nicht so wie wir. Novum des heutigen Abends: ‚Message in a bottle‘ hat vom Timing her mal halbwegs gut geklappt. Aber wenn man mal genauer hinhört, liegt im Konkreten der Schund. Aber in der Vorstellung, im Wahn, dort wohnt das Großartige, das Transzendente, das immerwährende Schöne. Tanja war von der Probe am folgenden Morgen noch so elektrisiert, dass sie erstmal ihr Samsung unter den ICE geworfen hat. Immer was Neues mit dieser Frau. Next appointment on 24/11.  Da gönnen wir uns ersma ein paar fancy Hopfensmoothies und schauen wie die Welt dann ausschaut!

26. Oktober 2016
Während wir tüchtig an der Welttournée feilen, klopft es plötzlich an der inkognito-Tür. Ein unrasierter Mittfünfziger steht im Türrahmen. Wir vermuten sofort einen getarnten Talentscout mit Plattenvertrag in der Tasche. Anscheinend hat er schon die ganze Zeit an der Tür gelauscht. Er kommt sogar zweimal vorbei, aber ohne Vertrag, Stretch-Limo, Koks und Bargeld. Scheiße, was soll das? Gerade heute haben wir doch gespielt wie junge Götter. Die Flammen unseres musikalischen Feuers loderten bis unter die Decke. Künstlerische Ergüsse bis zum Exzess. Und dann noch ein richtiges Drama! Die Lampe im inkognito-Kühlschrank ist defekt, wir können das Bier nur noch ertasten. Nix als Pech heute.

24. Oktober 2016
Dunkel, verlassen, trostlos. Schwarze Schatten. Die Ruine der ehemaligen Zeche Westende schläft. Dunkle Tropfen füllen die schwarzen Pfützen. Müll liegt rum, Graffiti an den Wänden. Glühende Schlacke färbt den abendlichen Himmel kurz orange. Ein Ort voller Schwermut und Romantik. Kaum noch jemand erinnert sich daran, wie hier Jahrzehnte lang malocht wurde. Nur gedämpft klingen schräge Töne aus den Proberäumen. Aber unser Abend beginnt verheißungsvoll. Tanja hat ihren Lieblingsmännern köstliches Trappistes Rochefort mit satten 11.3 PS aus Belgien mitgebracht. Die Spiele können beginnen. Ein paar Songs klappen nicht, die üblichen Schuldzuweisungen werden zärtlich ausgetauscht. Dirk und Olaf haben sich vor der Probe garantiert abgesprochen, dass wie immer der Drummer schuld sein soll! Egal. Dafür gelingt uns spontan ein lässiges outro bei ‚Simple Man‘! Hätten die Burschen von Lynyrd Skynyrd nicht besser gemacht! Und ‚wake up‘ von Mad Season wird noch der fette psychodelic Burner. Ansonsten drehten sich die Gespräche um Matratzen und laszive Damenbekleidung. Und am Freitag steht uns ein Betriebsausflug zur renommierten John Silver Band bevor. Tanja ist schon ganz elektrisch, da deren Gitarrist Ralf C. aus D. ja ausschaut wie Dave Grohl von den Foo Fighters. Zur Beruhigung haben wir sie erst mal im Proberaum von Bornarebel deponiert.

17. Oktober 2016
Tanja steht verschnupft, aber patriotisch gewandet am Mikro. Rote Stupsnase, güldener Umhang, schwarze Obelisken. Die inkognito-Stahlwerkslampe umkränzt das kunstreich geflochtene Keratin-Diadem mit einer silber strahlenden Korona, während Dirk und Olaf ihr zu Füßen liegen und die Technik richten. Husten mit Hall und Delay. Wir hauen ein paar Songs raus, lassen dann aber die Zeche Westende im nächtlichen Dunkel zurück. Auch nach Jahrzehnten des Stillstands haucht sie immer noch ihren Atem aus. Schmutziges Efeu rankt an rostigen Trägern und Rohrleitungen hoch. Verfall und Niedergang. Alles wird anders. Nichts bleibt wie es ist. Der Drummer hat für dieses Jahr schon sein kurzes Beinkleid abgelegt, dafür aber seine neuen, blauen Schallplatten-Boxershorts am Mann. Nächste Probe in alter Frische am 20. Oktober!

26. September 2016
Die Sonne über dem spätsommerlichen Ruhrpott versinkt hinter den Schwefelschwaden, die vom Oxygen-Stahlwerk herüber wehen und sich über die Ruinen legen. Der Parkplatz am Kompressorenhaus ist gerammelt voll, alle Bands feilen wild an ihren Karrieren. Nachdem wir jedoch unsere erste Version ever von Mad Seasons ‚Wake Up‘ raushauen, plötzlich ein fluchtartiger Exodus. Keine Sau mehr auf dem Parkplatz. Selbst die Stahlwerkskatzen sind weg. Dabei gefielen uns als Nachwuchs-Grungeband unsere ersten Gehversuche des neuen Songs recht gut… War wirklich nicht schlecht. Wird noch ein knallermäßiger Song. Auf jeden Fall ist unser Vorrat an Drogen einer zackigen Grungeband würdig. Die Bierkästen stapeln sich an der Wand, der Kühlschrank ist voll, jede Menge Tabakkrümel auf dem Boden und manchmal weht ein wenig Marihuana der Nachbarbands durch den Türspalt!

19. September 2016
Die Eingangsstufen zum Kompressorenhaus der ehemaligen Zeche Westende sind von den schweren, ungezählten Tritten zahlloser Malocher abgewetzt, die sich im Schatten der Schlote tapfer zur Schicht geschleppt haben. Heute Abend sitzt eine fesche Blondine mit wallender Mähne auf den ausgetretenen Treppenstufen. Wie eine Gladiatorin der Neuzeit wartet sie auf ihre wackeren Mitstreiter. Auf ihrem flammend roten Streitwagen prangt das stolze Wappenschild D-RS: Deutschlands rassigste Sünderin. Und tatsächlich. Neben ihr steht schon der Gerstensaft griffbereit. Die Spiele können beginnen. Panem et circenses. Auf 3 köpfen wir gekonnt und voll im Takt den Ploppverschluss der Flaschen. Wenn die Taktsicherheit bei den Songs auch mal so gut klappen würde! Denn an einigen Stellen lief‘s heute ein wenig unrund, auch bei Songs, die sonst eigentlich gut funzen. Sack und Asche. Wir müssen mehr üben und für die Lockerheit wahrscheinlich auch mehr Ploppverschlüsse öffnen. Nächste Probe aber erst am 26. September. Da wollen wir uns mal an ‚Wake Up‘ von Mad Season ran wagen. Und die vier freien Radikalen Eurer sympathischen inkognito-Kapelle planen auch eine Neuauflage der inkognito-Grillung. Wahrscheinlich im Mai/Juno 2017. Und wahrscheinlich nicht im Proberaum, aber wahrscheinlich auch nicht in der Esprit-Arena. Termin und Location folgen.

13. September 2016
Der schwarze Nachthimmel drückt seine schwere, dunkle Hitze auf die ehemalige Zeche Westende. Feucht und bleiern drückt sie alles nieder. Die rostigen Stahlträger und Rohrleitungen des einstigen Hüttenwerks ächzen, so, als wenn die Feuer der alten Hochöfen noch nicht erloschen wären. Keine Abkühlung in Sicht. Selbst unserer Fledermaus ist es zu hot. Da im Blog nicht mehr erwähnt werden darf, dass der Schweiß knietief im BH steht, halten wir für heute vornehm und distinguiert fest, dass Tanja ganz wunderbar und damenhaft transpiriert. Wir Männer schwitzen einfach nur. Überall Feuchtgebiete. Dirk zum ersten Mal seit Bestehen der inkognito-Kapelle im lässigen Piraten-Look mit cut off Beach-Trousers und funky Flip-Flops! Bei Olaf hat die Hitze eine reinigende und läuternde Wirkung – freimütig gibt er endlich einen Fehler nach dem anderen zu. Geht doch! Es kann ja auch nicht immer dem arme Mann am Schlagzeug an allem Schuld dran sein, Freunde. Mucke gemacht haben wir nämlich auch. Einiges klappt wie immer unerhört formidabel und bonfortionös, anderes weniger, manches gar nicht. Liegt aber nur an den ungesunden Temperaturen. Einzige Lösung: wir müssen aus Gründen der Gesundheitsvorsorge einfach mehr eisgekühlte Gerstensaftkaltschale zu uns nehmen, bevor wir dehydrieren und Gefahr laufen, im Proberaum zu kollabieren!  Nächste Probe in kurzer Hose am 19. September.  Und besten Dank an die benachbarten Bands - die WCs sehen nach wie vor besser aus als jemals zuvor.

06. September 2016
Während unser Dagmar von den Stone Faces in London mit Peter Green von Fleetwood Mac auftritt und Tanja ihre Karriere mit Stay Tuned (www.staytuned-band.de) voranpeitscht, übt die inkognito-Kapelle einsam, schüchtern und scheu in Luxuszelle 409 die altbekannten Songs. Unsere Edellampe baumelt von der Decke und verströmt gelbliches, fahles Licht, der alte Kühlschrank ist voll und brummt, der Teppich ist fleckig. Niemand hat Fußpilz. Der Sound im Proberaum ist unerhört gut. Wir sind glücklich. Und 'Simple Man' von Lynyrd Skynyrd hauen wir nach den ersten Gehversuchen schon bretthart weg. Der Schweiß steht knietief im BH, die Luftfeuchte im Proberaum ist am oberen Pegel. René von nebenan wagt sich einfach, unsere mördermäßige Creep-Version von Radiohead zu spielen. Ts, der covert uns einfach so, die Sau. Da mussten wir ersma gegenhalten und dem Kollegen zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Und als hätten wir mit 'Raindance Maggie' und 'Best of You' nicht schon genug auf dem Schirm, das nicht ordentlich läuft, haben Olaf und Dirk einfach 'Wake Up' von Mad Season in den Ring geworfen. Wir mutieren noch zur Post-Grunge-Band. Das artet doch noch alles in Stress aus, Freunde. Tanja war so fertig, dass sie den ganzen Abend keinen Gerstensaft angerührt hat, sondern auf alkfreies Bier umgestiegen ist. Kein gutes Zeichen.

18. August 2016
Was für ein brodelnder Hexenkessel aus Schweiß, Alkohol und Emotionen nach fünf Wochen Abstinenz. Olaf hat eigenes zur Wiedersehensparty köstliches Bombardier Bang On-Beer aus dem Vereinigten Königreich importiert, wo sich einem nach drei Schlucken schon tüchtig und nachhaltig der Schädel dreht. Alter. Der Schlagzeuger musste erst mal (großer Verstoß gegen die Proberaum-Etikette!) einen Liter Wasser trinken, damit er wieder klar kam und nicht vom Schutzmann aufgegriffen wird. Und damit der Manager vom Plattenlabel uns nicht nur hören, sondern auch sehen kann, haben wir ersma wacker und streifenfrei die Fenster geputzt. Kurze Schrecksekunde, als Tanja mit ihren glatten Stiletto-Kufen auf unserem lasziv roten Teppich ausrutscht und sich fast die verführerisch funkelnden Svarovski-Steine vom Victoria Secret Luxus-BH abschrappt. Uff. Olaf wollte als Ingenieur kurz den rückseitig angebrachten Zwei-Sekunden-Schnellöffner auf seine Funktionsfähigkeit kontrollieren, während Dirk und der Drummer vorne beidseitig assistiert hätten. Nur aus Sicherheitsgründen, versteht sich. Aber das wir arrivierten Herren immer weniger bei Tanja punkten können, sieht man daran, dass unsere Frau am Mikro sich mitten in der Nacht von einem Toyboy abholen lässt. Hmm. Musik gemacht haben wir übrigens auch, was hier und da sogar ganz gut funktioniert hat. Und während Donald Trump gerade von den Geheimdiensten gebrieft wird, erhalten wir ein umfassendes und abendlanges speed briefing von den Stone Faces. Jetzt sind wir wieder voll auf Ballhöhe. Nächste Probe am 6. September mit Lynyrd Skynyrd und den Red Hot Chilli Peppers.

12. Juli 2016
Tanja, mit zerrissener Hose, noch leicht angeschlagen vom wilden Vorabend, trotzdem aber auch heute wieder voll leistungsfähig, indem erst mal eine fette Kanne köstlicher Rotkäppchen-Puffbrause auf die Mitte 30 geköpft wurde. Stilvoll im Plastikbecher, versteht sich. Danach Bescherung. Und ein paar Songs rausgehauen haben wir auch. Eure sympathische inkognito-Kapelle zieht sich jetzt aber in den Sommerurlaub zurück. Während Dirk in deutschen Landen gewohnt züchtig einen Radurlaub zwecks Leibesertüchtigung durchführt, plant Olaf im Vereinigten Königreich einen Besuch bei der Queen, Boris Johnson oder bei Paul Gascoigne. Der Drummer weilt am Atlantik zwecks Erprobung neuer Weine. Tanjas Urlaubspläne sind wie die Frau selbst nebulös, wir befürchten das Schlimmste. Auf jeden Fall werden die Geschichten und Erlebnisse abstrus. Aber die Beach Rule Number One lautet: wer nackt baden geht, braucht keine Bikinifigur! Nächste Probe am 18. August, dann mit den abenteuerlichsten Urlaubsberichten! In dem Sinne, bleibt anständig und kommt gesund durch den Sommer.

22. Juni 2016
Die beiden Männer von der Rhythmus-Abteilung lassen sich auf der Fahrt zum Proberaum von Tanjas betörendem Duft berauschen. Der Mann an der Gitarre, ebenfalls auf dem Weg zum Proberaum, träumt währenddessen vom prall gefüllten inkognito-Kühlschrank. Alles deutete also auf einen rauschhaften Abend hin. Und tatsächlich. Während Tanja mit ihren nachtschwarzen Geisha-Schuhen, farblich passend zum rattenscharf-frivolen Baby-Doll-Kleidchen am Mikro steht, drehen sich die Gespräche schon in die notorische Richtung. Tanja, Olaf und Dirk wollen nämlich während einer nächtlichen Probe mit tüchtig Alkohol in ein und denselben Schlafsack schlüpfen! Ha, der Drummer lehnt so was ja allein schon aus religiösen Gründen heraus ab und sollte stattdessen nur die Ohrstöpsel besorgen. Man darf also gespannt sein. Der inkognito-Chronist wird hautnah davon berichten! Ansonsten gab es heute eine pädagogisch wertvolle Analyse von 'Best of you', nachdem es der Drummer, genau wie bei 'Sirens' und 'Alive', nicht geschafft hat, auch diesen Song von der Setlist zu eliminieren. Aber 'Cold Desert' - ein monstermäßiger Traum, Freunde!  Kurz noch 'Wanton Song' mit Jon Bonham-Ausraster rausgehauen, gefolgt vom obligatorischen 'Song 2' und ab zum Bahnhof. Aber Obacht, Fans & Friends: der MÜV (Musikalischer Überwachungsverein) lauert überall: aus dem Kofferraum piepst plötzlich Dirks Metronom und entlarvt, wie schräg selbst Profi Dominic Miller spielt. Ts. Nächste Probe in diesem Sommer am 6. Juli, vor der langen inkognito-Sommerpause. Und angeblich sollen die Gummistiefel wieder sauber sein.

17. Juni 2016
Der Drummer, als Mann einfacher Denkstruktur und im fortgeschrittenen Alter, hat doch heute tatsächlich sein inkognito-Blog-Heftchen nicht am Mann gehabt! Trotz nachlassender Memorierfähigkeit konnte er sich dennoch einige Dinge des heutigen Abends merken… Rock'n'roll, Adrenalin, Rebellion war nach 5 Flaschen Gerstensaft Tanjas' Motto des Abends. Der Drummer dachte aber eher an 'Freiheit der Kunst'! Dirk hatte andere Pläne, denn sogleich zu Beginn der Probe kam die klare Anordnung unseres Musikalischen Direktors, die Lernerfolge der letzten Probe auch heute Abend effektiv abzurufen. Wie immer also nur Liebe nach Leistung. Hat aber eigentlich ganz gut geklappt! Selbst 'Alive' und 'Sirens' fügen sich langsam, während andere Songs wiederholt gut laufen und immer fetter werden! 'Cold Desert' wird noch als beste psychodelic Coverversion ever in die Rockhistorie eingehen! Die Kunst des Lebens besteht ja auch darin, eigene und fremde Unvollkommenheit zu akzeptieren. Denn überall im Proberaum lauern die Misstöne. Entweder ist die Batterie von Olafs Gitarre leer oder der Drummer haut ewig daneben. Und wenn im Wald nur die schönsten Vögel singen dürfen, wär's im Gehölz verdammt still. Tanja, unsere westfälische Rockerbraut, war ja ganz authentisch beim Rock am Ring und hat bei wilden Partys in feucht-schwitzigen Zelten unter Gewitterwolken Alkohol und sicherlich auch Drogen zugesprochen und auch noch eifrig beim Oben-ohne-Schlamm-Catchen mitgemacht. Die Gummistiefel der Mutter ihres sympathischen Arbeitskollegen David stecken in Größe 38 immer noch ungeputzt in der Tüte, Fräulein! Aber der Rest der Band war währenddessen wie immer ganz brav. Entweder haben wir unseren Frauen artig beim  Einkaufen geholfen oder aufmerksam die Biotonne rausgeschoben.  Nächste Probe Eurer hammerharten Rockband mit richtigen Rockstars am 22. Juno!

31. Mai 2016
Der Abend ging gut los. Denn schon im Auto wurden die ersten Bierflaschen geköpft. Ein verheißungsvoller Abend also. Und tatsächlich! Die ersten Songs hatten sofort den richtigen Groove, was von Tanja auch gleich wohlwollend im inkognito-Klassenbuch notiert wurde. Zum ersten Mal klang selbst ‚Sirens‘ halbwegs so, als würde der Song irgendwann noch mal ans Fliegen kommen. Dauert wohl noch ein paar Jahre, bis unsere bislang noch beklagenswerte Version vorzeigbar wird, aber es scheint, als wäre der Knoten geplatzt. Lag entweder daran, dass das Drumset heute liebevoll mit WD-40 gewienert wurde oder dass Olaf endlich mal sportlich in kurzer Hose aufgelaufen ist. Beine wie Roberto Agustín Trujillo Veracruz! Nach vier guten Songs aber erst mal eine Zigarette, was von den Born a rebel-Nachbarn gleich damit quittiert wurde, ob wir denn gewerkschaftlich organisiert wären? Ts, natürlich nich! Olaf hat dann noch bei Dirk sein Recht auf professionelle Manipulation eingefordert, als wieder mal jemand gesucht wurde, dem man die Schuld in die Schuhe schieben konnte. Nächste Probe irgendwann in den nächsten Wochen, denn Dirk geht in weißer Leinenhose und rosa Poloshirt elegant und barfuß segeln, während Tanja sich irgendeiner sympathischen, xenophilen Parallelgesellschaft von zehntausenden, ungewaschenen Festivalbesuchern anschließt, die sich auf  'ner keimigen Wiese knietief im Schlamm suhlen und im Dauersuff das einzige öffentliche WC demolieren. Das ist wahrer Rock’n’Roll!

20. Mai 2016
Eine schwarze Katze huscht an der alten, baufälligen Mauer entlang, die irgendwann noch eins der Stahlwerksviecher oder einen Gitarristen unter sich begräbt. Erst mal ein paar Bier, denn das gibt Kraft und Selbstvertrauen! Aber der Groove wollte heute nicht so wie wir. Außer beim Solo von Cold Desert, das den ganzen Proberaum in eine fette, psychodelic Stimmung getaucht hat. Tanja, unsere westfälische Kampfdrohne, hat zwar wieder die Peitsche rausgeholt, aber die Muse wollte einfach nich'. Am Ende der Probe steht ein fetter, bleicher Vollmond über dem Stahlwerk und passt zur Stimmung des ausklingenden Abends. 'Gute, wahre, echte Musik spiegelt die Abgründe und Frustrationen, die Leiden und Leidenschaften der Menschen wider und hebt sie auf eine andere Ebene', wie unser Freund Yehudi Menuhin mal an einem grauen Regentag richtig fest gestellt hat, wahrscheinlich als auch ihn die Muse nicht küssen wollte. Jetzt erst mal eine Woche ohne Probe zum Krafttanken. Am 31. Mai geht’s mit full speed ahead weiter!

17. Mai 2016
Stahlgraue Wolken über der Zeche Westende, unangenehme 12 Grad, aber die Frisur hält. Katzenlady two – zum Glück nicht im hautengen Catsuit – mästet unsere Stahlwerkskatzen. Dirk und Olaf frisch vom Segeltörn zurück. Dirk von den Strapazen geplättet, Olaf mit elegantem Jet Set-Sonnenbrand auf der Nasenspitze. Der Mann am Schlagzeug ermattet vom Nichts-Tun am Pfingstwochenende. Tanja wie immer voller Tatendrang sprühend. Immerhin stand ein harter und arbeitsreicher Abend bevor, denn ein state-of-the-art Tascam-Aufnahmegerät ziert nun unseren Proberaum. Tanja hat zwar kurz versucht, uns mit ihrem Besuch in der Bra-Bar in Vancouver aufzumuntern, aber wir waren alle auf Leistung, Arbeit und Ergebnisse getrimmt. Ein Abend voller Tüftelei mit zig Aufnahmen und mit dem schlichten Ergebnis, dass wir eine bessere Gesangsanlage brauchen! Das klingt nach einer Aufrüstungs-Spirale wie zu den besten Zeiten des kalten Krieges. Aber der Abend endete versöhnlich mit einer unerhört mörder-fluffigen Version von Creep und einer hocherotischen Darbietung von Cold Desert. Wow, shagadelic. Die Songs haben noch nie so gut geklungen wie heute Abend! Und wenn für den European Song Contest 2017 jemand für den letzten Platz gesucht wird – das bekämen wir auch noch hin!

11. Mai 2016
Dirk und Christoph wie immer in kurzer Tarnhose oder Jeans in schmuddelig-lässigem urban street look. Olaf dagegen heute smart casual frisch und erfolgreich aus dem Büro und Tanja als ewig wilder Kontrapunkt mit roten Kufen und sündhaft zerrissener Hose.  Weil wir nichts Besseres wussten, haben wir den Abend also eifrig dazu genutzt, alle Songs der Reihe nach zu vergewaltigen und tüchtig zu verhunzen. Und auch wenn Herbert Grönemeyer sich mit 60 eine schmucke Herzdame mit 28 gönnt, bleiben wir drei Männers genügsam und halten unserer Tanja mit ca. Mitte 30 die Treue. Ansonsten gab es bei Eurer sympathischen inkognito-Kapelle heute keine weiteren Abgründe und Verfehlungen, die der Bandpoet hätte notieren müssen.
 
09. Mai 2016
Der Ruhrpott besticht ja nicht nur durch seinen ganz eigenen Charme (siehe hier), sondern auch dadurch, dass hier ausschließlich ehrliche Menschen leben. So kann unsere Chaosqueen Tanja während der Probe ihre prall gefüllte Damen-Handtasche lustig vor dem tüchtig frequentierten Haupteingang liegen lassen und am Ende ist noch alles da! Es zeigt sich doch immer wieder, dass es mehr gute als schlechte Menschen gibt. Den Inhalt der Handtasche werden wir im nächsten Blog entmystifizieren… Und wir haben nicht nur den besten Proberaum zwischen Meiderich und Laar, sondern auch 'ne Zelle ohne jegliches Ungeziefer. Männerschweiß, nackte Füße, Zigarettenqualm und unser Geschrammel schlagen jeden Schädling gnadenlos in die Flucht! Neben dem Novum übrigens, dass der Bandpoet die inkognito-Memoiren neuerdings handschriftlich in ein schmuckes Moleskin-Heftchen einträgt, wird als neuer Band-Trend auch Lüften und Rauchen zeitgleich betrieben. Und im nächsten Blog wird entmystifiziert, warum Tanja einen Propeller unter‘m Rock braucht.

03. Mai 2016
Viermal angenehm sonores Ploppen in Zelle 409. Wir trinken auf die Gesundheit und gehen ersma eine rauchen. Draußen scheint die Abendsonne auf tiefhängende Wolken, die blau-rot, mit kalt gleißender Korona, über unserer Schachtanlage Westende stehen. Tanja, zittert farblich passend im blau-roten Holzfäller-Hemd mit blau-roter Gänsehaut, während wir vor dem Kompressorenhaus 'Wish you were here' lauschen, das unsere Nachbarn Born a rebel  gerade raushauen. Man könnte meinen, David Gilmour wäre tatsächlich mit von der Partie. Wir jubilieren durch die schräg stehenden WC-Milchglasscheiben und ziehen uns in unsere Gemächer zurück. Die Sonne über dem Ruhrpott glitzert nur noch verschämt durch die alten Rohrleitungen und wir wollen uns nun mit selbst gemachter inkognito-Mucke einheizen. Dirk rückt behutsam den Papst Franziskus-Sticker auf seiner Kombo zurecht. Olaf fummelt versonnen an seiner Gitarre rum. Tanja drapiert ihr Bier im Flaschenhalter, der in Griffweite am Mikroständer hängt. Christoph pustet Staubflöckchen von seinem Drumset, die in der Stille unserer Luxuszelle durch die letzten Sonnenstrahlen schweben. Ach ja, die Musik. Musik kann erschüttern, Emotionen und Verzückungen hervorrufen, sogar Ekstase bewirken oder einen neuen Blick auf die Sicht der Dinge eröffnen. Und nur die Musik vermittelt uns das Gefühl der Verbundenheit mit einem anderen menschlichen Geist, mit allem, was diesen schrägen Geist ausmacht, mit seinen Schwächen und seiner Größe,  seinen Unvollkommenheiten, seinen fixen Ideen, seinen Verfehlungen und Abgründen. Die Musik erlaubt uns, mit dem Geist eines Toten in Verbindung zu treten, auf surreale, geisterhafte Weise. So zum Beispiel mit John Bonham, der ja einen recht vertrackten Drumgroove bei 'Ramble On' gespielt hat. Und wie in jeder Band der Welt, fristet der Drummer auch bei inkognito ein menschenunwürdiges Dasein. So wurde wieder mal behauptet, der inkognito-Schlagzeuger habe 'Ramble On' zu schnell gespielt. Ha! Von wegen! Nö. Alles richtig, nachdem wir der Originalversion auf Tanjas Handy lauschen konnten. Tja, da musst Du nur ein bisschen doof aussehen, schon hacken auf alle auf Dir rum! Egal, denn plötzlich drang 'Cortez the killer' vom benachbarten Proberaum herüber, wo René ein fettes Solo nach dem anderen aus der Klampfe gezaubert hat, so als stünde Warren Haynes persönlich im Proberaum nebenan. Ganz famos! Born a rebel sind sogar schon soweit, dass die ohne Drummer auskommen... Nächste Probe in alter Frische am 10. Mai. Da gründen wir erst mal einen Betriebsrat, Freunde!

28. April 2016
Donnerschlag aber auch! Seltsame Sitten im Proberaum. Plötzlich trinken alle Earl Grey. Außer natürlich der Mann am Schlagzeug. Ts. Nächster Donnerschlag! Tanja, die sich ja vor einem Jahr bei uns als 'Mitte 30' vorgestellt hat, wird am 1. Juli schon 40. Entweder falsch gerechnet oder hoher Verschleiß durch uns. Weiterer Donnerschlag! Unser Mann am Bass liest nie den bandeigenen inkognito-Blog, den eigentlich jeder kultivierte und sympathische Mensch von Welt, so wie zum Beispiel Ralf Esser von der John Silver Band, vor dem Schlafengehen ausgiebig studiert. Da kann man nämlich nachlesen, dass wir irgendwann in den nächsten Monaten eine Neuauflage unserer beliebten inkognito-Grillung raushauen. Wie und wo das ablaufen wird, steht demnächst im Kulturteil der FAZ oder halt auf dieser webpage. Und Dieter von den Stones Faces hat ein neues Schlagzeug im eleganten Farbton metallic-puff-rot. Hochglanz und Glitzer versteht sich. Hatten wir am 20. April nicht gesagt, im Himmel wird gerade eine fette Kapelle zusammengestellt und die suchen noch einen Schlagzeuger!? Jetzt sitzt doch tatsächlich der Tote Hosen-Drummer zur rechten Gottes. Aber Eure sympathische inkognito-Kapelle verschanzt sich wacker im Proberaum! Und so haben wir auch heute tüchtig und lebenslustig auf die Brause gehauen. Aber semper idem und suum cuique. Die Songs, die bislang nicht wollten, wollten auch heute nicht. Aber man kann ja die Muse nich‘ am Knöchel in den Proberaum zerren. Dennoch scheint es, dass sich 'Best of You' so langsam sortiert. Im Dezember 2024 könnte es dann klappen. Jetzt ersma Wochenende, Freunde! Wer hier einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten. :-)

20. April 2016
Es scheint, dass unser göttlicher Sportsfreund im Himmel sich eine fette Kapelle zusammenstellt, nachdem Bowie, Cicero, Hugo Strasser und Prince zurückbeordert wurden. Hoffentlich brauchen die keinen Schlagzeuger! Egal, wir machen weiter bis der Sensenmann kommt. Und so standen am 20. April bei Eurer sympathischen inkognito-Kapelle alle Zeichen auf ‚shoot your weapons all at once‘. Wir haben mit voller Lebensenergie aus allen Rohren gefeuert. Die frühsommerliche Sonne tauchte die alten Überreste unserer Zeche Westende in goldenes, lebensfrohes Licht. Tanja war voller Tatendrang und heiß wie immer. Wir Jungs waren gut drauf. Das Bier mundete heute besonders vorzüglich. Alle Mann also tüchtig auf Krawall gebürstet. Lebensfreude pur. Und tatsächlich: heute lief’s geschmierter als ein stromlinienförmiges Zäpfchen mit WD-40! Die Songs fluppten 1a. Parabellum full speed ahead. Der Proberaum hat gekocht. Wir mussten bei offenem Fenster spielen, damit der Kessel nicht explodiert und konnten so Ruhrort und Meiderich beschallen. Niemand ist geflohen und auch die Polizei wurde nicht eingeschaltet. Wenn das nicht Beweis genug für den gelungenen Abend war, hat unser Musikalischer Direktor Dirk sogar on top noch ein Lob ausgesprochen. Zwar leise und verschämt, aber wir haben es alle gehört! Ha! Und danke an die Nachbarn, die die WCs geschrubbt haben! Ein erfolgreicher Abend also. Und was gibt es Schöneres, als nach einer lauten Probe glückselig mit Ohrfiepen im Bett zu liegen?

12. April 2016
Die Ruine der ehemaligen Zeche Westende ist surreal in schwarzen Regen getaucht. Dunkle Tropfen fallen schwer von den Rohrleitungen. Dumpfe Geräusche wehen vom Stahlwerk herüber. Fahles Licht flackert aus kaputten Neonröhren und taucht die Szene in gespenstische Schatten, die sich zuckend an den alten, nassen Mauern widerspiegeln. Auch die heutige Probe in Luxuszelle 409, nach Wochen musikalischer Enthaltsamkeit, war gespenstisch gut bis gespenstisch verbesserungswürdig. Die ersten fünf Songs liefen geisterhaft lässig, während an anderen Songs noch gefeilt werden muss. Black, Whole lotta love und Cold Desert haben wir besser rausgehauen als jemals zuvor. Das sind unsere all time psychodelic Burner-Songs! Bei Whole lotta love hatte Olaf erneut bemängelt, der Drummer habe sich zum wiederholten Male verzählt – war aber nicht so! Wir engagieren ab sofort eine unparteiische Mitarbeiterin, die bis 6 zählen kann und weiß, wo die 1 ist! Und bei Wanton Song soll der Drummer wieder zu schnell gespielt haben. Auch eine fürchterbare Verleumdung! War nämlich wie immer alles richtig, nachdem wir auf Dirks iPad das Original gehört haben!  Der Mann am Drumset ist übrigens kein wahnwitziger und arbeitssuchender Stuntman, der sich rund um die Uhr mit Paradiddles, licks oder fills beschäftigen kann. Außerplanmäßige Dinge im Proberaum empfinden wir alle aber immer als große Freude, weil sie zu einer Explosion an Kreativität oder Schimpfkanonaden oder zu einer Nikotinpause führen. Wo wir schon beim Schimpfen sind: während Tanja und Christoph sich im wohlverdienten Urlaub von den Probestrapazen erholen mussten, haben sich Olaf und Dirk zur Fine-Tuning-Probe getroffen und heimlich geübt. Die Tabakkrümel auf dem Teppich, den der Schlagzeuger vorher mit Teppichschaum gereinigt hat, haben die Burschen wieder mal überführt. Ha! Und im Proberaum geraucht haben sie wahrscheinlich auch. Doppelt erwischt! Äußerst gespenstisch war aber, dass Dirk heute kein Bier gelenzt hat. Da müssen wir bei der nächsten Probe mal nachhaken…

09. März 2016
Wir werden noch mal berühmt! Nicht nur, dass wir eine hochdotierte Anfrage für eine 90 Jahr-Feier in Düsseldorf haben, der Drummer ein Büchlein für seine Memoiren geschonken bekommen hat, nein, Luxus-Groupie Dolly Buster hat ihm bei Edeka Zurheide in Düsseldorf-Benrath aufgelauert und ihm einfach ihre Oberweite entgegen gereckt. Unerhört, aber die Frau hat Musikgeschmack! Trotz allem Vorschuss-Ruhm heute wieder eine Arbeitsprobe auf dem kalten Boden der nackten Tatsachen, nachdem wir ein paar Tage nicht geprobt haben. Manches geht, manches nich, manches gar nich. Aber plötzlich wurde es richtig ernst. Tanja und Dirk nehmen wie auf Kommando die Mütze ab. Ein Zeichen. Das ganze Set sollte gespielt werden! Und es kam, was kommen musste: Alive und Sirens von Pearl Jam standen auf dem Programm. Da gab es keine Gnade. Trotz Schlagfertigkeit und Wortwitz fiel dem Drummer keine Ausrede ein. Also Sprung ins eiskalte Wasser. Hm. Nach dem dritten Mal konnten wir uns, mit viel Wohlwollen, halbwegs über die Runde retten. Olaf, als Mann von Welt, fand es sogar gut! Aber wo Schatten ist, muss doch auch irgendwo ein kleines, schüchternes Lichtlein versteckt sein. Richtig! 'Cold desert' wird immer besser. Da könnt Ihr schon mal die Feuerzeuge rausholen und getragene Schlüpfer sammeln, Freunde! Der Song grooved schon genauso gut wie mittlerweile 'How you remind me' oder 'Whole lotta love'! Da kommen selbst unsere Freunde und Nachbarn von Meiderich Gefühlsecht trotz ihrer potenten Lautstärke nicht ran. Wichtigste Erkenntnis des Abends: Keiner in der inkognito-Kapelle braucht einen BH. Alles steht noch wie 'ne 1. Jetzt erst mal 4 Wochen Abstinenz. Alle sind auf Achse, an der Schüppe oder im Orbit am Kreisen dran. Vorfreude und Enthaltsamkeit also bis zum 12. April! 

25. Februar 2016
Das ist doch wahre Liebe. Tanja schleppt sich mit einer äußerst seltenen und gänzlich unerforschten Form einer ungeheuerlich fürchterbaren Erkältung Richtung Proberaum. Es zieht sie dermaßen zu ihren inkognito-Männern, dass sie vor dem Duisburger Bahnhof fast noch einen Kleinwagen unter sich begräbt. Im Proberaum wie immer volle Leistung am Mikro. Die westfälische Stupsnase mit dem lasziven Eisenring rot wie ein rösiger Pavianhintern, der inkognito-Teppich voller zugerotzter Tempotücher. Eine Hand am Mikroständer, in der anderen eine Gerstensaftkaltschale gegen die Erkältung. Die ganze Leistung geht volles Brett in den Gesang. Full speed ahead. Manche Künstler brauchen hinter der Bühne ein Sauerstoffzelt. Aber nicht unsere Lady T.!  Trotz Schnupfen volles Gebläse. Tanja braucht nur Dirks helfende Hand beim Öffnen von Bierflasche Nummer 5, da die Kraft nach kompletter gesanglicher Verausgabung nicht mehr reicht. Olaf beschwert sich derweil, da Dirk nur noch an seinem heiligen Glockenklang-Gerät rumfummelt und er dem Ding neuerdings höchst abenteuerliche Geräusche entlockt. Und wenn nicht, dann macht Kapellmeister D. Kreuzfahrten mit seinem quietschenden Drehstuhl. Ansonsten wie immer Gespräche über Geld, Macht, Drogen, Süchte, Verfehlungen und Abgründe, was der Drummer ja bekanntlich allein schon aus religiösen Gründen ablehnt. Aber, Obacht, Hausfrau. Musik gemacht haben wir auch. ‚Cold Desert‘, das wir mindestens fünfmal in verschieden guten und besseren Versionen gespielt haben, wird noch ein richtig fetter Burner. Jesus don't love me, no one ever carried my load. Tiefe, melancholische Töne wabern besänftigend durch das Dunkel des Proberaums, wärmend wie ein alter Pullover. Ende der Probe. Die Vibrationen hallen noch nach. Letzter Staub im Flur fällt immer noch von den Wänden und segelt langsam zu Boden. Wo er still liegen bleibt. 

23. Februar 2016
Nostradamus schon hat gesagt, der dritte Weltkrieg wird zwischen den Religionen stattfinden. Dirk, unsere Kampfmaschine am Bass, hat zu dem Zweck schon mal tüchtig aufgerüstet. Amtliches und fettes Equipment von Glockenklang aus dem christlichen Abendland. Allah ist groß, aber unser Sound auch! Dirks grimmiger und angriffslustiger Bass lässt die Wände unserer Sound-Moschee erzittern. Da flattert die Burka und der muselmanische Schlüpfer. Ab sofort gibt es nur noch Vollkontakt- Kickboxen am Bass! Olafs Kunstgriffe an der Gitarre wie immer schulmeisterlich und erste Sahne. Die Soli schraubten sich virtuos bis unter die jungfräulich weiße Decke. Tanja gewohnt mit Kampfstiefeln hinterm Mikro, aber als friedfertiger Kontrapunkt eine Flower-Power-Schürze mit Woodstock-Muster. Am Drumset lief es heute nicht rund. Erstens ist Vollmond und zweitens kann man die Muse ja nich einfach am Knöchel in den Proberaum schleifen! Aber am Donnerstag bekommt die Muse einen feuchten Zungenkuss. Ob sie will oder nicht! Wir hauen wacker ein paar Songs raus und freuen uns des Lebens, denn mit dem geilen Sound in unserem mördermäßigen Proberaum können wir uns jeden Tach auf‘s Neue einen Ast abfeiern. Dann plötzlich Geklopfe an der inkognito-Stahltüre. Ha! Wir dachten natürlich an den Plattenboss, die Stretchlimo, Luxus-Callgirls, Champagner und den verdienten Plattenvertrag!  Aber nein, viel besser – die Nachbarn Jürgen und René von Born a rebel kamen auf ein Bier und einen Schwatz vorbei. Die Burschen haben nicht nur einen Gig auf dem weltberühmten Dinslakener Ententreffen im Mai, sind also einen Schritt näher an der Welttournée, sondern haben bei unseren Songs tüchtig mit dem Fuß gewippt! Entweder aus Geschmack oder aus Höflichkeit! Wie dem auch sei, wir kommen die Tage auf einen Gegen-Bier vorbei!

21. Februar 2016
Wahre Liebe gibt’s ja bekanntlich und eigentlich nur unter Männern! Bei einer sonntäglichen Männer-Probe mit Kaffee und Kippe haben wir heute also mit Dirks neuem Gerät einen ersten Probelauf gewagt. Amtliches Equipment von Glockenklang! Holla, die Waldfee! Eine fette Bass-Box mit 4 Zehnzöllern plus Horn und ein fetter Blue Sky–Amplifier mit voluminösen 1000 Watt.  Mehr als manches Mofa! Macht tüchtig Qualm. Brummt gut und hat unserer abgehängten Decke im Proberaum nicht geschadet. Wir sind zufrieden und glücklich. Aber unsere Tanja hat uns heute doch gefehlt, auch mit nur 9 funktionsfähigen Zehen. Ohne Gesang und Peitsche am Mikro wissen wir Männer doch manchmal nicht, wo wir gerade im Song stecken! Nächste Probe am Dienstag mit Gesang, Krücken und Zeh in Gips. Wir pusten auch.

18. Februar 2016
Als coole Rockband, die absolut coole Songs spielt, führen wir natürlich ein cooles Jetset-Leben auf der äußerst linken Überholspur. Heute nämlich nicht nur Probe mit üblichem Alkohol und irrem Gelächter nahe am Wahnsinn, sondern auch eine Probe mit Éowyn, Théodens Tochter, am Mikro. Das hat nicht jede Band! Tanja sah mit ihrem Flower-Power-Frisürchen so schmuck aus, dass Dirk und Olaf immer ihre Mittelerde-Schwerter rausholen wollten! Das konnte der Drummer, als inkognito-Verantwortlicher für Anstand und Sitte, aber gerade noch verhindern! Dann kam, was kommen musste: nach einigen Songs, die wir beherrschen, kam es zur unvermeidlichen Arbeitsprobe. Da kennt Kapellmeister D. aus M. keine Gnade. Im Ruhrpott ist es ja so, dass den Mann die Arbeit und die Tat lobt. Also ran an die Schüppe. Wir haben ‚Sex on fire‘ und ‚Best of you‘ tüchtig vergewaltigt. Aber in aller Bescheidenheit können wir uns selber testieren, dass zumindest ‚Whole lotta love‘ doch recht rund läuft, während bei ‚Best of you‘ schon mal Anfang und Ende des Songs gut funzen. Am Mittelteil des Songs feilen wir nächste Woche weiter. Weitere Eskapaden der Kapelle folgen nächste Woche. Unseren Frauen haben wir gesagt, wir stehen kurz vor dem Durchbruch, weshalb wir jetzt mindestens zweimal pro Woche proben müssen! Hoffentlich gibt das mal keinen Ärger, Männers.

16. Februar 2016
Der Parkplatz ist voll. Alle Bands feilen an ihren Karrieren. Born a rebel von nebenan hauen eine verdammt lässige Version von ‚Cortez the killer‘ raus. Wir lauschen ergriffen und halten mit unserer brettharten Version von ‚you shook me allnight long‘ von AC/DC dagegen. Als wir ‚Vocal‘ von Madrugada spielen, herrscht in der Zeche Westende vollkommene Stille. Silence in the house. Wahrscheinlich sind die anderen Bands vor Ehrfurcht, überwältigt von ihren Gefühlen, auf die Knie gesunken und fragen sich, wie wir das bloss so spielen können. Das fragen wir uns meistens auch, besonders dann, wenn’s aus Versehen mal gut geklappt hat! Drei viertel der inkognito-Kapelle sind in der Regel zufrieden. Nur der Mann am Bass hat stets die Auffassung, dass da noch tüchtig Luft nach oben ist. Nicht geschimpft ist ja Lob genug. Jetzt ersma Pause, nachdem wir das komplette set durchgespielt haben. Wir müssen uns erholen. Wir stehen draußen in der Kälte, der Schweiß gefriert an den erhitzten Körpern, während die benachbarten Stahlwerke den Abendhimmel hier und da in ein warmes Rot tauchen. Eine Fledermaus, deren Armbanduhr noch auf Sommerzeit steht, gesellt sich zu uns. Sie hält Olaf für Ozzy Ozbourne und entschwirrt dann schnellstens in die Dunkelheit, bevor einer von uns ihr den Kopf abbeißen kann.

11. Februar 2016
Hufschlag am späten Donnerstagabend. Tanja kam auf verdammt morbiden Marylin Manson-Kufen um die Ecke radiert! Aber nicht so morbide wie die Geschichten von Herrn D. aus der Duisburger Unterwelt, die ohne Punkt und Komma, nicht nur in silberfarbenen Weltraumschuhen, sondern in einem Atemzug vorgetragen werden. Unnachahmlich sind die plötzlichen inhaltlichen Wendungen zwischen und in den Geschichten. Der Kopf ist zwar rund, damit das Denken schnell die Richtung ändern kann, aber wir einfachen inkognito-Gemüter können diesen fulminanten und blitzgescheiten Achterbahn-Geschichten mangels geistigem Fassungsvermögen und geistiger Wendigkeit einfach nicht folgen. Unbezahlbar. Wir waren schon am Ende noch bevor die Probe begonnen hatte. Jetzt ersma eine Kippe und ein Bier zur Beruhigung. Schräg sind auch die Anekdoten von Tanjas anderer Band, den zickigen Synapsen. Oder wie die ranzigen Vögel heißen. Nur bei der inkognito-Kapelle ausschließlich Love, Peace and Happiness, Freunde. Gleichklang von vorne bis hinten. Harmonie im ganzen Orchester. Hat man drauf oder nich. So. Musik gemacht haben wir auch. Das besonders konstruktive heute war die Vereinbarung von zwei Probeterminen nächste Woche. Eine Arbeitsprobe und eine Spaßprobe. Vor den hoch dotierten Plattenvertrag haben die Musikgötter bekanntlich den Schweiß gesetzt. Aber am meisten freuen wir uns nächste Woche auf die Geschichten von Herrn D., wenn er die goldenen Schlappen aus dem Schuhschrank holt!

03. Februar 2016
Unsere Party- und Chaosqueen, Gesangsdame und Mikro-Bitch in Personalunion schmückt die Notenständer und das drumset mit Luftschlangen, die farblich wunderbar mit der Proberaumbeleuchtung harmonieren. Karneval braucht zwar keiner, aber es hat dennoch Stil. Stil hätte auch eine zweite Probe in der Woche. Denn die Songs, die wir lange nicht gespielt haben, fluppen nicht sauber. Macht aber nix. Passiert Profis auch. Black Sabbath haben mal einen rausgeworfen, der konnte sich keine drei Songs merken. Wir haben schon 15 auf der Pfanne, die wir uns merken können, Freunde. Aber wir merken uns nicht immer, wo die 1 ist. Hm, anscheinend gibt es verschiedene davon. Sogar an verschiedenen Stellen im Song. Kurze Diskussion zwischen Olaf, Dirk und Christoph, dass die Lösung das wichtigste am Problem ist. Von der Position hinter‘m Schlagzeug lässt sich für heute nur feststellen: der Drummer kennt wie immer nicht die Lösung, bewundert aber das Problem! Und Alkohol im Proberaum ist keine Antwort, aber man vergisst beim Trinken wenigstens die Frage! Am Alkoholkonsum und an der Suche nach der 1 werden wir nächste Woche wieder feilen!

27. Januar 2016
Die schwarze Luft über'm Ruhrpott riecht nach Stahl, Regen und Schwermut. Eine einsame Stahlwerkskatze streicht geduckt durch die nasse Ruine der ehemaligen Zeche Westende und denkt sich ihren Teil. Entweder sucht sie Mäuse oder sie ist ein verdeckt ermittelnder Talent-Scout. Wir stehen auch draußen und tanken Alkohol, Kraft und Zuversicht für die Probe und denken uns auch unseren Teil. Wann wir endlich einen Plattenvertrag bekommen. Oder so. Verdient hätten wir ihn. Im Proberaum wie immer Lachen und Vollgas. Und Bier und Brezeln. Herrlich, wie sich Olaf immer wieder aufs Neue herzlich echauffieren kann, wenn die 1 gesucht wird.  Und herrlich,  wie Dirk ihn immer wieder ganz cool runterholt. Slapstick umsonst. Zum guten Schluss konnten wir vier uns aber alle wie immer darauf einigen, dass wir alle Recht hatten. Music amongst friends. Wir sind nicht nur 'ne eingeschworene Truppe, sondern es sind ja auch alles ausgesucht vertrackte Songs, die wir da spielen. Kann nicht jeder. Können eigentlich nur die Originalbands und wir!  Ja, echt! Die  Diplom-Ingenieure der Band haben zu dem Zweck tüchtig aufgerüstet: Tanja hat jetzt eigene Effekt-Gaspedale am Mikro und kann bei 'Whole lotta love' jetzt selber Gas geben, wenn’s an den psychedelic part geht. Sehr lässig. Und 'Best of you' von den Foo Fighters klappt nach dem zweiten Mal schon extrem gut. Ha! Das wird noch ein richtig fetter Burner. Und wenn wir uns bald alle zur nächsten inkognito-Grillung sehen, Freunde, könnt Ihr für  'Cold Desert' von  den Kings of Leon schon mal die Feuerzeuge und Damenschlüpfer (alle Größen ok!) bereit legen! Termin folgt in den nächsten Wochen.

21. Januar 2016
Keine Probe, da bei Tanjas tiefer gelegter 12-Zylinder S-Klasse mit den vergoldeten 22 Zoll-Felgen  gerade ein Zylinder nicht funktioniert! 

11. Januar 2016
Duisburg, 5.2 Grad Celsius, nasskalter Wind, die Frisur hält. Heute gab's ersma Geschichten von der Lindenstrasse aus Ddorf. Von Frau Schräpe und vom Trunkenbold im Vorgarten, während die weißen, alkoholfreien Wochen wieder mal eine Auszeit fanden. Ansonsten aber keine Feuerpause! Tanja in roter Minnetracht, farblich passend zum inkognito-Teppich, gab über's Mikro intime Einblicke in ihre schräge WG, während Olaf und Dirk noch am Rumfummeln dran waren, um den fancy psychedelic-Sound von 'Whole lotta love' korrekt einzustellen. Der Song knallt schon richtig gut! Dafür müssen wir bei 'Best of you' von den Foo Fighters aber noch unseres Bestes geben. Menno. Das ist nämlich Stand heute nicht nur Scheiße am Stock, sondern ein echt vertrackter Song, der uns noch einiges an Liebesmüh und Schweiß abverlangen wird. Dann noch schnell eine Rap-Version vom Wanton Song rausgehauen, gefolgt von unserem exzellent fluppenden Song 2, bevor wir alle mit trüben Augen und klingelnden Ohren ins Bett getorkelt sind. Erkenntnis des Abends: eine körperlich höchst anspruchsvolle trash-metal-Probe mit Nikotin und Bier an einem Montag taugt nix, wenn man noch die ganze Arbeitswoche vor sich hat. Nächste Probe in alter Frische und gut gelaunt am 21. Januar!

07. Januar 2016
Wir sind ja nicht nur 'ne eingeschworene Truppe, sondern auch ein arrivierter und kultivierter Haufen. Folglich haben wir das neue Jahr standesgemäß mit Champagner begrüßt. Der inkognito-Drummer fungiert ja nicht nur als Band-Chronist, sondern hier und da auch als Band-Sommelier. Also stoßen wir mit dem edlen Getränk auf das neue Jahr, die Gesundheit, den Weltfrieden und auf die Hoffnung auf einen Plattenvertrag und kreischende Fans an. Immerhin sind wir ja nicht irgendwelche Würmer im Komposthaufen, sondern schmutzige Rohdiamanten im Winterschlaf, die noch am musikalischen coming out und der Welttournée feilen! Tja, neues Jahr, aber sonst alles beim alten. Wir sind die gleichen Trunkenbolde und haben die gleichen Sprüche am Start! Dass wir über die Feiertage lange nicht geprobt haben, konnte man nicht nur an den schrägen Songs hören, sondern auch daran sehen, dass wir aus Sicherheitsgründen eine Notfall-Chirurgin engagiert haben. Man kann ja nie wissen, ob die Frau am Mikro vor mannstoller Wiedersehensfreude den Gitarristen mit dem Kabel an den Bandkühlschrank fesselt. Oder ob der Gitarrist dem Drummer im Wahn oder im Suff die Klampfe um den Hals wickelt! Oder ob der Bassist mit Champagnergläsern um sich wirft, um die Kapelle anzutreiben. Hat aber gewirkt, denn wir haben mit einem fiebrigen Geist die Songs nach vorne geprügelt. Manches will nicht klappen, dafür kommen wir mit 'Whole lotta love' nochma ganz groß raus, Freunde! Haaaaammmmer. Und der bandeigene Rauswerfer-Song 2 von Blur geht auch immer affensteil. Und es wird doch jetzt echt Winter. Eiskalter, nasser Wind peitscht durch die dunklen Ecken der verlassenen Stahlwerksruine. Wir sollten jetzt eventuell von Alkohol auf Tee umstellen. Aber wahrscheinlich bleiben wir beim Champagner!

23. Dezember 2015
Der bleiche Vollmond steht über der einstigen Zeche Westende. Sein silbernes Licht bewacht das ehemalige Hüttenwerk Meiderich-Laar, das im kühlen Winterschein unter einem schwarzen Himmel liegt. Das stetige, sonore Brummen weht wie immer vom Stahlwerk herüber. Eine Reminiszenz an zehntausende Arbeiter, die hier malocht haben. Es liegt eine unterschwellige Wehmut in der abendlichen Luft. Denn die inkognito-Kapelle probt zum letzten Mal in diesem Jahr! Weihnachtsprobe mit Rotwein, nachdem die Kapelle ein erfolgreiches Jahr hingelegt hat. Menschlich und musikalisch hat das ganze Jahr über alles gepasst. Die Band hat sich gut entwickelt. Wir sind eine eingeschworene Truppe. Die inkognito-Grillung war ein erster, kleiner Höhepunkt auf dem Weg zur Welttournee. Wir können versöhnlich nach hinten blicken. Und es geht weiterhin tüchtig nach vorne. Grund genug, einen vernünftigen Rotwein zu köpfen. Aber wir haben, wie Olaf befürchtet hatte, nicht etwa eine Pennerbombe kreisen lassen, sondern haben den feinen Tropfen ganz kultiviert und vornehm aus Gläsern genossen. Tanja war, dem Anlass entsprechend, als Dame von Welt im schicken Rock mit Psycho-Muster, passend zum Psycho-Part von 'Whole lotta Love', aufgelaufen! Aber wir waren sofort wieder beim Lieblingsthema der Band, genau genommen beim Lieblingsthema von Bass, Gitarre und Gesang, als der Drummer, als christlicher, bodenständiger Mensch einfacher Denkstruktur, nur mal am Rande von seinem schmucken Weihnachtsbaum und seinem Luxusständer berichten wollte! Jaaaa, da war das Gelächter wieder groß! Ist doch toll, wenn man die Kapelle mit solch einfachen Mitteln immer wieder erheitern kann! Na gut. Beim Vorspiel zu 'Otherside' hatte Olafs Klampfe dann aber ersma Potenzstörungen, aber der ganze Song ging dann, nach Dirks zärtlichem Bass-Intro, wie immer richtig gut ab. Bei 'Turn the page' und 'Black' ging's dann aber so richtig heftig und hemmungslos zur Sache. Es gab kein Halten mehr. Ungeniert und dreckig. Die Hände waren überall. Der Schweiß stand knietief im BH. So hemmungslos und so hitzig, dass Olaf sich nach Tanjas Led Zeppelin-Stöhnung entkleiden musste, aber Dirk aus Sicherheitsgründen die dicke Pudelmütze den ganzen Abend schicklich angelassen hat! Mit 'Sex on fire' und 'Creep' haben wir dann weitere richtige Hammer-Kracher hingezaubert, die die erotisch-laszive Stimmung des Abends weiter oben hielten! Bei 'The adventures von Raindance Maggie' kam sich der Drummer aber erneut wie ein Octopussie vor, allerdings ohne Arme. Aber auch diesen Song bringen wir noch zu einer fulminanten Entladung! Und wie immer übermenschliche Fähigkeiten an der Gitarre und am Bass. Hammer. Ein Solo jagt das nächste. Ein Bassteppich schöner als der andere. Nur der Riff von 'Sirens' klang anfänglich irgendwie nach Ladehemmung, nach ungewollter Avantgarde oder nach einer leeren Batterie. Aber das könnten wir gewinnbringend auf youtube zum Download zur Verfügung stellen, für eine schwarze Messe mit Teufelsaustreibung oder so. Die heutige Abschlussprobe war insgesamt verdammt lässig! Wir haben ein weiteres Jahr voller Arbeit anständig hinter uns gelassen, allen Stress mit dieser entfesselten und zügellosen Probe wacker weggeputzt. Jetzt ist erst mal Weihnachten. Friede im Proberaum und hoffentlich auch mal langsam in der Welt. Angelockt von unserem fetten und ungezügelten Mördersound kamen die Jungs von den 'Stone Faces' um die Ecke. Aber nur zum Bier-Schnorren, die alten Halunken. Und als ewiges Finale der Probe wie immer 'Song 2', das wir - in aller Bescheidenheit - mindestens genau so gut raushauen wie unsere Kollegen von Blur. Nächste Probe am 7. Januar in alter Frische und mit sauberen WCs. Und auch für 2016 gilt: das Leben kommt von vorn! Bis dahin, kommt anständig durch die Tage. Und macht keinen Quatsch & bleibt sauber. Es grüßt bis dahin, Eure sympathische inkognito-Kapelle!

16. Dezember 2015
Duisburg, 5 Grad Celsius, nasskalter Wind, die Frisur hält. Düstere Ruhrpott-Stimmung. Schimanski ist nicht da, aber wir. Und geil, der ganze Flur weiß von Koks. Wir hätten fast 'ne Nase an der Stahltüre genommen. Ach ne, schade, immer noch der gleiche, feine, weiße Staub, der seit 14 Tagen in allen Scheißecken sitzt, Mann. Wie dem auch sei, haben wir uns heute wieder schön musikalisch ausgekotzt, damit wir alle wieder auf Spur kommen und wissen, wo der Frosch die Locken hat. 'Whole lotta love' heute sogar mit Effekt-Stöhnung vorne am Mikro. Hammer! Das wird noch ein Brecher-Song! Und auch 'The adventures of Raindance Maggie' und 'Sex on fire' kommen bald richtig am Fliegen dran, Freunde. Nächste Probe mit der ganzen Kapelle am 23.12. , wenn der Flur wieder picobello sauber ist, Herr Elektriker!

10. Dezember 2015
Tanja kam nicht, wie erhofft, in roter Nikolauskutte auf roten Kufen. Aber sonst ist alles beim Alten. Unsere Frau am Mikro ist und bleibt unsere Chaos-Queen. Man kann es nicht in Worte kleiden. Unbeschreiblich. Aber es könnte damit enden, dass die inkognito-Kapelle jetzt einen Tourbus hat. Zwar nur ein Nissan Micra, der nicht angemeldet ist, nicht fährt und in den maximal das Mischpult und Olafs Kapodaster reinpassen, aber wir fangen ersma bescheiden an. Nachdem wir 'Sex on fire' heute mal ohne Sex und ohne Feuer gespielt haben, fanden Raindance Maggies erste Gehversuche abenteuerlich am bleiernen Rollator statt. Wird aber noch.  Und wir Männer mussten heute schmerzhaft erfahren, dass Tanja einen Neuen hat. Jaaaa. Hinter unserem Rücken. Einfach so. Also, so eine brüske Abfuhr sind wir - als begehrte Rockstars mit tüchtig sexiest-man-live-appeal - gar nicht gewohnt. Ts. Das haben wir Männer dann erst mal im psychedelischen Mittelteil von 'Whole lotta love' tiefenpsychologisch aufgearbeitet. Da haben wir nämlich alle musikalischen PS voll auf die Straße gedrückt. Hammer. Sack und Asche. Und gelacht ham wir auch wieder. Die Bandkollegen lachen sich nämlich tot, wenn der drummer mit Schaum vor’m Mund versucht, mit’nem neuen song klar zu kommen. Da hat der inkognito-drummer doch letzte Woche eine glaubwürdige und höchst seriöse Studie von Weltrang vorgezeigt, die glasklar belegt, dass Schlagzeuger die besseren, sympathischsten und intelligentesten Menschen überhaupt auf dem Planeten sind – hat aber keinen interessiert. Nun gut. Nächste Probe in alter Frische am 16. Dezember! Und welcher Schwachmat hat die von uns liebevoll geputzten WCs versaut?

02. Dezember 2015
Donnerschlag aber auch! 'Sex on fire' wird einer der neuen Knaller-Songs der inkognito-Kapelle. Zwar hatten wir ersma ein intensives Fachgespräch über +1 oder 1+ aber danach hat der Song schon tüchtig Qualm gemacht. Und auch 'Whole lotta love' von Led Zeppelin ist ein mördermäßiger Kracher. Olaf braucht bei der nächsten Probe nur noch eine schwatte Jimmy Page-Lockenpracht-Perücke, damit es noch authentischer wirkt, aber es grooved schon ganz gut. Und damit alles perfekt wird, hat Dirk angeboten, Tanja während des psychedelischen Mittelteils des Songs beim Stöhnen unter die Arme zu greifen. Tanja hat sich dazu zum Vorglühen schon mal auf die Heizung gesetzt… Na ja, Freunde, wir werden sehen, wo das endet. Auf jeden Fall sind das beides Songs, die auf jede ordentliche Party gehören, besonders, wenn man, so wie wir, im besten Rocker-Alter ist. Auch wenn die beste Party der Welt irgendwann vorbei ist – nich‘ bei inkognito! Zwar weiß keiner, wie wir dieses Delirium aus Schlafentzug, Alkohol und Rock'n'Roll im fortgeschrittenen Alter mit dem Arbeitsalltag in Einklang bringen werden, aber man muss ja nicht gleich alles entmystifizieren. Wie immer war mehrfach ein sonores Fump zu hören, als die Grolsch-Flaschen wacker geköpft wurden. Was für ein schönes Geräusch. Und Tanja benutzt als einzige Frau weltweit nicht nur ein kariertes Herrenstofftaschentuch, sondern fiel auch heute erneut durch ihr Schuhwerk auf. Lasziv rot, seidenmatt und verheißungsvoll schimmernd, farblich exakt passend zum inkognito-Teppich! Mmmh, der Nikolaus steht ja bald vor der inkognito-Stahltür… Und weil die Band nicht wirklich brav war, haben wir latürnich Angst vor'm Knecht Ruprecht. Die Männer der Kapelle hoffen jetzt nämlich, dass Tanja zur nächsten Probe mit den roten Kufen auch in roter Kutte aufläuft. Mit nix drunter oder so. Auf jeden Fall haben wir heute viel gelacht. Wer lacht, hat nämlich Reserven - für die nächste Probe am 10. Dezember!

26. November 2015
Ein blasser Vollmond bescheint die Stahlwerksruine, die imposant und ruhig im nächtlichen Dunkel liegt. Leichter Dunst schlingt sich bedächtig um alte, rostige Rohrleitungen, wabert in dunklen Schatten und sinkt leise zu Boden, wo er still liegen bleibt. Gedrückte Stimmung, der Parkplatz verwaist. Nur wir vier stehen verloren im Schatten des Kompressorenhauses. Aber das war‘s auch mit der Ruhe für den heutigen Abend! Tanjas Schulmontag lässt sich schlichtweg nicht in Worte kleiden und sollte auch niemals öffentlich publik gemacht werden. Unglaublich. Gelebte Chaostheorie! Ein sympathischer Zustand vollständiger Unordnung und Verwirrung. Tumult, Hektik, Erotik, Krawall und Fußpilz. Und ersma das linksautonome Schuhwerk unserer Frontfrau. Alter! Flowerpowergaloschen, genäht aus der alten Polyester-Badehaube von Mutter Plocki. Bunte Blumen der Freiheit auf anarcho-schwarzem Grund, eine Monstranz der Rebellion an den Füßen. Einschüchternd, verwirrend und liebenswert gleichermaßen. Und wir hatten heute wieder hohen Besuch im inkognito-Proberaum: Dirk Waldorf am Bass und Olaf Statler an der Gitarre. Was für coole Jungs. Waldorf: 'Was spielst Du denn da?' Statler: 'Ich vermute, ein Dis.' Waldorf: 'Ein Gis wäre vielleicht schöner.' Köstliche und kostenfreie Anekdötchen. Weiße, was ich meine? Trotz allem oder gerade deswegen: wir sind 'ne verdammt lässige und schräge Truppe. Und die Probe war heute mördermäßig gut. Nach einigen ersten Stücken, die an frühe free jazz-Gehversuche  unter Einfluss selbst gemischter Drogen erinnerten, wurde es dann doch richtig rockig, fett, konstruktiv, fulminant, effizient und zielführend. Deutsche Wertarbeit halt. 'Alive' von Pearl Jam war heute ein fettes Brett. Und auch 'Sex on fire' von den Kings of Leon ging schon gut tüchtig nach vorne. Dirk hat nichts gesagt, ein Hurra und Lob für die ganze Kapelle also! Und der drummer hat heute kein Mal nach seinem Bett gefragt!

19. November 2015
Sechs Bier, acht Zigaretten, zehn songs. Zahllose schmutzige Witze. Dieter ohne Zähne. Dagmar ohne Sprechpause. Manu mit betörendem Duft. Ansonsten die üblichen Anfeindungen gegen den sympathischen drummer der Kapelle. Also wie immer alles in Ordnung! Aber aufgepasst, Freunde der gepflegten Unterhaltungsmusik! Nach Erweiterung der Setlist haben wir gestern mal spontan die ersten Noten von 'Whole Lotta Love' rausgehauen. Gar nicht mal so übel. Wie die Experten unter uns wissen, ist 'Whole Lotta Love' nicht nur 1969 auf Led Zeppelin 2 erschienen, sondern war auch eine der erfolgreichsten singles von den Jungs. Und jetzt kommt's: 'Whole Lotta Love' zeigt erkennbar Parallelen zu 'You Need Loving' von den Small Faces. Aha, fast so was wie eine abgekupferte Cover-Version also. Wie dem auch sei, besteht der song aus fünf Noten und basiert auf lediglich zwei Akkorden, nämlich E-Dur und A-Dur (sollte der inkognito-Gitarrist also auch hinbekommen). Olafs Kollege Jimmy Page spielt das Ganze auf einer verzerrten Telecaster-Gitarre mit einem Vox Super Beatle. Olaf hat ja was ähnlich Amtliches am Start, während ja nun auch Dirk mit seiner neuen Combo schwer am Aufrüsten dran ist! Zudem fallen bei dem Knaller-Song der experimentell-psychedelische mittlere Instrumentalteil auf (da brauchen wir wohl mehr Bier!), in dem ein sirenenartig gespieltes Theremin-Solo untergebracht ist, und auch das Outro, welches durch die Anwendung eines umgekehrten Nachhalls einzigartig in der Rockmusik ist, macht was her. Ha, von wegen einzigartig - können wir auch! Das Riff wird während des Liedverlaufs oft wiederholt, wobei durchgängig ein Tempo von 80 bpm (also nicht wieder schneller werden, Olaf!!!) aufrechterhalten wird. Ansonsten:  der sympathische Herr M. aus der oberen Rastamann-Etage hat sich nicht nur über unseren Bandnamen lustig gemacht, sondern auch mal freundlich einen Blick auf unsere Tanja geworfen. Mhhh, da geht doch was. Er verabschiedet sich noch höflich, schüttelt seine schwarze Lockenpracht aus 1001er Nacht, entschwindet dann aber beschwingt tänzelnd mit seiner einzigen Lederhose samt seinem Sahne-Pauels-Tourbus in den Abend, unter dem die nächtliche Stahlwerksruine liegt. So schaut's in wenigen Worten aus, stay tuned bis zum 26. November! Und noch zum Thema 'schmutzige Witze': Kein Wunder, dass alle 4 inkognito-Kollegen  'SEX on fire'  auf die neue setlist gewählt haben… Weiße Bescheid!

13. November 2015
Ist unser Papst Franziskus ein heimlicher Death-Metal-Rocker? Wahrscheinlich. Gibt’s neue, gute Musik bei Eurer sympathischen inkognito-Kapelle? So sicher wie das Amen im Beichtstuhl. Die Band hat sich nämlich in die Hütte des drummers zur Klausurtagung und inkognito-Konferenz zurückgezogen. Die gemeinsame, musikalische Fortentwicklung der Kapelle stand heute auf der Agenda. Rock'n'roll, Adrenalin und Rebellion. Das war kein Zuckerschlecken, denn es wurde nicht nur kontrovers diskutiert, sondern auch dem Alkohol zugesprochen. Doppelbockbier und Rotwein. Frei nach Flann Brien Ó Nualláin (irischer Dichter, 1966 verblichen), der einmal gesagt hat, “die Realität ist eine Illusion, hervorgerufen durch den Mangel an Alkohol.“ Recht hat der gute Mann. Aber die setlist enthält jetzt weitere neue anspruchsvolle Stücke, die ab sofort fleißig geprobt werden. Vor den Plattenvertrag haben die Musikgötter nämlich ersma den Schweiß gesetzt. Ihr dürft gespannt sein. Wir sind's auch!

12. November 2015
An den Saiteninstrumenten und am Mikroskop wie immer tüchtig dirty sex talk. Sowas lehnt der inkognito-drummer ja strikt ab. Allein schon aus religiösen Gründen. Aber damit sich die drei so richtig wohlfühlen, hat der drummer ersma Rotlicht-Bier vom Kiez geholt. Astra Urtyp mit rotem Schmuseherz, passend zu den flüchtigen Küssen auf dem Flur. In der Liebe und im Leben ist es wie mit der Musik: Manche finden, früher wäre alles besser gewesen. Andere meinen dagegen, das Beste käme erst noch. Wiederum andere meinen, das Beste käme ganz zum Schluss. Kann alles sein, aber es gilt auch: nur hier und nur jetzt. Goethe (ein Kollege vom Bandpoeten) sagt nämlich, dass 'jeder Augenblick von unendlichem Wert ist, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit'. Wenn inkognito allerdings Mucke macht, hat das allerdings weniger mit Philosophie und überhaupt nichts mit Esoterik oder Ewigkeit zu tun, allenfalls mit einer ewig falsch gestimmten Gitarre. Bei uns einfachen Gemütern kann es nur um Klarheit und Einfachheit gehen, um entwaffnende Ehrlichkeit. Wahrhaftiger Coverrock ohne Umschweife, dafür mit wacker RuhrgeBeat. Zack, geradeaus weg und tüchtig abgeledert. Wir legen nämlich den letzten Schweißtropfen in jede gecoverte Note. So wie auch heute. Es hat nämlich richtig gut gefunzt. Besonders 'How you remind me', das wir heute final verabschieden wollten, war heute zum ersten Mal richtig fett. Das Beste kommt also noch! Es grüßt bis dahin die Kapelle Ihres Vertrauens!

05. November 2015
Nothing but the beat. Unsere Musik und unsere enorme Bühnenpräsenz (zumindest im Proberaum) werden immer besser. Wenig konventionell, dafür aber schräg und selten. Irgendwo zwischen Dadaismus und Avantgarde. Ein Stil der seinesgleichen sucht. Eine Gratwanderung, die beherrscht sein will. Wir sind freie Radikale. Olafs Soli flogen heute Abend immer höher. Virtous, leichtfüßig und entrückt segelten die Noten federleicht und beschwingt bis unter die Decke des Proberaums. Und dabei noch wie Fred Astair tüchtig gesteppt und gekonnt das Effektgerät am Boden bedient! Dirk, der alte Drachentöter am Bass, legte gekonnt seinen Soundteppich in den Raum. Die tiefen Noten kreisten irgendwo kurz über dem Teppichboden, dort wo die Tabakkrümel liegen, und vereinigten sich liebevoll mit den beats aus CBs kickdrum. Tanjas „creeeeeeeeeeeep“ kommt lauthals, hemmungslos und dröhnend durch die Gesangsanlage. Hammer. Auch wenn heute wieder mal einiges leicht krumm klang, wir können’s noch halbwegs. Aber wir waren so laut, dass wir gar nicht hätten hören können, wenn der Plattenproduzent endlich an die inkognito-Stahltüre geklopft hätte! Jetzt ersma ab im Bett.

28. Oktober 2015
Der Winter ist da, die Sau. Draußen ist es kalt und dunkel, aber im Proberaum schön muckelig – dank unserer high-tech-heatings. Wir haben nämlich den besten Proberaum der Welt. Viel steht und liegt herum, Equipment, Instrumentenkoffer, einsame Kabel zwirbeln sich verloren durch den Raum. Eine kreative Ordnung. Alles ist zackig. Hier ist es so zackig, dass man nicht mal übers WLAN-Kabel stolpern kann! Hier und da ein Bierfleck auf dem Teppich. Graues Abendlicht schiebt sich durch die Alu-Jalousien. Der Duft von Eisen und Koks weht durch die Stahlwerksruine. Düstere twilight-Höhlenstimmung. Das ist der Brutkasten für die Hits von inkognito. Hier entstehen sie, die punkigen Rock-Hits, wo keiner die Füße ruhig halten kann. Aber hömma, wat sind wir doch einen Haufen an lahmen Strategen! Nur Geschnaufe und Gehuste am Bass und an der Gitarre. Und am drumset große Müdigkeit nach drei Tagen Geschäftsreise. Aber am Mikro mit Mitte 30 wie immer volle Leistung. Die heutige Probe war also kurz, schmerzlos und effektiv. Ein paar Bier, ein paar Zigaretten, ein wenig dirty talk und wacker die Setlist gespielt. Ein paar anspruchsvolle Songs sind fast schon airplay-tauglich! Tanjas Gesang, stimmlich irgendwo zwischen Barry White und Eddie Vedder, ist nach wie vor unbezahlbar. Aber in der dunklen Jahreszeit haben sich schon diverse Aggressionen angestaut. Ein einziger Tropfen könnte das Fass zum Überlaufen bringen und der nächste Amok-Lauf ist programmiert. Gott sei Dank plant die Band nun zwei Proben (als Ventil und Therapiestunde) pro Woche. Sack und Asche und dreifach Hallelujah.

21. Oktober 2015
So, Freunde der gepflegten Unterhaltungsmusik. Das Imperium schlägt zurück. Wir schreiben nicht nur den 21. Oktober, sondern wieder mal einen schwachsinnigen Blogeintrag, lassen aber das Thema Katzen und (Mikro-)Ständer mal außen vor! Heute also endlich mal wieder eine fette Probe im Vorfeld zur Welttournee! Oh ja, ein normales Leben im Büro klingt unangenehm nach körperlicher Arbeit, sozialer Verantwortung, vorbildlichem Lebenswandel - aber das muss nicht sein! Mit ein wenig kreativer Selbstverleugnung und krummer Covermusik kann man sein ödes Dasein hinter sich lassen und sich sein kleines, verzerrtes Dunstbild als Rockmusiker bauen. So etwas bringt doch gleich ein wenig Sonnenschein in den tristen, grauen Alltag eines kleinen, unterbezahlten Angestellten oder einer Lehrerin im sozialen Brennpunkt in Solingen. Fette Musik, schön zum Auskotzen, um die Betrübnis des Alltags wacker hinter sich zu lassen. Ha! Die Kapelle ist gut drauf, laut, rau, ordinär und herzlich. Ruhrpott halt. Olaf, der alte Sambateufel an der Gitarre und Dirk, legendärer Zeremonienmeister der Band, haben die heutige Probe wieder tüchtig mit harter Hand und mit den üblichen Schimpfkanonaden organisiert und so für die übliche Konfusion bei Tanja hinterm Mikrofon-Ständer (da isser wieder) und am drumset bei CB gesorgt. Wir sind weder perfekt, noch erfolgreich, noch fehlerfrei! Wir brauchen keinen Alkohol, um schräge Musik zu machen. Geht auch so. Aber heute hat’s nach 14 Tagen Abstinenz wieder mächtig gerockt. Und holla, die Waldfee: unser freundlicher Aushang des inkognito-WC-Verhaltenskodex nach der chemischen Grundreinigung der Rockhaus-Toiletten scheint Früchte zu tragen.

15. Oktober 2015
Weltneuheit! Unsere neueste Innovation: rent-a-band! Ihr könnt uns für wenig Kohle mieten. Auf Eurer privaten Party rocken wir dann fett ab.
Siehe HIER auf der webpage! Wenn’s Euch nicht gefällt, lassen wir uns anstatt der Gage auch mit nassen Sellerie auspeitschen.

08. Oktober 2015
Der Gitarrist und Mann von Welt hat auch mindestens zwei Badehosen. Das ist nämlich der Grund, warum unser Gitarrist nicht im Proberaum ist, sondern sich irgendwo halbnackt am Strand fläzt. Nächste Probe immer noch am 22. Oktober.

01. Oktober 2015
Der Gitarrist und Mann von Welt hat ja mindestens zwei Gitarren am Start und nimmt das passende Gerät für jeden Song. Dekadent wie wir sind, sucht die inkognito-Kapelle aktuell für Olaf eine vollbusige Dame, die ihm bitte auf Fingerzeig mit laszivem Augenaufschlag und Mörderwimpern die korrekte Klampfe anreicht. Jawohl, hier sind sie wieder, die intimen Einblicke in das Jet-Set-Leben Eurer inkognito-Rockband! Dirk ist nahtlos gebräunt zurück aus dem Urlaub, CB wurde in UK von der Queen nicht zum Ritter geschlagen, Olaf und Tanja waren ja eh an der Schüppe. Aber jetzt sind wir wieder vereint im Proberaum! Dirty sextalk, Bier und Musik. Was will man mehr! Was für eine rebellische Zeit des Aufmüpfens, schwindelerregender Taumel der Hormone kurz vor den Wechseljahren. Und nicht zu vergessen der Taumel von maßlosen Experimenten mit Drogen und Alkohol! Herrlich, wenn man hinter der inkognito-Stahltüre ausflippen kann, ohne gleich in den Ruch einer unheilbaren Nervenkrankheit zu kommen! Nächste Probe am 22. Oktober.

17. September 2015
Schmacht, Entzug, Hunger, Drangsal, Sehnsucht, turkey. Wieder eine Woche ohne Probe bei Eurer sympathischen inkognito-Kapelle. Aber nicht, dass Ihr meint, wir hängen irgendwo ab. Auf Sardinien oder so. Wir sind richtig aktiv: die Bandmitglieder sinnieren nämlich alle eifrig über neue songs für die inkognito-spring-Einheizparty im Frühjahr 2016. Und auch im Kühlschrank wurde zwischenzeitlich aufgerüstet! Köstlichste Biere für die nächste Probe am 1. Oktober.

08. September 2015
Als ewig zugedröhnter und künstlerisch ständig geforderter Rockmusiker hat man auch mal das Recht auf Müßiggang zur Aufladung der kreativen Batterien, sozusagen ein kompletter Re-Set. Heute mal kurz die setlist runter gebügelt. Ging noch alles. Jetzt aber time for a break. The power of the pause. Nach einem monatelangen, hammerharten Probemarathon, eifriger Vorbereitung und zackiger Durchführung der mördermäßigen inkognito-Grillung, die ein sehr positives Echo nach sich gezogen hat, sind wir vier jetzt mal kurz exhausted & müde. Aber nicht lange! Schon am 1. Oktober wird wieder der Arbeitsalltag bei Eurer sympathischen Ruhrpott-Kapelle einkehren. Wir suchen nämlich (in Vorbereitung der nächsten inkognito-Grillung im Frühjahr 2016) neue, extrascharfe songs, Klassiker und groovende B-Seiten aus der Rockgeschichte, mit denen wir uns dann wieder so richtig einheizen können. Die Latte liegt hoch. Aber für die nächsten Tage wird ersma der geflügelte Wahlspruch des inkognito-drummers und Bandpoeten ('Wo ist mein Bett?') in die Tat umgesetzt. Ab in die  Federn. Wir schlummern übrigens alle in unschuldig weißer inkognito-Bettwäsche. Olaf muss zudem seinen Rocker-Schnupfen auskurieren, Dirk zieht sich auf eine einsame Insel zurück, um neue, kreative Kraft und frische Inspiration zu schöpfen, Mrs. Eisblick macht ein Nickerchen auf dem Klassenbuch zwischen Schwamm und Tafelkreide, die sie sonst immer zornig nach ihren Schülern wirft. Nächste Probe mit vollen Batterien am 01. Oktober. Wir freuen uns wie ein Sack Affen. Bis die Tage, stay tuned.

05. September 2015
inkognito in the house. Aber so was von! Mit etwa 70 sympathischen friends & fans im knallvollen Proberaum haben wir uns bei bestem Ruhrpott-Wetter richtig eingeheizt. Mit Euch als Gästen konnten wir richtig Qualm machen! Ihr seid richtige Rocker! Es hat tüchtig gegrooved und gebrodelt. Temperatur, Luftfeuchte und Stimmung in Zelle 409 am oberen Ende der Skala! Alle Getränke sind weg, so wie es sich für einen feucht-fröhlichen Rocker-Abend gehört. Großer Andrang auch am inkognito-Grill. Unsere deliziösen Ruhrpott-Würstchen fanden reißenden Absatz! Vielen Dank an diejenigen, die aus der Ferne angereist sind: aus dem Münsterland, Westfalen, aus San Francisco, Kanada, Nottuln und sogar aus Emmerich. Danke auch für die vielen Mitbringsel – es gab sogar home-made Gitarren-Kekse – und für das Auffüllen der inkognito-Spendenbox. Was für ein super Sommerabend  und was für eine fulminante Feuertaufe für die inkognito-Kapelle! Alle Bilder des Abends finden sich alsbald hier auf der webpage. Besten Dank an alle Gäste und Helfer, die zum Erfolg der ersten inkognito-Grillung beigetragen haben. Die nächste inkognito-Grillung ist – natürlich mit neuen, extrascharfen songs – für das Frühjahr 2016 geplant! Einladung folgt. Wir freuen uns auf Euch! Rock or die. Und sorry, dass wir Rotwein in Pappbechern serviert haben!

03. September 2015
Der Abend fing richtig gut an. Tanja hat ihre Männer nämlich ersma mütterlich mit Bier und Brezeln versorgt. Aber dann wurde malocht. Alter. Vorarbeiter Dirk hat seine chain gang wieder mächtig rangenommen. 'Es lobt den Mann die Arbeit und die Tat.' Dieser nostalgische Spruch aus den Glanzzeiten der deutschen Kohle- und Stahlära galt heute Abend auch bei uns im Proberaum, der sich inmitten des früheren Hüttenwerks Meiderich-Laar befindet. Schweiß, der Geruch ehrlicher Arbeit, waberte durch Zelle 409. Betörend und animalisch. Könnte auch Angstschweiß gewesen sein, da Dirk seinen strengen Blick stets auf Olaf und Christoph geheftet hatte!  Es wurde wieder tüchtig an den songs gefeilt. Aber perfekt ist immer noch anders. Aber wir sind heiß.  Freunde & fans, wir sehen uns morgen am Muschi-Grill!

02. September 2015
Allen Süchten nachgebend steht Olaf mit Zigarette und Bier am Stahlwerkszaun und schaut den Miezekätzchen nach, als der Rest der inkognito-Kapelle mit der dunkel verglasten Stretchlimo einrollt. Aber das Leben besteht nicht immer nur aus Drogen, Pommes oder Pralinen. Bei inkognito wird aktuell nämlich hart geprobt. Einige songs fluppen noch nich' so, die wollen einfach nicht unsere LieblingSHITs werden. Was soll das? Die Kapelle durchläuft folglich eine harte Schule bei unserem musikalischen Direktor. Peitsche, aber null Zuckerbrot. Nicht geschimpft ist Lob genug. James Hetfield von Metallica hat ja ein fettes 'Dare to fail'-Tattoo. Hat er garantiert bei Dirk abgekupfert. Aber heute war dennoch eine der konstruktivsten Proben ever! Der Knoten platzt. Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert. Samstag wird's schon passen! Und wenn nicht: wir haben ja Mut zur Blamage! ;-)

01. September 2015
Zur ersten inkognito-Grillung haben wir ja nicht nur unsere sympathischen fans & friends zu Gast, sondern wohl auch Regen und 16 Grad. Aber keine Sorge: mit ein paar extrascharfen songs werden wir uns tüchtig einheizen! Ihr braucht also nur nur Schwimmflügel vom Auto bis zum Kompressorenhaus. Und Tanja ist extrem gut drauf! Gestern noch im tiefschwarzen Gipsy-Tarnrock, lässt sie die Hüllen immer mehr fallen und entpuppt sich weiter zu einer rassigen Rockröhre. Olaf hat mit einem neuen, stylishen Kopfputz aufgerüstet, so wie es sich für einen richtigen Rockstar im besten Alter geziemt. Die weißen Lack-Plateauschuhe liegen griffbereit im Kofferaum. Unser musikalischer Direktor Dirk lobt nach wie vor durch Schweigen oder einen kurzen Fingerzeig. Und Christoph sitzt wie immer in kurzer Hose ruhig hinterm drumset und harrt der Dinge. Alles also in bester Ordnung. Wir kommen alle noch ins Dschungel-Camp!

27. August 2015
Alles ist gut. Shagadelic talk und Leistungsdruck im besten Proberaum des Ruhrpotts! Strikt nach dem Motto 'nichts gesagt ist Lob genug' wurde die inkognito-Kapelle auch heute vom Musikalischen Direktor Herrn H. streng unterwiesen. Olaf war sogar so unter Strom, dass er sich ein neues Effektgerät zugelegt hat. Richtig amtliches Besteck, das tüchtig Qualm macht. Und angeblich soll der Schlagzeuger schuld sein, wenn das Tempo zu hoch ist. Lächerbar. Unser schüchternes Eigenlob 'hey, grooved doch!' wurde vom Musikalischen Direktor trotzdem herzlos mit einem müden 'das geht noch besser…' quittiert. Die Latte für den 5. liegt halt hoch. Tanja war wieder fit und gab am Mikro wacker Vollgas. Sie hätte sich fast nur mit Boxershorts, BH und Plexiglas-Pumps bekleidet am Mikroständer geräkelt. Also. Wir Männer konnten sie gerade noch davon abhalten – wir wollen uns ja nicht die Vorfreude auf den 5.9. verderben! Das wird nämlich eine verdammt gute Party!

24. August 2015
Was für eine Probe ohne Tanja! Metal destruction! Der Vater von Eddie Vedder hätte sich ersma im  Grab umgedreht, hätte er unsere 'Alive'-Version anhören müssen. Uff. Und Tanja hat sich zu Hause einfach so einen schmackhaften Rockerbraut-Smoothie (Champagner mit Ahoibrause) gegen Kreislauf gemacht. Alles wird gut.

20. August 2015
Alter, nicht nur Fragezeichen, sondern auch Vollgas! Sack und Asche. Flamme, Feuer und Leidenschaft. Und Schweiss! Der floss bei den letzten Proben nämlich wieder mal niagarafall-mäßig vom BH direkt in die Boxershorts. Aber die Maloche lohnt sich. Einige songs gehen tüchtig nach vorne. Da müssen wir uns manchmal schon wacker anschnallen!

13. August 2015
Probe-Inflation und Transpirations-Alarm bei den notorious b-side players! Wir proben bis der Arzt kommt. Im besten Proberaum der Welt tropft der Schweiss von der Decke. Und wenn's bei der inkognito-Grillung mit der Mucke nicht 100 % klappt, hat Frau K. schon versprochen, an der geölten Tabledance-Stange für schamlose Ablenkung zu sorgen. Mit Plexiglas-Pumps! Und im Backstage-Bereich werden Damen mit äußerst knappen Fan-Shirts erwartet! Wir drei Männer finden das voll in Ordnung.

12. August 2015
Eine Probe mit tropischen Temperaturen und nassen Hosen. Unfiltriert und ohne Kompromisse! Die neuen songs wollen noch nicht so wie wir. Heute Abend legen wir ersma einen fetten Riemen auf die Orgel!

06. August 2015
Nach den Ferien ist die Kapelle endlich wieder vereint. Freude, Schweiß, Bier und Tinnitus. Was für ein Hammer-Abend, nachdem wir uns wochenlang nich‘ gesehen haben. Wir können es noch. Was Abstinenz und Heisshunger so alles ausmacht.  

25. Juno 2015
Ist die Mikrofon-Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf'm Tisch. Wir haben nicht nur die Kühlschranktür umgebaut, sondern gleich den ganzen Proberaum! Ist jetzt fast wie eine snakepit-mäßige Rockarena. Da können wir am 5. September richtig Qualm machen! Dieter kam kurz mal mit einem paar guten Tipps um die Ecke und hat noch gleich ein Bier mit uns gelenzt. Jetzt aber ersma Ferien! Kommt gut durch den Sommer. Und macht keinen Quatsch.

21. Juno 2015
Vor den millionenschweren Plattenvertrag haben die Musikgötter ersma den Schweiß gesetzt. Und der stand knietief im BH, während in den Unterhosen der restlichen Band das Wasser brodelte. Wir sind nämlich so heiß, dass wir jetzt sogar am heiligen Sonntag proben und haben wacker an der setlist und an den songs gefeilt. Der Anzähler von 'you shook me allnight long' ist jetzt auf Profi-Niveau. Den song hatten wir heute nämlich richtig gut rausgerotzt. Und am ganzen Rest wird noch eifrig getuned. Und wie es sich für eine ordentliche Rockband gehört, hatten wir auch schon das erste Foto-Shooting hinter uns. Wir müssen jetzt nur noch lernen, nicht so fragend und zweifelnd zu schauen, damit wir es alsbald auf's BUNTE-Cover schaffen.

11. Juno 2015
Was ist die emotionalste Macht unter der Sonne? Richtig - die Musik! Nach ein paar Wochen Abstinenz waren wir heute alle heiß. Wow. Solche Momente, wo musikalisch (halbwegs) alles zusammenfließt, kann uns keiner nehmen. Besonders nicht, wenn Tanja wie ein liebeshungriger Seehund schmettert. Olaf und Christoph im kurzen Beinkleid, Dirk bis in die Haarspitzen derbe auf Krawall gebürstet und Tanja im Tarnrock samt Liebes-Amulett. Da konnte einfach nix schief gehen! Olafs Soli (korrekt auf Ruhrpott-Deutsch: dem Olaf seine Solos) haben sich auf dem für ihn eigens ausgelegten Bass- und drum-Teppich wie wild gewordene Spermien durch den Proberaum gejagt, in dem wir, man darf nicht müde werden es zu wiederholen, einen mördermäßigen Sound genießen dürfen. Besonders 'Black' von Pearl Jam haben wir tüchtig authentisch und mit wacker postgrunge-feeling rausgehauen. Hammer. Wir spielen/singen nicht klinisch perfekt, aber wir haben Spaß an der Freude. Manchmal besteht das Leben doch aus Pommes, Disko und Glückseligkeit.

21. Mai 2015
Hammerharte Probe! Dirk, der alte Sambateufel am Bass, hat gestern voll auf musikalischen Direktor gemacht und der Kapelle genauestens und zielführend erklärt, wie 'Sirens' von Pearl Jam funktioniert, 'weiße, was ich meine?' Olaf hat ein Mörder-Solo nach dem anderen rausgehauen, besonders bei 'Have a cigar'! Sauber. Und Tanja entpuppt sich weiter und lässt sich immer mehr gehen. Das wollen wir sehen! Wir befinden uns als Kapelle nicht nur auf einem guten Kurs, sondern auch in der Metamorphose zu richtigen Rockstars. So viel steht mal fest. Der Mann mit dem Plattenvertrag war noch nicht da, aber die ersten Fans klopfen schon wacker an die Tür und verteilen eifrig Adressen von Liebesnestern. Sauber, wir sind auf dem richtigen Weg! Die schärfsten Messer im Geschirrspüler sind nämlich wir.

14. Mai 2015
Ein Vater- und Männertag nach unserem Geschmack, den wir mit deutschem Bier, gepflegter Musik und charmanter, weiblicher Gesellschaft im Proberaum verbringen durften. Die nachmittägliche Mai-Sonne sandte ihre güldenen Strahlen durch die Stahlwerksruine in den schönsten Proberaum der Welt. Vor dem Proberaum warfen sich die Frauen unaufgefordert vor unsere Füße und fläzten sich im Dreck. Was will man(n) mehr? Kurzfristig waberte mit 'Schuld und Sühne' noch mal der Geist Dostojewskis durch den Proberaum, als nicht klar war, wer andauernd den Fehler bei 'Message in a bottle" gemacht hat. Also, der Schlagzeuger war's nich'! Spaß beseite, alles wird gut. Es klappt nämlich immer besser. Unsere AC/DC-Rap-Version von 'you shook me allnight long' klang heute schon deutlich rotziger, so wie's sich gehört. Wir mutieren langsam zu einer ganz exquisiten post-grunge-Schmuserock-Kapelle mit eigenem style! B. B. King ist im Blueshimmel, aber wir machen weiter. Und zwar am 21. Mai mit der nächsten Probe.

6. Mai 2015
Eine verwirrende Probe, zumindest für den Mann am Schlagzeug. Leicht depressiv bis unlustig. Auf jeden Fall nich' so konstruktiv wie sonst! Kann und muss ja nich' immer alles perfekt sein. Es hilft ja auch nicht, Träumen nachzuhängen, weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft. Und irgendwelche Spinner wollten in den Proberaum einbrechen. Was soll das? Und unser Bandname klingt irgendwie nach Inkontinenz oder Inkompetenz. Der Schlagzeuger braucht jetzt ersma 'ne Doppelstunde beim Psychomann. Und Tanja bekommt ab sofort nur noch Starkbier, damit der Knoten noch mehr platzt! Wenn Sie wissen, was ich meine. Die Frau kann singen, aber traut sich noch nich. Am 13. geht's wieder rund! Shagadelic. Das Leben kommt von vorn.

30. April 2015
Der Tanz in den Mai fällt aus. Wir proben nämlich in den Mai! Wir mussten die Probe kurzerhand auf Donnerstag legen, da Dirk Mittwochabend an die Schüppe musste. Tanja lässt sogar ein Date mit einem unglaublich gut aussehenden und wohlhabenden Mann sausen und probt stattdessen mit uns. Tja, Junge, Pech gehabt. Heute haben wir unter anderem 'Black' von Pearl Jam rausgehauen. Mit Tanjas' tiefer, vom Tannenzäpfle geölter Stimme klingt das doch tatsächlich recht grungig bis leicht unanständig. Wir sollten mal auf Rotwein umsatteln, damit Tanja noch mehr Gas gibt. Bis auf die Millionen und die Drogen könnte man uns fast mit irgendeiner berühmten Post-grunge-Band verwechseln. Einen Nasenring haben wir in der Band ja schon. Sollten wir morgens mal irgendwann nicht mehr ins Büro kommen - dann sind wir auf Welttournee!

23. April 2015
Heute steht Black von 'Pearl Jam' auf dem Programm, das Tanja freundlicherweise als Song-Vorschlag mitgebracht hat. Nach einer kurzen akademischen Diskussion über eine vorgezogene 1, klappt es doch recht gut. Olaf meint sogar, ihm gefalle unsere Version mit Tanja besser als das Original. Klingt zumindest schön grungig. Kaum auszumalen, wenn Dirk mal endlich sein neues Glockenklang-Gerät hätte! Und als Dirk das Fenster öffnet, kommt sogar Lob von draußen. Ein unbekannter, aber ungeheuer fachkundiger Musikkritiker lungert vor unserem Fenster herum, war aber von unserer Performance recht begeistert. Der Mann hatte zwar keinen Plattenvertrag dabei, aber zumindest Geschmack! Und Tanjas Rap-Version von AC/DCs 'you shook me all night long' sollten wir uns urheberrechtlich schützen lassen!

15. April 2015
Heute war Tanja noch mal da und wir haben sie gleich dingfest gemacht. Tanja singt (noch) nicht perfekt, genauso wenig wie wir unsere Instrumente jemals perfekt beherrschen werden. Also passt das schon mal! Und sie passt hervorragend in das menschliche Gefüge unserer Kapelle. Wir mussten sie einfach verhaften. Nach einem Antrag auf den Knien hat sie JA gesagt. Hiermit, liebe Tanja, ein herzliches Willkommen bei inkognito, der hammerharten und extra-scharfen Coverrock-Kapelle aus'm Ruhrpott! Wir versprechen auch, uns immer ordentlich zu benehmen und auf Dich aufzupassen. Als Blickfang und Rauschgoldengel mit umwerfendem Lachen bist Du bei uns goldrichtig. Und Du bist Frontfrau, Rockröhre und Rampensau im Kokon. Eine sonore Stimme mit enorm Potential. Dunkel, sinnlich, mit einem lasziven Hauch. Endlich komplettiert, kann die Kapelle jetzt auch musikalisch durchstarten. Mit Tanja können wir sicherlich einen fetten Riemen auf die Orgel legen.

8. April 2015
Holla, die Waldfee! Bei der heutigen Probe hat sich Tanja K aus D vorgestellt. Wow. Und nochmal wow. Einfach bezaubernd. Attraktiv und menschlich in Ordnung. Was will man(n) mehr. Sie wäre nicht nur eine Bereicherung für die Band, sondern ist ein süßer Rohdiamant, der sich als klasse Frontfrau entpuppen könnte. 'Creep' und 'Message in a bottle' haben (nach der zweiten Flasche Tannenzäpfle) schon mördermäßig gut funktioniert! Aber wir Männer haben uns auch zusammengerissen, uns mal für zwei Stunden ordentlich benommen und unseren ganzen Charme spielen lassen! Das war nicht einfach für uns. Am 15. geht's weiter! Da geht was.

19. März 2015
Attila Schuster von Halber Liter, einer Proficoverband aus Düsseldorf, singt bei uns vor. Hammer, der Junge. Er zappelt nicht nur rum wie Joe Cocker in seinen besten Tagen, sondern hat auch stimmlich echt was auf der Pfanne. Er kann die Kapelle gleich an die Hand nehmen und alles läuft am Schnürchen. Laut seiner Meinung als Fachmann sind wir gar nicht mal so schlecht. Wahrscheinlich wollte er aber sagen, wir sind als Hobbymusiker verdammt gut und müssen uns vor den Profis wie Halber Liter nicht verstecken. Quoi qu'il en soit, leider hat er keine Zeit für ein zweites Projekt.

07. März 2015
Betriebsausflug! Die inkognito-Kapelle geht samt Ehegattinen zum Konzert. Wir lassen uns von 'Wildes Holz' inspirieren!

05. März 2015
Heute funktioniert zum ersten Mal 'Wanton Song' von Led Zeppelin richtig. Und warum? Weil wir einfach eine Achtelpause eingebaut haben. Da zeigt sich: weniger ist mehr.

22. Februar 2015
Besuch von der Nachbarband. Dieter von den Stone Faces setzt sich ans Schlagzeug. Wir spielen 'Cortez the killer' in der Version von Dave Matthews/Warren Haynes. Hammer! Olaf klingt mit seinem neuen Equipment wie Warren Haynes. Oder Warren Haynes klingt wie Olaf! Auch wenn Dirk unser Sambateufel am Bass ist, sein Instrument klingt wie eine Gitarre! Und Christoph, der nicht am Schlagzeug sitzt, sondern singt, klingt mit ganz viel Wohlwollen fast wie Dave Matthews. Aber nur fast!

04. Februar 2015
Wir haben eine weitere Mörder-Runde von castings am Mikrofon hinter uns: Mel, Monika, Ralf, Maria, Heiko, Gisbert, Werner und Dildofee Petra . Tausende wollen bei uns vorsingen. Aber es passt irgendwie noch nicht. Karan aus Dortmund überzeugt nicht nur mit seiner warmen und gefühlvollen Stimme, er singt alles perfekt, kann von AC/DC bis Police fast alles bedienen und hat mit Vocal von Madrugada gleich auch noch die setlist bereichert. Leider ist ihm der Weg von Dortmund nach Duisburg zu weit. Tja, man kann keinen zu seinem Glück zwingen.

27. Januar 2015
Zwei Drittel der Kapelle ist beim Thema Bandname nach wie vor beratungsresistent. Dem Schlagzeuger bleibt, als Mann einfacher Denkstruktur, nichts anderes übrig, als unsere Stellenangebote unter 'inkognito' zu posten. Und bei dem Namen soll es dann auch bleiben. Ende.

19. Januar 2015
Das Leben ist schön. Wir pflegen nicht nur einen guten Umgangston in der Kapelle, sondern auch einen kultivierten Witz, natürlich auf Kosten des schwächsten Bandmitglieds, also in der Regel auf Kosten des Schlagzeugers! Da muss man nur ein bisschen blöd aussehen und schon hacken alle auf einem rum! Wo andere vielleicht pikiert wären, wird bei uns gelacht. Das zeigt die gute Vertrauensbasis, die wir haben. O-Ton Olaf: Für einen guten Witz riskiert Dirk schon mal 'ne Freundschaft. Köstlich.

12. Februar 2015
Dieter von 'Stone Faces' spendiert den ersten Euro in die Bandkasse und bekommt dafür ein Bier, gekühlt im hauseigenen inkognito-Kühlschrank. Der Röhrenverstärker von Dirk brummt nach wie vor.

12. Januar 2015
Hammer. Wie erfreuen uns immer noch am sound im Proberaum, der wirklich tüchtig ausgetüftelt ist. Unsere netten Nachbarn im Proberaumkomplex sind übrigens keine geringeren als 'Meiderich Gefühlsecht', 'Born a rebel' und die 'Stone Faces' mit Dagmar Albert Horn, der Erfinder des Duisburg- und des MSV-Lieds! Ist das der Hammer?

05. Januar 2015
Der Weihnachtsmann war da. Olaf hat aufgerüstet. Neues und verdammt amtliches Marshall-Equipment ziert nun den Proberaum. Wenn Olaf Pink Floyd spielt, meint man, David Gilmour persönlich zupft an der Klampfe. Und der sound der Kapelle kann inzwischen als melancholisch-kraftvoller grunge beschrieben werden, ein Stil, den wir im Laufe der Zeit manifestieren werden. Wenn nur Dirks Bass nicht wie eine Gitarre klingen und sein Fender-Röhrenverstärker nicht ständig rauschen würde! Alter.

22. Dezember 2014
Keine kreative Winterpause! Zwischen den Feiertagen treffen wir uns im Proberaum und üben, bis der Arzt kommt. Während der kalte Wind durch die Stahlwerksruine fegt, heizen wir uns volles Brett ein.

07. Dezember 2014
Bei Kaminfeuer und Rotwein wird in Christophs Domizil die erste setlist ins Leben gerufen. Wir wollen nicht die abgenudelten songs wie alle spielen, sondern eher die B-Seiten, die aber auch gut nach vorne gehen! Gemeinsam stimmen Olaf, Dirk und Christoph eine erste playlist ab, die ab sofort rauf- und runter gespielt wird.

29. November 2014
Die Stahltür des Proberaums ist irgendwie zwischen maus- und kriegsmarinegrau. Das können wir drei Ästheten nicht durchgehen lassen, nachdem der Rest des Proberaums 110 % durchgestylt ist. Wenige Zeit später erstrahlt die Tür in tiefschwarz. Und nicht nur das: passend zum Teppich wird auf der Tür natürlich Akustikschaum in rot drapiert. Optisch sehr lasziv bis tüchtig erotisch. Und: Alkohol ist zwar keine Antwort, aber man vergisst beim Trinken die Frage. Aus dem Grund haben wir nicht nur einen Kühlschrank im Proberaum, sondern auch immer stets drei verschiedene Biersorten.

26. November 2014
Sack und Asche und Donnerschlag. Der sündhaft teure Akustikschaum ist an der Wand. Und nicht irgendwie. Nein. Auf den Mikrometer genau sitzt der Pyramidenschaum lotrecht und in der Waage an der Wand. Das ist der Grund, warum man mindestens zwei Ingenieure in der Band haben muss, wenn der Schlagzeuger nur Diplom-Volkswirt ist. Zwischen Industriestaubsauger und Handwerkszeug hauen wir in beklecksten Malerhosen den ersten soundcheck weg. Was für ein hammermäßiger sound in der Bude. Hallelujah. Amen.

23. November 2014
Die Renovierungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Es fehlen noch zwei Teppichfliesen und die neuen Fenster, aber wir sind heiß auf einen ersten soundcheck, der aufgrund fehlendem Akustikschaums zu einem katastrophalen Soundbrei wird. Aber egal, wir haben viel Schweiß und Herzblut in den Raum investiert. Alles wird gut.

11. Oktober 2014
Neugierige Blicke von den Nachbarn. Unser Proberaum wird nämlich jeden Tag schöner.

09. September 2014
Unser Proberaum gleicht einer OBI-Filiale und einer Müllhalde. Wahnsinn. Wir reißen alles raus. Nur die Wände bleiben stehen. Wir verlegen neue Kabel. Fachmännisch versteht sich. Immerhin haben wi r mit Olaf und Dirk zwei coole Ingenieure in der Kapelle. Da wir uns in einer alten Stahlwerksruine befinden, besorgt der Drummer kurzerhand eine ordentliche Fabrikleuchte, die bald schmuck von der Decke baumeln soll.

01. September 2014
Der Schimmel im alten Proberaum treibt nach wie vor sein Unwesen. Wir ziehen kurzerhand ins Rockhaus Duisburg um. Inmitten einer alten Stahlwerksruine in Duisburg schlagen wir unsere neuen Zelte auf. Kohle und Koks. Dreck und Lärm. Flüssiger Stahl. Hitze und Staub. Knochenjob und Präzisionsarbeit. Tag und Nacht. Dunkel, düster und mächtig ragen die alten Ruinen noch immer in dem Himmel empor. Genau hier, in dieser inspirierenden Szenerie der vergangenen Kohle- und Stahlära, zwischen Schloten und stillgelegten Hochöfen, wo früher harte, ehrliche Arbeit Puls und Lebensnerv der ganzen Nation war, machen wir jetzt unsere Musik. Heimlich, unerkannt und leise. Hier probt inkognito. Wir machen kein aufgesetztes overplaying, sondern ehrliche Musik aus dem Ruhrpott, einfach gerade weg und tüchtig abgeledert.

11. August 2014
Nach der kreativen Pause während der Sommerferien wird die Suche nach einem vierten Bandmitglied intensiviert, der ans Mikro soll. Wir haben mehrere sympathische Kandidaten am Start, aber irgendwie platzt der Knoten nicht. Der einen spielen wir zu laut, dem anderen zu leise. Der nächste weiß nich, was er will. Der eine kommt zu spät, der andere hat nicht mal ein Mikro am Mann. Was soll das, Freunde? Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

6. Juno 2014
Olaf, Dirk und Christoph, drei arrivierte Männer im allerbesten Alter treffen sich im Essener Norden in einem schimmeligen Proberaum. Sofort passt es menschlich und musikalisch. Die Chemie stimmt. Klima, Umgangston und Weltanschauung sind auf einer Linie. Der Grundstein für eine der sympathischsten Bands aus'm Ruhrpott ist gelegt.
Stage unite